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Test - Hyperkin The Competitor : Test: Xbox-Controller mit DualSense-Vibes

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Hyperkin war bisher vor allem die Marke für Retro-Fans mit Adaptern für alte Konsolen oder Neuauflagen klassischer Controller. Mit dem neuen The Competitor zielt das US-Unternehmen nun auf ein ganz anderes Publikum: aktive Xbox- und PC-Spieler, die ein modernes, technisch sauberes Gamepad zum fairen Preis suchen. Und siehe da, für weniger als 60 Euro entpuppt es sich als kleiner Geheimtipp, gerade für alle, die den PlayStation-Controller ergonomisch bevorzugen, aber auf Xbox unterwegs sind.

Schon beim ersten Blick fällt auf: Der Competitor sieht für einen Xbox-Controller ungewöhnlich vertraut aus – zumindest für PlayStation-Spieler. Hyperkin bricht mit der Tradition der asymmetrischen Stick-Anordnung und setzt auf ein symmetrisches Layout, das fast eins zu eins an den DualSense erinnert. Das wirkt zunächst befremdlich, erweist sich im Test aber als überraschend angenehm. Besonders Shooter- oder Action-Fans, die häufig zwischen PC und PS5 wechseln, dürften das vertraute Handling zu schätzen wissen.

Mit 59,90 Euro (Straßenpreis um die 55 Euro) liegt der Controller preislich im Mittelfeld, bietet dafür aber einige Features, die man in dieser Preisklasse kaum erwartet. Die Hall-Effekt-Sticks arbeiten präzise, driften nicht und vermitteln ein angenehm gleichmäßiges Steuergefühl. Auch die Impuls-Trigger reagieren sauber, ohne zu empfindlich zu wirken. Die analoge Steuerung funktioniert hervorragend, etwa bei Rennspielen, wo man das fein dosierte Gasgeben und Bremsen richtig merkt.

Das segmentierte D-Pad verdient ebenfalls Lob: Die Druckpunkte sind klar definiert, das Steuerkreuz reagiert präzise, ein echtes Plus für Fighting-Game-Fans oder Nostalgiker, die mit klassischem D-Pad spielen. Zwei zusätzliche Tasten an der Unterseite erweitern die Eingabemöglichkeiten, sind gut positioniert und lassen sich per Schiebeschalter deaktivieren. Auf eine dedizierte App hat Hyperkin verzichtet, die Programmierung der Zusatztasten erfolgt per Tastenkombination.

Beim Material und der Verarbeitung zeigt Hyperkin solide Handwerkskunst. Das Gehäuse wirkt stabil, die teils aufgeraute Oberfläche sorgt für soliden Grip und der Controller liegt auch bei längeren Sessions angenehm in der Hand. Weniger überzeugend ist das Vibrationsfeedback, das etwas schwachbrüstig wirkt. Wer also auf wuchtige Rumbles steht, dürfte hier etwas enttäuscht sein.

Kritikpunkt Nummer zwei ist natürlich der Kabelzwang. Während gefühlt jeder Hersteller inzwischen kabellose Varianten anbietet, bleibt Hyperkin beim klassischen USB-Anschluss. Immerhin ist das Kabel mit rund drei Metern lang genug, und der Controller funktioniert dafür absolut latenzfrei.

Auch bei den Tasten gibt’s Licht und Schatten: Die Aktionstasten setzen auf klassische Membranschalter statt Mikroschalter. Das klingt altmodisch, funktioniert aber gut. Die Druckpunkte sind sauber und der Widerstand angenehm. Dennoch hätten Mikroschalter das hochwertige Innenleben des Pads perfekt abgerundet, allerdings wäre der günstige Preis dann wohl nicht mehr zu halten gewesen.

Greift zu, wenn...

… ihr auf PC oder Xbox spielt, aber lieber das DualSense-Layout mit Hall-Effekt-Sticks in der Hand habt.

Spart es euch, wenn...

… euch Kabelsalat auf die Nerven geht oder ihr Mikroschalter bevorzugt.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Grundsolider PC- und Xbox-Controller für DualSense-Fans

Mit dem Competitor gelingt Hyperkin der Sprung aus der Retro-Nische in die Gegenwart. Der kabelgebundene Controller überzeugt mit präziser Technik, starkem Handling und hochwertigen Hall-Effekt-Sticks, die selbst deutlich teureren Pads Konkurrenz machen. Zwar fehlen kabellose Freiheit und Mikroschalter, doch das solide Gesamtpaket und der faire Preis machen ihn zu einer echten Empfehlung, besonders für PC- oder Xbox-Spieler, die den Komfort und die Symmetrie eines DualSense-Controllers schätzen.

Ein sauberes Gerät, dass sich nahtlos an die ebenfalls starke Konkurrenz von Firmen wie 8bitDo, GuliKit oder GameSir anschließt, mit dem PlayStation-orientierten Design aber einen eigenen Weg geht. Problematisch könnte allerdings werden, dass der Preisunterschied zum DualSense-Controller nicht so irrsinnig groß ist und damit die Hall-Effekt-Sticks als einziger echter Pluspunkt bleiben. 

Überblick

Pro

  • Hall-Effekt-Sticks und Impuls-Trigger
  • präzises, segmentiertes D-Pad
  • saubere Verarbeitung, gute Ergonomie
  • zwei gut platzierte Rücktasten mit Deaktivierung
  • symmetrisches Stick-Layout als PS5-Alternative
  • fairer Preis

Contra

  • nur kabelgebunden
  • Aktionstasten mit Membranschaltern
  • Vibrationsfeedback etwas schwach

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