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Preview - Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection : Angespielt: Das JRPG-Spin-off macht Monstie-mäßig viel Spaß!

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Monster Hunter Stories 3 will einmal mehr die Brücke schlagen zwischen der wuchtigen Hauptreihe und einem erzählerisch getriebenen Spin-off. Mit seinem Mix aus rundenbasierten Kämpfen, Monstie-Reiten (ja, die heißen hier wirklich so) und farbenfrohem Abenteuer-Flair versucht der neue Teil, Fans von Stories 1 und 2 ebenso abzuholen wie Monster-Hunter-Veteranen, die Lust auf eine etwas andere Jagd haben. Ich konnte die wilde Monstie-Hatz bereits antesten und hab jetzt schon Bock auf mehr.

Die Monster Hunter Stories-Reihe existiert seit 2016 als Spin-off zur legendären Hauptserie. Statt realistisch-harter Jagd auf riesige Bestien steht hier eine freundlichere, fast schon JRPG-typische Perspektive im Vordergrund. Ihr freundet euch mit Monstern – den sogenannten Monsties – an, reitet auf ihnen, kämpft Seite an Seite und entdeckt eine Geschichte, die mehr die Story in den Fokus rückt, als es die Hauptreihe für gewöhnlich tut.

Teil 2 (Wings of Ruin) konnte 2021 schon viele Fans mit seinem charmanten Artstyle und den taktischen Kämpfen begeistern. Jetzt will Monster Hunter Stories 3 die bekannten Stärken ausbauen und dabei neue Mechaniken wie erweiterte Fortbewegungsoptionen und noch tiefere Teamtaktiken einführen.

Wer ist hier der böse Zwilling?

Ihr schlüpft in die Rolle des Prinzen oder der Prinzessin von Azuria, welche neben ihrem Adelstitel auch noch einen richtigen Job als Anführer der Ranger innehaben. Die Ranger sind eine Organisation, welche sich den Schutz der Umwelt und damit auch der Monster auf die Fahne geschrieben hat. Sie verstehen sich so gut mit ihren “Monsties”, dass sie auf ihnen reiten und sogar Seite an Seite mit ihnen kämpfen.

Während sich die Hauptgeschichte im Spiel um das Schicksal des Landes Azuria und eine düstere Prophezeiung drehen wird, ging es in meinem Demo-Abschnitt etwas beschaulicher zu. Ich begleitete nämlich eigentlich nur Jung-Rangerin Thea auf ihrem ersten Auftrag als frisch gebackene Ranger-Rekrutin.

Erster Anlaufpunkt ist ein Aussichtsturm, um sich einen Überblick zu verschaffen und um da hinzukommen, gingen es für einen kurzen Ausflug in die offene Spielwelt. Auch wenn ich noch nicht viel davon zu sehen bekam, wirkt diese schon sehr einladend. Die farbenfrohe und charmante Grafik, welche wir schon in Stories 1 und 2 bewundern durften, macht auch in ihrer upgedateten Version Lust, einfach gemeinsam mit seinem Rathalos über die grünen Hügel zu heizen.

Denn da nur der Pöbel zu Fuß geht, schwingen wir uns sofort auf den Rücken unseres ganz persönlichen Reit-Rathalos. Die zweibeinige Wyvern ist zwar schon ziemlich beeindruckend, am Turm angekommen, stehen wir aber vor einem kleinen Problem. Unser Rathalos kann zwar rennen, gleiten, Feuerbälle spucken und mit seinem mächtigen Schwanz ordentlich austeilen (wahrscheinlich mixt er auch noch verdammt gute Erdbeer-Daiquiris und singt in einer Jazz-Band), klettern (oder fliegen) geht aber nicht. 

Um den Turm dennoch erklimmen zu können, wechseln wir auf unseren Tobi-Kadachi. Die Reißzahnwyvern schockt ihre Gegner gerne mit Elektrizität und hat Krallen, die es ihr ermöglichen, die Steinwände des Turms empor zu klettern. Das Prinzip erinnert an die Reit-Pokemon in Pokemon Legends: Arceus. Wollt ihr hier schnell vorankommen, dann springt ihr auf den Rücken von Damythir, über das Wasser geht es nur auf Salmagnis und Klettern kann ausschließlich Snieboss. Da wird ja allein die Fortbewegung schon zur taktischen Teamleistung.



Nachdem wir uns für eine Richtung entschieden haben und einige kleinere Scharmützel gegen eine Horde Velociprey (kleine Dino-artige Kreaturen) und ein Paolumu (eine Mischung aus Fledermaus, Drache und Wattebausch) stehen wir im finalen Kampf einem angriffslustigen Chatacabra gegenüber. Allerdings wachsen auf dem Rücken dieses speziellen Exemplars einige sonderbare Kristalle, welche der Riesen-Kröte Elektro-Attacken verleiht und sie schneller, stärker und damit gefährlicher macht.

Schere, Stein, Papier, Motorsäge, Wolkenkratzer, Schnapsglas, Raumstation

Der Kampf in Monster Hunter Stories 3 (und allen anderen Teilen der Reihe) findet zwar rundenbasiert statt, das macht ihn aber alles andere als trivial. Bei den dutzenden Skils, verschiedenen Elementen, Ladungen, die sich aufbauen, verschiedenen Waffen, und Balken, die ansteigen, bieten sich gar Vergleiche mit Fire Emblem oder Final Fantasy an. 

Wir treten mit vier Gruppenmitgliedern den Kampf gegen den Chatacabra an. Darunter natürlich unser Rathalos und das Monstie von Thea, aber auch der Prinz selbst (also wir) und seine junge Begleiterin greifen zu den Waffen. Wo Monster Hunter Stories immer als “Pokemon in Monster Hunter” beschrieben wird, bröckelt der Vergleich (zumindest was den Kampf anbelangt) spätestens hier. Unsere Monstie kämpfen nicht für uns, sondern mit uns.



Vor jeder Runde wird euch angezeigt, auf welchen eurer Verbündeten der Feind es abgesehen hat. Jetzt entscheidet ihr euch, welche Waffe ihr nutzen wollt, mit welchem Skill ihr welchen Körperteil angreift und welches Monstie mit euch kämpft. Zwischen den beiden Kontrahenten kommt es dann zu einer Konfrontation, die natürlich beide für sich gewinnen wollen. 

Die meisten Angriffe fallen unter ein System, dass an Schere-Stein-Papier erinnert. Starke Angriffe schlagen technische Attacken und die wiederum sind effektiv gegen schnelle Angriffe, welche dann ihrerseits gegenüber starken Attacken im Vorteil sind. In einer Konfrontation kommt es also darauf an, welche Art von Angriff ihr und euer Gegner gewählt haben. Der Sieger darf schließlich seinen Schaden zufügen. Alle anderen Kampfteilnehmer ziehen ihre Attacken ungestört durch.

Die Frage ist nur, welche Art von Angriffe der Chatacabra nun bevorzugt. Hier hilft Erfahrung oder eben der Weg des schmerzhaften Lernens, um es herauszufinden. Noch dazu ändern sich die Angriffsmuster der Monster oft im Laufe des Kampfes. Wer sich in der Hauptreihe auskennt, dem werden aber einige Verhaltensmuster bekannt vorkommen. Unser Chatacabra verstärkt zum Beispiel sowohl in Monster Hunter als auch in Stories seine Vorderbeine mitten im Kampf mit harten Felsen, um die Wucht seiner Angriffe zu erhöhen.



Aber auch ihr selbst habt einige Tricks auf Lager, könnt im Kampf auf euer Reittier aufsteigen, um selbst härter zuzuhauen oder direkt mit eurem Begleiter einen Synchron-Angriff ausführen. Ich würde weder die Worte “einfach” noch “übersichtlich” benutzen, um das Kampfsystem von Monster Hunter Stories 3 zu beschreiben. 

Dennoch übt es eine merkwürdige Faszination auf mich aus. Mit jedem Kampf lernt ihr mehr über eure Fähigkeiten und die eurer Begleiter und der Monster. Die taktischen Möglichkeiten scheinen vielzählig, aber nicht ausufernd und könnten genau das richtige Maß aus Komplexität und Zugänglichkeit bieten. Die nächste Unterrichtsstunde in Sachen Kämpfe beginnt frühestens am 13. März 2026, wenn Monster Hunter Stories 3 für Nintendo Switch 2, PlayStation 5, Xbox Series X|S und den PC erscheint.

Fazit

Sebastian Ruppert - Portraitvon Sebastian Ruppert
Der nächste große Schritt in der Monstie-Jagd für ambitionierte Taktiker

Monster Hunter Stories 3 wirkt schon jetzt wie die konsequente Weiterentwicklung des charmanten Spin-offs. Die Mischung aus farbenfrohem Abenteuer, taktisch fordernden Kämpfen und dem besonderen Reiz, Seite an Seite mit Monsties in die Schlacht zu ziehen, hat mich sofort gepackt. Wenn Capcom die Balance aus Zugänglichkeit und Tiefgang hält, dürfte Stories 3 nicht nur Fans der Vorgänger, sondern auch neugierige Monster-Hunter-Veteranen begeistern. Nach meiner Anspielsession habe ich jedenfalls richtig Lust auf das fertige Spiel bekommen.

>>Jetzt wird aufgesattelt: Die 10 ikonischsten Reittiere in Videospielen<<

Besonders spannend finde ich, wie die neuen Fortbewegungsoptionen und die vielseitigeren Kämpfe das klassische Stories-Feeling auffrischen. Der Wechsel zwischen verschiedenen Monsties sorgt nicht nur für Abwechslung, sondern auch für kleine taktische Kniffe, die über simple „JRPG-Routine“ hinausgehen. Wenn die volle Version diesen Eindruck halten kann, könnte Stories 3 das bisher beste Bindeglied zwischen Monster-Hunter-Flair und JRPG-Erzählkunst werden.

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