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Special - Mein erstes Mal: Fallout 4 : Der Neue im Wasteland

  • PC
  • PS4
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Jeder kennt es: Es gibt Sachen, die alle um einen herum total toll finden, man selbst hat aber keinen Zugang dazu gefunden. Dazu gehören bei mir sämtliche „Star-Wars“-Filme, die gesamte „Harry-Potter“-Saga, alle Geschichten rund um den bösen Ring von Tolkien und etliche Videospiele inklusive der Fallout-Reihe. Zwar besitze ich alle Titel, gespielt habe ich sie jedoch nie. Zum Release von Fallout 4 habe ich mir gedacht, ich sollte der Reihe noch mal eine Chance geben. Hier sind meine Erlebnisse in den ersten Stunden mit Fallout 4.

Während des rund 25 GB großen Downloads für die PC-Version beschlichen mich bereits die ersten Zweifel ob meines Vorhabens. Bisher gab es kaum Rollenspiele, die mich fesseln konnten. Sobald man mit viel Text, detaillierten Statistikwerten und einer riesigen Spielwelt konfrontiert wird, ohne großartig an die Hand genommen zu werden, steige ich meistens aus. Genau das habe ich von Fallout 4 erwartet. Da ich aber zu meinem Wort stehe, zögerte ich nicht und startete in mein Abenteuer.

Hit me Baby one more Time!

Nach dem kurzen Intro ging es an die Charaktererstellung ein Teil von Videospielen, der mich oft kalt lässt. Ich weiß, dass sehr viele Spieler unfassbar viel Gefallen daran finden, sich selbst oder prominente Gesichter nachzubauen. Bei mir scheitert es meistens an mangelnder Kreativität. Was aber klar war: Es sollte eine weibliche Spielfigur werden. Nach einigem Blättern durch die verschiedenen Vorlagen entschied ich mich für die Zopffrisur. Plötzlich spielte ich mit Britney Spears. Ein breites Schmunzeln zog sich über mein Gesicht. Ich habe meine Bestimmung gefunden!

Der Auftakt im Eigenheim gefiel. Zum einen ist Fallout 4 optisch unfassbar eindrucksvoll, zum anderen hat es mir der Hausroboter Codsworth angetan. Bis der unglaublich sympathische Mitarbeiter von Vault-Tec an meiner Tür klingelte, erforschte ich das komplette Haus. Ich traf Baby Shaun und meinen Mann. Es gab genug zu entdecken. Dann begann für mich das erste kritische Aufeinandertreffen mit der Rollenspielmechanik: das Verteilen der S.P.E.C.I.A.L.-Punkte. Fragen über Fragen schwirrten durch meinen Kopf. Welche Werte sind wichtig? Will ich in den Nahkampf oder lieber Leute überreden? Versaue ich mir gerade etwa das komplette Spiel, wenn ich hier etwas falsch mache?

Ich habe doch keine Ahnung!

Dann muss eben die Vorlage herhalten. Welche S.P.E.C.I.A.L.-Werte wohl die Pop-Sängerin hat? Durch ihr erfolgreiches Leben in der Öffentlichkeit muss sie einfach Charisma auf 10 haben. Wer auf Welttournee geht, hat zudem Ausdauer. Setzen wir auch auf 10. Der Rest wird einfach auf Glück gelegt. „Auf gut Glück“, höre ich mich noch sagen. Leider war ich alleine vor dem PC und keiner hat dieses rhetorische Meisterwerk miterleben dürfen. Mein größter Wunsch ist, dass meine Verteilung schon irgendwie passt.

Nach diesen kniffligen zwanzig Minuten zog die Story an. Die Flucht in den Vault verschaffte mir Gänsehaut. Beim Betrachten des Atompilzes war mir endgültig klar, dass die Stimmung des Titels mich vollends abholt. Einzig vor den ersten richtigen Kämpfen graute es mir schon. Die Kakerlaken stellten kein Problem dar, der Pip-Boy und die erste Waffe waren schnell gefunden. Dann ging es schon raus aus Vault 111. Vorher noch die obligatorischen zwanzig Minuten Zwist mit mir selbst, als ich gefragt werde, ob ich wirklich mit meiner Punkteverteilung für Britney zufrieden sei. Nun begann die richtige Reise. Neugier machte sich breit, obwohl ich Angst vor der Überforderung durch zig Tonnen von Loot hatte.

Volle Taschen

Meine Befürchtung bestätigte sich. An jeder Ecke findet sich Krempel, der sich einstecken lässt. Toaster, Ventilatoren, Teddybären, Hundenäpfe, Schrauben, Holz, Eisen, Panzerband, Kinderspielzeug, Hammer, Glasflaschen. Ich habe absolut keine Ahnung, was davon wichtig ist. Einen guten Tipp hat mir in den ersten zwei Stunden auch keiner der NPCs gegeben. Ich sortiere Dinge aus, denke mir, dass Panzerband und Toaster sicherlich unheimlich nützlich nach einer Atomapokalypse sind, und mache mich auf den Weg zu meiner ersten Quest. Die Zeit verfliegt. Ich bekomme das aber nicht mit.

Ab hier verschwimmt meine Erinnerung. Inzwischen sind es rund fünf Stunden, die ich in Fallout 4 verbracht habe. Zwar bleiben einige Fragezeichen, den Spielspaß mindern sie bei mir aber nicht. Ich bin froh, mich auf den Versuch Fallout eingelassen zu haben. Während ich diese Zeilen schreibe, kann ich den nächsten Ausflug mit Britney ins Wasteland auf der Suche nach meinem Sohn kaum mehr abwarten. Momentan bin ich noch unsicher, ob ich Fallout 4 überhaupt zeitlich schaffen werde. Entgegen meiner Erwartung macht es mir jedoch riesig Spaß. Da ist es mir egal, dass ich oft erst herumprobieren muss, bevor ich Erfolg habe. Ich bin überrascht.

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