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Test - Grand Theft Auto: San Andreas : Spiel der Woche 45/04

  • PS2
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Rund zwölf Monate nach dem durchwachsenen 'True Crime: Streets of L.A.' und knapp ein halbes Jahr nach dem enttäuschenden 'DRIV3R' steht mit 'San Andreas' nun endlich wieder eine neue Ausgabe des Originals für die PlayStation 2 in den Läden. Im mittlerweile fünften Teil der 'Grand Theft Auto'-Reihe verschlägt es euch in den 'wilden Westen' der 90er-Jahre. Ob das Spiel dem vorangegangenen Hype gerecht werden kann, klären wir im folgenden Review.

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Staat statt Stadt

Mit dem Wechsel von der Ost- an die Westküste der USA haben die Entwickler gleichermaßen den Protagonisten ausgetauscht: Anstatt die Steuerung eines bisherigen 'GTA'-Gangsters zu übernehmen, schlüpft ihr in 'Grand Theft Auto: San Andreas' in die Rolle von Carl 'CJ' Johnson, einem jungen dunkelhäutigen Mann, welcher nach Jahren der Abwesenheit in seine Heimatstadt zurückkehrt - aus einem traurigen Anlass: dem Tod seiner Mutter. Doch schon bald entdeckt CJ, dass die Trauer nicht sein einziges Problem ist - die Gegend um ihn herum geht den Bach hinunter, Banden bekriegen sich und führen schmutzige Drogen-Geschäfte. Nun liegt es an euch, als CJ die Verhältnisse wieder gerade zu rücken und euren Kumpels aus früherer Zeit auf die Beine zu helfen.

Die Geschichte startet in Los Santos, welches Los Angeles nachempfunden ist, und führt euch im weiteren Verlauf nach San Fierro, einer Imitation von San Francisco, sowie Las Venturas, einem Abbild von Las Vegas. Ihr erkundet also nicht nur eine einzige Stadt, sondern gleich drei, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Los Santos versprüht den typischen Charme einer Großstadt - auf der einen Seite heruntergekommene Ghettos, auf der anderen die strahlenden Villen der Reichen. San Fierro sticht dagegen durch seine steilen Straßen hervor, die sich perfekt für Verfolgungsjagden eignen, und Las Venturas zeichnet sich durch seine atemberaubenden Kasinos aus. Des Weiteren könnt ihr erstmals auch die Umgebung zwischen den Städten besichtigen. So fahrt ihr durch Wälder, Wüsten und Gebirgen, in denen es natürlich ebenfalls allerhand zu sehen und zu erledigen gibt. Insgesamt soll 'San Andreas' etwa die vier- bis fünffachen Ausmaße von 'Vice City' haben, was keinesfalls zu hoch gegriffen ist. Um das gesamte Spiel zu bewältigen, sind 100 Stunden für durchschnittliche Spieler die Untergrenze. Folgt ihr nur der Hauptstory, sind immerhin um die 50 Stunden fällig.

Laufen, Rasen, Schießen - und Trainieren

Trotz des erfrischenden Settings bleibt der fünfte Teil der Reihe spielerisch bei seinen Wurzeln: Ihr bestreitet im Wesentlichen die übliche Mischung aus Fahr- und Baller-Missionen, die inzwischen altbekannt sind, aber dennoch nur wenig von ihrem Reiz verloren haben. Mal gilt es lediglich, einen befreundeten Gangster pünktlich zu einem Treffen zu bringen, ein anderes Mal müsst ihr den Fluchtfahrer spielen oder einen Gegner verfolgen und zur Strecke bringen. Hin und wieder wollen auch komplexere Aufgaben erfüllt werden; etwa wenn ihr euch zunächst Waffen und Verkleidung besorgen müsst, um einen großen Einbruch vorzubereiten. Mini-Spiele, wie zum Beispiel ein Auto im Stile eines Tanz-Spiels hin- und herwippen zu lassen, sorgen dabei für Spaß und Abwechslung.

Als Belohnung für erfüllte Missionen erwarten euch - neben den obligatorischen Dollars - Respekt, den ihr euch in den Gangs hart erarbeiten müsst, sowie Verbesserungen eurer Fähigkeiten. Damit sind wir auch schon beim wichtigsten neuen Feature, das 'Grand Theft Auto: San Andreas' zu bieten hat: die Rollenspiel-Anleihen. CJ steigert sein Können in Bereichen wie Fahren und Schießen durch reine Übung in den Einsätzen. Für Kraft und Kondition geht es dagegen ins Fitness-Studio, wo ihr Gewichte stemmt, um euren Körper zu trainieren. Ebenfalls von Bedeutung sind einigermaßen regelmäßige Mahlzeiten sowie ein passendes Äußeres: Wer mit einem Bierbauch, hängenden Shorts und Afro-Haarschnitt über die Straßen rennt, erntet vielleicht den einen oder anderen Lacher, aber kein Ansehen als harter Gangster.

Die Individualisierung des Protagonisten bringt viel Spaß mit sich und bereichert das Spiel um eine gewisse Tiefe, ohne jedoch belastend zu wirken: Der Muskelaufbau geht äußerst schnell vonstatten, das Umkleiden und Frisieren nimmt nur wenig Zeit in Anspruch. Rockstar hat hier genau den richtigen Mittelweg gefunden; das Charakter-System wirkt weder nebensächlich noch zu umfangreich. Zudem ist CJ nun deutlich flexibler, was seine Bewegungen angeht: Er kann schwimmen, schleichen, über Mauern klettern und in besagten Fitness-Centern neue Kampf-Moves erlernen - ein weiterer Schritt in Richtung noch größerer Freiheit.

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