News - Marathon : Stimmung bei Bungie im Keller, Release gefährdet?
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Es läuft einfach nicht rund bei Bungie. Schon bei Destiny gab es einiges an Stolpersteinen und nun scheint auch bei Marathon einiges nicht wirklich zu klappen. Die Stimmung ist im Keller.
Was ist denn da bitte los bei Bungie? Schon Destiny 2 hatte in den letzten beiden Jahren mit massiven Problemen zu kämpfen, von schwachen Erweiterungen bis hin zu reichlich Tritten in jeden nur möglichen Fettnapf. Das scheint sich bei Marathon nun fortzusetzen, dem Extraction-Shooter, in den das Studio so viel Hoffnung legt. Die aktuellen Plagiatsvorwürfe setzen dem Drama rund um das Spiel nun erneut eine Krone auf.
Einem Bericht von Forbes zufolge hat eben dieser Vorgang nun die Stimmung im Studio weiter die Kellertreppe hinunter geworfen. Kürzlich hatte sich eine Künstlerin beschwert, dass Bungie ihre Artworks unerlaubterweise in Marathon verwendet habe - ein Vorwurf, den das Studio mittlerweile bestätigt hat. Verantwortlich dafür sei ein früherer Mitarbeiter gewesen. Sony und Bungie sind nun offenbar dabei, das Geschehen rechtlich aufzuarbeiten, parallel dazu werden die aktuellen Assets akribisch unter die Lupe genommen.
Das hat nun auch noch dafür gesorgt, dass in einem Livestream am Freitag kein weiteres Gameplay-Material des Spiels gezeigt wurde, sondern unter anderem auch die Plagiate thematisiert wurden. Den Kommentaren der Zuschauer nach hat der Stream nicht unbedingt dafür gesorgt, die Stimmung in der potentiellen Spielerschaft zu verbessern, zumal es nicht der erste Fall von Plagiaten seitens des Studios war.
Zusammen mit der Tatsache, dass das Feedback auf die erste Alpha ziemlich durchwachsen war, ist die Stimmung im Team offenbar nicht gerade auf einem Höhepunkt. Zudem wurde erst kürzlich der Marketingplan für das Spiel über den Haufen geworfen und wird überarbeitet, auch eine geplante offene Beta für den August wurde wieder in Frage gestellt.
Branchen-Insider Paul Tassi von Forbes habe von seinen Quellen innerhalb und außerhalb von Bungie in Erfahrung gebracht, dass sich die Moral in allen Abteilungen im Keller befindet und die Stimmung noch nie so mies war. Groß ist demnach auch die Sorge, was mit Bungie passiert, wenn Marathon floppen sollte. Nach den Problemen mit Destiny 2, dessen letzte Erweiterungen deutlich unter den Erwartungen verkauft wurden, gefolgt von Entlassungen, wäre das etwas, was das Studio wohl nicht verkraften würde. Im Hinterkopf wird da sicherlich auch der gnadenlose Flop von Concord rotieren, dessen Entwicklerstudio eingestampft wurde.
Es bleibt nun abzuwarten, ob es Bungie und Eigentümer Sony gelingt, das Ruder noch herumzureißen. Offen ist auch noch, ob die aktuellen Ereignisse zu einer möglichen Verschiebung des Release-Termins am 23. September führen oder Sony am Ende gar noch die Reißleine zieht.


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