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Test - Honkai Star Rail : Das steckt im neuen Update 3.0 Lobgesang auf die Ära Nova

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Patch 3.0 für Honkai Star Rail ist da und wie immer, wenn die Versionsnummer eine ganze Zahl erreicht (also 3.0 statt 2.9) bedeutet das jede Menge frischen Inhalt und eine brandneue Haupthandlung. Die Geschichte rund um den neuen Schauplatz Amphoreus soll die umfangreichste sein, die das Spiel bisher beinhaltet. Wir haben uns durch die Story gekämpft und verraten euch, was das Update zu bieten hat.

Uneingeweihte wissen vielleicht noch gar nicht, dass es sich bei Honkai Star Rail um ein Rollenspiel mit rundenbasierten Kämpfen handelt, welches vom chinesischen Entwickler miHoYo stammt. (Jetzt wisst ihr es!) Unsere Hauptfigur “Trailblazer” (je nach Vorliebe männlich oder weiblich) fliegt mit einem Raumschiff in Form eines Zugs von Planet zu Planet und hilft vollkommen uneigennützig dort aus, wo er (bzw. sie) eben benötigt wird.

Begleitet wird er dabei von diversen Charakteren, die er unterwegs aufgegabelt hat und die seinem Team beigetreten sind. Dazu gibt es natürlich noch eine dramatische Backstory, die den Protagonisten antreibt. Die dient allerdings hauptsächlich dazu, die einzelnen Planeten miteinander (halbwegs) logisch zu verbinden.

Jetzt jedenfalls geht die Reise des Astralexpress weiter. In Update 3.0 wartet nicht nur ein völlig unbekannter Planet auf unsere Heldengruppe, sondern auch ein weiterer Pfad (praktisch eine neue Klasse) für unseren Hauptcharakter, einige neue Spielelemente und natürlich jede Menge weiterer Figuren für eure Sammlung. Nächster Halt: Amphoreus!

Helden mit Gottkomplex

Nachdem sich die Crew des Astralexpress von Penacony, dem Planeten der Festlichkeiten, verabschiedet hat, geht es jetzt nach Amphoreus, den Planeten der Ewigkeit. Dank eines ominösen kosmischen Schleiers ist so gut wie nichts über den Planeten bekannt, umgekehrt wissen die Bewohner aber auch nicht, dass es außerhalb ihrer Welt noch andere Lebewesen gibt. Zumindest bisher, denn jetzt steckt der Trailblazer (also wir) seine Nase in die fremden Angelegenheiten des Planeten.

Der kann allerdings jede Hilfe gebrauchen, denn seit Jahrtausenden macht sich die “schwarze Flut” über Amphoreus breit - eine Art Krankheit, die alle betroffenen Wesen in den Wahnsinn treibt. Dummerweise sind auch die 12 gottgleichen Titanen, die die Welt erschaffen haben sollen, dagegen nicht immun. Und so bleibt der Menschheit nach langen Kriegen unter den Titanen nur noch die Heilige Stadt Okhema als letzte Zuflucht, während der Rest des Planeten im Chaos versinkt.

Einzige Hoffnung für Amphoreus ist eine Gruppe von Helden, die daran arbeitet, einen Titanen nach dem anderen zu töten, durch deren göttlich Kernflamme selbst zu Halbgöttern zu werden und so die schwarze Flut zurückzudrängen. Zwar haben diese “Erben von Chrysos” in den vergangenen Tausenden von Jahren nur die Hälfte aller Titanen erledigt, aber jetzt, wo die Trailblazer da sind, wird es hoffentlich ein wenig schneller gehen. (Nämlich ziemlich genau bis Patch 3.7)

Die Sphinx wäre stolz auf euch

Neben Kämpfen gegen korrumpierte Wachen und wild gewordene Titanen stellt euch Amphoreus auch vor diverse Rätselpassagen und thematisch passend zum “Planeten der Ewigkeit” dürft ihr dabei sogar ein wenig mit der Zeit herumspielen. So erhaltet ihr zum Beispiel die Fähigkeit, bestimmte Umgebungsobjekte in der Zeit zurückzudrehen.

Zerfallene Säulen stehen dann auf einmal wieder aufrecht, was euch neue Wege eröffnet, oder riesige Steinkugeln rollen zurück auf ihre eigentlich zerfallenen Podeste, nur um von euch dann wieder in Richtung von Feinden oder den Weg versperrenden Kisten geschubst zu werden. Gerade die großen Rätselräume gegen Ende der Handlung, in denen ihr mehrere Mechaniken kombinieren müsst, machen richtig Laune.

Zwischendurch findet ihr auch mal kleine Quick-Time-Events oder versteckte Schätze, die sich mit der neuen Fertigkeit abstauben lassen. So richtig schwierig sind die Rätsel für gewöhnlich nicht. Meist könnt ihr nicht mal scheitern, sondern werdet schlimmstenfalls nach einigem Herumprobieren vom Spiel an die Hand genommen und auf die richtige Lösung hingewiesen. Gerade bei storyrelevanten Puzzles ist das natürlich besonders wichtig, denn schließlich will man irgendwann ja doch mal weiterkommen. Einige der optionalen Rätsel können aber auch richtig knifflig werden. Da bleibt euch der ein oder andere Schatz dann auch mal verschlossen. (Was uns natürlich nie passiert ist.)

Das Thema der Zeitmanipulation passt auch perfekt zum gesamten Flair des Planeten. Architektonisch und kulturell ist Amphoreus nämlich inspiriert vom antiken Griechenland, während die Trailblazer aus dem All eher futuristisch unterwegs sind. (Auch wenn ihr Raumschiff aussieht wie eine alte Dampflok.) Das erinnert fast schon an frühe Star-Trek-Episoden, in denen die Crew der Enterprise mal wieder einen Planeten besucht, der im Wilden Westen, dem Mittelalter oder einer anderen historischen Epoche der Erde steckengeblieben ist. Nur mit weniger Klingonen.

Keiner ist Herta als die große Herta!

In Honkai Star Rail besteht euer Team stets aus vier Helden, die ihr aus dem Pool an Figuren frei wählen könnt - zumindest, wenn ihr sie erstmal in Besitz habt. Honkai und seine Schwester-Games vom selben Entwickler wie Genshin Impact oder Zenless Zone Zero (Test) sind nämlich bekannt für ihr Gacha-System. Wollt ihr einen speziellen der zahlreichen Charaktere in euer Team aufnehmen, braucht ihr erstmal eine Menge Glück.

Gegen eine gewisse Gebühr, die ihr entweder mit Ingame-Währung oder Echtgeld begleichen könnt, zieht ihr am virtuellen einarmigen Banditen und bekommt zufällig Figuren ausgespuckt. Einige seltene 5-Sterne-Charakter sind sogar immer nur für einen kurzen Zeitraum (sogenannte “Banner”) erhältlich. Ein bestimmtes Team zusammenzustellen, kann also ein wenig Zeit und/oder Währung (real oder ingame) kosten.

Einige der Charaktere aus der Story von Amphoreus werden in Zukunft natürlich auch wieder als spielbare Figuren erhältlich sein. Das erste Banner in 3.0 gehört allerdings erstmal einer alten Bekannten. Die große Herta, Mitglied Nr. 83 der angesehenen Geniusgesellschaft und die Emanatorin der Gelehrsamkeit (was auch immer das alles bedeutet), ist der erste neue 5-Sterne-Charaktere, der eurem Team beitreten könnte.

Dabei gibt es sogar schon EINE Herta als spielbaren Charakter, aber eben nicht DIE GROßE Herta (wichtiger Unterschied). Während die bisherige 4-Sterne Herta nur eine Marionette war, wie wir sie bereits auf der Herta-Raumstation kennenlernen durften, handelt es sich bei der großen Herta jetzt um das Original.

Beide Hertas sind Eis-Charaktere und wandeln auf dem Pfad der Gelehrsamkeit. Die große Herta brilliert vor allem, wenn es um Flächenschaden geht. Im Kampf verteilt sie dann einen stapelbaren Debuff, der ihren Schaden immer weiter erhöht. Ihr Ultimate schiebt den größten Stapel unter den Gegnern auf einen einzelnen, starken Gegner und fügt allen Feinden ordentlich Eis-Schaden zu.

Im Anschluss an Hertas Banner folgt Anfang Februar dann der erste “echte” Amphoreus 5-Sterne-Charakter Alglaea. Die ehemalige Schneiderin und legendäre Heldin hat bereits die göttliche Macht der “Romantik” in sich aufgenommen und hilft jetzt bei der Rekrutierung und Vorbereitung der neuen Generationen an Helden. Ihr Kampfstil ist geprägt von einem Tanzduett mit ihr und ihrer Schneiderpuppe. Genaueres können wir allerdings noch nicht sagen, denn Alglaea durften auch wir noch nicht ausprobieren.

Den Rest der Amphoreus-Rasselbande gibt es dann aber frühestens in Version 3.1. Wir nutzen die Zeit bis dahin einfach, um vielleicht doch noch diese bockschweren Bonus-Rätsel zu lösen. Das wird ja hoffentlich keine tausend Jahre dauern …

Greift zu, wenn...

… euch der weitere Weg des Trailblazers interessiert.

Spart es euch, wenn...

… ihr anfällig dafür seid, bei Gacha-Games zu viel Geld auszugeben.

Fazit

Sebastian Ruppert - Portraitvon Sebastian Ruppert
Eines der gelungensten Updates, die Honkai bisher hatte

So muss der Auftakt zu einem neuen Honkai-Kapitel aussehen! Das antike Griechenland mag einem bei einem Sci-Fi-Titel zwar nicht unbedingt als Erstes in den Sinn kommen, aber die Hintergrundgeschichte mit den korrumpierten Titanen orientiert sich ja auch nur leicht am realen Vorbild. Als Kulisse für die epische Schlacht von Menschen gegen Titanen eignen sich die alten Griechen aber natürlich perfekt.

Bisher ist die Geschichte schon ziemlich fesselnd. Was steckt hinter der schwarzen Flut? Wie kann man gegen Titanen ankommen? Und ist es wirklich eine gute Idee, eine Gruppe von Egomanen mit (halb-)gottgleichen Kräften auszustatten? Alles berechtigte Fragen, für deren Antworten wir uns wohl noch ein wenig gedulden müssen.

>> Lecker, mächtig, fragwürdig: Die 10 verrücktesten Gerichte in Genshin Impact <<

Die Handlung um den neuen Planeten Amphoreus soll umfangreicher ausfallen als alles bisher Gezeigte. Über ganze 8 Kapitel bzw. Updates hinweg wird sich die Haupthandlung erstrecken und erst mit Version 3.7 kommt es dann zum großen Finale. Wenn der Rest der Geschichte das Niveau hält, was der Auftakt bereits verspricht, dann könnte Amphoreus einer der spannendsten Handlungsstränge sein, die miHoYo uns bisher zu bieten hatte.

Überblick

Pro

  • komplett neue Haupthandlung
  • interessante Charaktere
  • coole Zeitmanipulations-Mechanik

Contra

  • sehr hoher Anteil von Zwischensequenzen an der Spielzeit
  • Rätsel gibt es nur auf den Leveln “Kindergarten” oder “Mensa-Aufnahmetest”

Awards

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