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Preview - Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection : Angespielt: Die Änderungen verstecken sich im Detail

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Die Erweiterung zu Monster Hunter Wilds mag offiziell bestätigt worden sein, bis wir sie aber tatsächlich bekommen, dürften noch einige Monde ins Land ziehen. Glücklicherweise erscheint am 13. März das Spin-off Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection und überbrückt die Wartezeit gekonnt. Nach dem vollständigen ersten Kapitel kann ich mit Fug und Recht behaupten: Capcom spielt mit dem dritten Teil im besten wie im schlechtesten Sinne auf Nummer sicher.

Die Neuerungen von Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection offenbaren sich nicht direkt, vielmehr mutet der Titel auf den ersten Blick wie seine beiden Vorgänger an. Doch nach ein paar Stunden zeigen sich Änderungen im Detail, die sicherlich kein komplett neues Spielgefühl erzeugen, aber etwas frischen Wind bringen.

Bevor wir da aber reingehen, muss ich dem größten Punkt meiner Enttäuschung Luft machen: Die Anzahl der Waffen ist gleichgeblieben. Aus Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin kennen wir bereits fünf Typen, Schwert und Schild wurden gegen Langschwert ausgetauscht. Doch irgendwie fühlt es sich nicht wirklich neu an, das Mechaniken erinnern etwas zu sehr ans Großschwert. Warum wagt Capcom nichts komplett Neues? Die Insektenglefe wäre so eine coole Ergänzung und auch die Morph-Axt oder Energie-Klinge hätten unendlich Potenzial. Ja, sogar ein komplett neue Waffe für die Reihe wäre durch das rundenbasierte System möglich. Schade.

Dekorationen machen Leute

Die Kämpfe laufen typisch für die Unter-Reihe rundenbasiert ab. Das Stein-Schere-Papier-Prinzip der Vorgänger wurde beibehalten, Gegenangriffe kontern eure Gegner ganz einfach aus. Des weiteren müsst ihr auf eigene und feindliche Elemente für maximale Effizienz achten, und auch welches Körperteil ihr mit welcher Waffe attackiert will wohlüberlegt sein. Köpfe, Beine und Schwänze sind nämlich anfällig für bestimmte Schadenstypen und brechen nach genügend Treffern. Drei Prügel führt ihr im Gepäck, eine bunte Mischung ist also Pflicht.

Auch eure Rüstung will mit Bedacht gewählt sein, Resistenzen entscheiden oftmals über Sieg und Niederlage. Endlich finden sich auch in der Spin-off-Reihe nun die Dekorationen, die eure Waffen und Klamotten mit passiven Boni und Effekten versorgen. Mehr Schaden, erhöhte Widerstände und viele weitere nützliche Features erfreuen jeden Min-Maxxer.

Als kleines Upgrade für die Kämpfe fungiert der Wyvernseelen-Balken eurer Gegner. Durch wuchtige Angriffe reduziert ihr ihn immer weiter, was die Genauigkeit der Monster senkt. Habt ihr ihn vollständig entleert, kippt das Biest um und ihr könnt einen verheerenden Angriff mit allen Einheiten gleichzeitig entfesseln. Auch dabei zeigt sich wieder: Twisted Reflection stellt Monster Hunter Stories nicht komplett auf den Kopf, sondern setzt auf sinnvolle, kleine Neuerungen.

Veränderer der Welten

Abgesehen von den kleinen Änderungen in den Kämpfen gibt es auch in der Welt selbst ein paar Neuerungen. Das beginnt beim Ritt auf euren Monsties, denn ihr dürft nun jederzeit zwischen ihnen wechseln. So eröffnen sich neue Wege und dynamischere Möglichkeiten. Aus einem Flug direkt an einer Wand zu landen und diese hochzureiten, klingt albern, erwies sich in meiner Anspielzeit aber als extrem nützlich.

Eher wenig kann ich noch zur Habitat-Restauration sagen. Dabei birgt die Mechanik einige spannende Möglichkeiten. Kurz gesagt lasst ihr eigene Monsties in Umgebungen frei, was deren Fauna verändert. Dadurch entstehen theoretisch auch neue Spezies wie ein Tobi-Kadachi, der Feuerschaden verursacht. Auch bessere Eier sollt ihr in diesen aufgewerteten Gebieten finden, was bei der Zucht einige Vorteile bringt.

Royale Anfänge

Im Fokus der Story stehen zwei verfeindete Nationen: Azuria und Vermeil. Von ersterer seid ihr der Prinz beziehungsweise die Prinzessin. Nachdem ein mysteriöses Monster-Ei gefunden wurde, aus dem zwei Rathalos schlüpften, machte eure Mutter sich mit einem der Wyvern aus dem Staub und überließ euch eurem Schicksal.

Im ersten Kapitel erfahrt ihr bereits einiges über die beiden Länder, ihre landwirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten und auch erste Intrigen und Twists zeichnen sich ab. Die Stories-Reihe wusste schon immer eine interessante Geschichte zu erzählen und meinem Ersteindruck nach bildet auch Twisted Reflection in dieser Hinsicht keine Ausnahme.

Besonders interessant klingen die ausgefeilten Nebenmissionen, die diverse Charaktere in den Fokus rücken. Beispielsweise brachte mir die Prinzessin von Vermeil, Eleanor, etwas mehr über ihre Nationalküche bei. Die mag gewöhnungsbedürftig sein, auf der Suche nach Zutaten erfuhr ich aber auch mehr über sie als Person.

Bei der Führung der Spielerinnen und Spieler hat Capcom allerdings massiv daneben gehauen. Beschreibungen der Hauptquests verraten zumeist überhaupt nicht, was ihr gerade tun müsst, und auch die Markierungen auf der Karte geben nicht mehr Aufschluss. Da helfen nur mühsame Trips zurück ins Camp.

Fazit

Dennis Hilla - Portraitvon Dennis Hilla
Logische Fortsetzung der Spin-off-Reihe ohne große Wagnisse

Machen wir es kurz: Ihr sucht nach einem Monster-Hunter-Fix, bis das große Update zu Wilds kommt? Wollt eine Alternative zu Pokémon, die besser aussieht und interessante Mechaniken auffährt? Hattet Spaß mit den ersten beiden Teilen? Dann führt kein Weg an Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection vorbei. Das Kampfsystem bockt noch immer und die Mechaniken der Waffen wurden super aus der Hauptreihe übertragen. Dazu gibt es allem Anschein nach eine spannende Story sowie jede Menge Möglichkeiten zur Zucht.

>> 11 Tipps zu Monster Hunter Wilds, die wir gerne vorher gewusst hätten <<

Der Mangel an großen Neuerungen wie einer frischen Waffenart schmerzt entsprechend umso mehr. Evolution statt Revolution steht auf der Speisekarte, Capcom scheint bewusst auf Nummer sicher gehen zu wollen. Das kann man dem Entwickler freilich nicht ankreiden, etwas schade ist es aber schon. Die Dekorationen für Waffen und Rüstungen könnten sich allerdings als enorm wichtig erweisen, denn leicht ist Monster Hunter Stories 3 nicht. Allein die Möglichkeiten zur vielfältigen Anpassung sorgen sicherlich wieder für Dutzende Stunden Spielspaß. Da schaffe ich es wohl auch, über das liegen gelassene Potenzial hinwegzublicken.

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