Test - Lego DC Super Villains : Böse Klötzchen

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Greift zu, wenn...

… ihr das DC-Comicuniversum mögt und von den Lego-Spielen noch immer nicht genug habt

Spart es euch, wenn...

… ihr neue Spielmechaniken erwartet oder hofft, mit den Schurken so richtig böse sein zu können.

Fazit

Denis  Brown - Portraitvon Denis Brown
Das nächstbeste (gute) Lego-Spiel

Verlange ich zu viel, wenn ich mir ein paar neue Spielelemente in einem Lego-Spiel wünsche? So gut die Formel noch immer funktionieren mag, sie ist allmählich etwas ausgelutscht und der Spielablauf zu vorhersehbar. Gerade bei den DC-Superbösewichten hätte ich mir mehr anarchistischen Charme gewünscht. Ein wenig mehr Chaos, einen Hauch mehr vom kindischen Verständnis des Böseseins. Mir ist Lego DC Super Villains angesichts der theoretischen Möglichkeiten viel zu brav.

Ich will gar nicht zu streng mit diesem Spiel sein. Der Sammelmarathon, die Zerstörungswut, die mannigfaltigen Talente der Hauptdarsteller – all das füllt die Spielzeit noch immer ordentlich und wird auch nicht langweilig. Die Frage ist nur, ob jemand, der schon ein oder zwei Lego-Games im Regal stehen hat, allein durch den Austausch der Spielfiguren motiviert wird, einen weiteren Titel derselben Machart zu kaufen. So liebevoll Traveller’s Tales mit dem Inhalt der Lizenzen umgeht, so verschwendet wirken die tolle Synchronisation und die fantasievolle Grafiken im Rahmen eines Spiels, das man in dieser Form schon zigmal gespielt hat.

Eine Kritik dieser Art muss Neulinge natürlich nicht abschrecken. Wer zum ersten Mal ein Lego-Spiel angeht, wird auch mit diesem auf gutem Niveau unterhalten. Und vor allem über lange Zeit hinweg, denn die 15 Stunden des Kampagnenkerns sind nur der Anfang. Nebenmissionen und wiederholte Durchgänge, um alle versteckten Sammelgegenstände zu finden, verbessern das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Bugs dürfen aber gerne durch Updates beseitigt werden.

Überblick

Pro

  • unverwüstliches Spielprinzip
  • kindgerechter Humor
  • umfangreicher Charaktereditor
  • Sammelmarathon
  • hoher Wiederspielwert durch viele Kombinationen an Spielfiguren
  • drei Schauplätze
  • einfach gestrickte, aber offene Welt
  • Haupt- und Nebenmissionen
  • tolle Synchronisation
  • nette Grafik
  • guter Soundtrack
  • simultaner Zwei-Spieler-Modus (nur lokal)

Contra

  • Spielsystem inzwischen etwas ausgenudelt
  • diverse Bugs
  • trotz Schurkenriege nicht richtig böse
  • keine Dialoge mit dem selbst gemachten Schurken

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