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Test - Metro: Last Light - Chroniken-Pack : Kurz, aber gut

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Der Endzeit-Shooter Metro: Last Light konnte voll überzeugen und sorgte nicht nur mit toller Endzeitatmosphäre, sondern auch mit technischen Höhepunkten und schicker Grafik für eine Menge Freude. Nach Fraktions-, Turm- und Entwickler-Pack erscheint nun mit dem Chroniken-Pack der vierte und letzte DLC zum moderaten Preis von 4,99 Euro auf Steam – sofern ihr nicht ohnehin Inhaber des Season Pass seid. Lohnt sich der kleine Happen?

Statt nur ein paar weitere Missionen aus der Sicht von Hauptfigur Artjom abzuliefern, haben sich die Entwickler dieses Mal etwas anderes einfallen lassen. So erlebt ihr drei Missionen aus der Sicht von Nebencharakteren des Spiels, wobei diese drei Missionen eng an die Hauptgeschichte geknüpft sind beziehungsweise parallel dazu ablaufen und damit die Geschichte ein wenig ergänzen. Erfreulicherweise haben die Entwickler daran gedacht, die drei Missionen abwechslungsreich zu gestalten und quasi alle wichtigen Spielelemente des Hauptspiels aufzugreifen.

Die Pavel-Mission führt euch erneut in die bizarre Siedlung Venedig mit ihrem giftig-grünen Wasser (wenn man es denn so nennen kann). Pavel ist Gefangener der Faschisten mitten im Banditenlager unterhalb von Venedig. Geschickt schafft er es jedoch, sich seiner Fesseln zu entledigen, und muss nun einen Weg aus dem Lager finden und aus Venedig entkommen. Die inhaltlich mit etwa 30 Minuten längste Mission des Paketes setzt vor allem auf heimliches Vorgehen, denn ihr habt nur sehr wenig Munition, seht euch aber vielen gut bewaffneten Feinden gegenüber. Die verschachtelte Struktur kommt euch dabei ein wenig entgegen, sorgt aber mitunter auch für böse Überraschungen, wenn ihr nichts ahnend auf einmal vor einem Gegner steht.

Als Scharfschützin Anna erlebt ihr eine Mission des Hauptspiels aus anderer Perspektive. Ihr erinnert euch sicherlich noch an die Mission ziemlich zu Beginn des Hauptspiels, in der ihr mit Artjom hinter dem kleinen Schwarzen her wart. Dabei gab euch Anna Feuerschutz gegen die Mutanten im botanischen Garten Moskaus. In der Anna-Mission spielt ihr genau diese Mission, aber aus der Sicht von Anna. Mit dem Scharfschützengewehr gebt ihr Artjom Feuerschutz und versucht, ihn zu erreichen, als er schlussendlich überwältigt wird. Die Mission überzeugt mit schicker Optik an der Oberfläche, ist dafür aber kurz und knackig und bietet intensive Feuergefechte, für die euch reichlich Munition zur Verfügung steht. Allerdings dürft ihr währenddessen nicht vergessen, auf eure Atemfilter zu achten, was in der Hitze des Gefechts durchaus mal für Schwierigkeiten sorgen kann.

Metro: Last Light - Chroniken-Pack DLC Release Trailer
Mit dem Chroniken-Pack könnt ihr euch jetzt das letzte DLC-Paket zum Shooter sichern; der Trailer verrät, worum es geht.

Schlussendlich erlebt ihr einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit von Khan, wobei ihr jedoch zunächst als Ulman unterwegs seid, der mittels einer Sprengung einen Transport der Roten aufhalten soll, um sich hinterher mit Khan nach Polis durchzuschlagen. Diese Mission setzt auf eine düstere und bedrohliche Atmosphäre in den Tunneln. Ein geisterhafter Zug voller längst verwester Leichen, Anomalien, Spinnenwesen, Ratten und eine Menge Mutanten sorgen hier sowohl für Action als auch Nervenkitzel.

Leider ist auch diese Mission nach kurzer Zeit absolviert, sodass der DLC mit einer Gesamtspielzeit von etwa einer Stunde (wenn überhaupt) leider sehr kurz geraten ist. Immerhin, die Missionen sind gut gestaltet, teilweise recht spannend und intensiv. Spielerische Neuerungen sind allerdings nicht zu entdecken. Ihr nutzt quasi die üblichen Mittel, um euch eurer Gegner zu entledigen.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp

Ein bisschen mehr Umfang hätte ich mir vom Abschieds-DLC zu Metro: Last Light ja schon gewünscht. Mit rund einer Stunde, je nach Schwierigkeitsgrad, für drei Missionen ist das Chroniken-Pack eher ein kleiner Nachtisch als eine ernst zu nehmende Erweiterung. Immerhin, mit knapp fünf Euro ist der DLC allerdings auch recht preiswert und wer gern noch mal ein bisschen Zeit im Metro-Universum verbringen will, macht damit wenig verkehrt. Wobei man sich dann überlegen kann, sich den Season Pass zu kaufen, denn der ist mittlerweile für knapp 15 Euro zu haben. Aber auch wenn der Ausflug nur kurz war: Es war schön, mal wieder ins zerstörte Moskau zurückzukehren, und die drei Missionen machen dank ihrer Atmosphäre und unterschiedlichen Gestaltung durchaus Spaß.

Überblick

Pro

  • drei abwechslungsreiche Missionen
  • interessante Einblicke in Nebencharaktere des Hauptspiels
  • visuell erneut sehr beeindruckend

Contra

  • leider sehr kurz
  • keine spielerischen Neuerungen

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