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Preview - Hitman : Der leise Tod

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Hitman Absolution gehörte zu den besseren Ablegern der Hitman-Reihe. Doch auch dieser Teil liegt schon wieder ein paar Jährchen zurück und die Fans dürsten nach mehr. Zum Glück hat IO Interactive ein Herz für die Fans und so wird Agent 47 schon bald wieder Areale infiltrieren und Feinde eliminieren.

Auf der E3 wurde endlich das neue Hitman offiziell vorgestellt. Schon beim Titel wird klar, in welche Richtung die Reise geht. Mit dem simplen Namen Hitman will IO Interactive verdeutlichen, dass man sich auf die Wurzeln besinnt und ein Spiel entwickeln will, das sich mehr an die alten Fans richtet. Die Point-and-Shoot-Mechanik, also die Möglichkeit, die Zeit zu verlangsamen und währenddessen Gegner zu markieren, um sie schnell auszuschalten, wird wohl in der Form nicht mehr im neuen Hitman-Spiel auftauchen. Allerdings äußerten sich die Entwickler nicht ganz deutlich darüber, ob diese Spielmechanik komplett wegfällt. Vielmehr wurde uns erzählt, das Gegenstände und Objekte, die ihr für Attentate nutzen könnt, eine wichtigere Rolle spielen.

Genau das macht ein Hitman-Spiel aus: die Möglichkeit, Objekte in der Umgebung zum eigenen Vorteil nutzen zu können. Um dies zu demonstrieren, flogen die Jungs von IO Interactive mit einer freien Kamera der Entwicklerversion durch einen Level, um uns etliche Möglichkeiten zu zeigen, wie man ein Ziel ausschalten kann. Ort des Attentats war ein wunderschöner Palast in Frankreich. Dort findet eine Modenschau statt und Gäste aus aller Welt genießen das Spektakel. In diesem Getümmel befindet sich irgendwo unser Ziel Viktor. Zwar besitzt Agent 47 eine Einladung, doch die ist noch lange keine Freifahrtschein.

Die Vielfalt des Attentats

Schon im Eingangsbereich gibt es fast schon unzählige Möglichkeiten, um Zielperson Viktor auszuschalten. So steht zum Beispiel eine Fernsehreporterin am Brunnen auf dem Vorhof und berichtet über das Event. Das ist an sich nichts Außergewöhnliches, hört ihr aber ihrer Reportage zu, findet ihr heraus, dass sie später ein Interview mit Viktor führt. Mit diesem Wissen könntet ihr dann das Attentat planen. Eventuell verfolgt ihr sie? Oder vielleicht gibt es eine Möglichkeit, am Ort des Interviews eine Falle zu stellen? Solltet ihr, warum auch immer, die Reporterin beseitigen, findet dieses Interview natürlich nicht statt und eine Tür schließt sich sozusagen. Aber keine Sorge, es gibt noch etliche andere.

Ihr könntet zum Beispiel einen der Techniker k. o. schlagen und dessen Uniform anziehen, um dem Ziel näher zu kommen. Oder ihr schleicht durch abgesperrte Bereiche bis zu einer Regenrinne, die ihr dann hochklettert, um in die erste Etage zu gelangen. Zufälligerweise steht dort nämlich ein Kellner, der gerade eine Raucherpause einlegt. In dessen Klamotten könnt ihr in Bereiche gelangen, die euch sonst nicht zugänglich wären. Ebenso ist es möglich, sich als Barkeeper zu verkleiden und Viktor zu vergiften. Ihr könnt es auch rabiater angehen und einen der Kronleuchter sabotieren, der dann auf sein Ziel herabfällt. Oder ihr lasst gleich die komplette Beleuchtung auf den Laufsteg hinunterkrachen, was natürlich ein hervorragendes Ablenkungsmanöver ist.

Contracts weitergedacht

Wir könnten sehr lange so weitermachen und mögliche Vorgehensweisen beschreiben. Die Entwickler wollen jedenfalls verdeutlichen, dass ihr mit jedem Level einen großen Spielplatz bekommt, der mit etlichen potenziellen Todesfallen gespickt ist. Manche sind sehr allgemein gehalten und können immer auftauchen, manche passen in die Inszenierung des Levels und haben nur dort einen Sinn. Interessant ist aber vor allem der Ansatz, dass es innerhalb der Level offenbar einmalige Ziele geben wird, die nur zu bestimmten Zeitpunkten erledigt werden können.

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Ein von Square Enix neu veröffentlichter Trailer hält frische Spielszenen aus dem neuen Hitman für euch bereit.

Im Endeffekt nimmt IO Interactive die Contracts des letzten Spiels und geht noch einen Schritt weiter. Seid ihr mit dem Internet verbunden, ist es dem Entwickler möglich, neue Ziele auf bestehenden Karten zu platzieren, die nur für einen gewissen Zeitraum dort sind. Ihr habt dann nur einen Versuch, um sie zu erledigen. So bekommt ihr zusätzliche von den Entwicklern entworfene Inhalte. Wie gut das funktionieren wird, muss sich aber erst noch zeigen.

Technisch macht Hitman einen guten, aber nicht überragenden Eindruck. Während der Außenbereich der Villa etwas detailarm wirkt, sehen die Innenräume mit ihrem barocken Stil umso schöner aus. Hier hat IO Interactive wirklich ganze Arbeit geleistet. Wenn die Entwickler es schaffen, die Detailverliebtheit auf alle Bereiche der Levels auszuweiten, erwartet uns ein optischer Augenschmaus.

Fazit

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Noch mehr Freiheiten

IO Interactive lieferte schon mit Hitman Absolution ein sehr gutes Spiel ab. Auch wenn es darin schon etliche Wege gab, ans Ziel zu kommen, ist den Entwicklern unglaublich wichtig zu verdeutlichen, dass genau diese Freiheit beim neuesten Ableger noch vielfältiger werden soll. Als Hitman-Fan darf man sich darauf natürlich freuen. Andererseits finde ich es schade, dass so viel über unterschiedliche Möglichkeiten gesprochen wurde, anstatt mal einen richtigen Spielabschnitt gezeigt zu bekommen oder spielen zu dürfen. Immerhin soll Hitman bereits im Dezember erscheinen. Etwas mehr Selbstvertrauen in das eigene Spiel wäre durchaus angebracht gewesen. Natürlich ist es schön und gut zu hören, was für vielfältige Möglichkeiten es gibt, aber ich hätte mich lieber davon überzeugen lassen, dass sie tatsächlich funktionieren.

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