News - League of Legends : Belästigung und Sexismus: 150 Mitarbeiter streiken

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Aus einer Drohung wird nun ernst. 150 Mitarbeiter von Riot Games streiken nun, da sie mit dem Umgang des League-of-Legends-Entwicklers mit Sexismusklagen hadern.

Nachdem vor wenigen Wochen bekannt wurde, dass Entwickler und Entwicklerinnen bei Riot Games gegen den League-of-Legends-Macher streiken wollen, wurde nun aus der bloßen Drohung Ernst. Grund dafür waren Vorwürfe wegen sexueller Belästigung und sexistischer Diskriminierung und Unmut über den Umgang des Unternehmens mit daraus resultierenden Klagen. Aus diesem Grund legten 150 Beschäftigte ihre Arbeit nieder und protestierten auf dem Firmenparkplatz in Los Angeles, wie Kotaku berichtet. Eine Mitarbeiter drohte sogar mit Kündigung: "Ich kündige, weil ich niemanden sehen will, der von höher gestellten Leuten bei Riot beschützt wurde."

Denn offenbar waren auch Vorgesetzte an den Belästigungen beteiligt. Zwar wurde Scott Gelb im August 2018 für zwei Monate unbezahlt beurlaubt, den Riot-Mitarbeitern ist das allerdings nicht genug. Grund für den Ärger ist nicht nur die Belästigung an sich, sondern auch die Art, wie sich das Unternehmen im Umgang mit den Klagen zweier ehemaliger Mitarbeiterinnen verhalten hat. Diese wurden mittels Schlichtung außergerichtlich beigelegt. Möglich machte dies eine Klausel im Arbeitsvertrag, die Anzeigen gegen Riot im Fällen von Diskriminierung und nicht gezahlter Löhne abweist.

Wie es nun weitergeht, ist zumindest bis zum 16. Mai klar. Bis zu diesem Zeitpunkt wollen die Streikenden der Geschäftsführung Zeit geben, schlichtend zu reagieren. Sollten die Versuche kein zufriedenstellendes Resultat ergeben, werden weitere Schritte eingeleitet.

Riot Games hatte bereits vor dem Streik eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der angegeben wurde, dass man das Anliegen der Mitarbeiter ernst nehme: "Sobald der aktuelle Rechtsstreit beigelegt ist, werden wir neuen Mitarbeitern die Möglichkeit geben, die obligatorische Schlichtung im Falle von individueller sexueller Belästigung oder sexuellen Übergriffen abzulehnen. Dann werden wir auch eine Antwort darauf haben, ob diese Ablehnungs-Option weiter ausgebaut und auf alle Riot-Mitarbeiter ausgedehnt wird." 

This is over 150 employees at Riot Games doing a walkout to protest forced Arbitrations. This is the first walkout to ever occur in the video game industry. from r/gaming

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