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Preview - Dune: Awakening : Season 3 krempelt die Wüste auf links

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Es gibt Updates, die ein Spiel vorsichtig nachjustieren. Und dann gibt es Updates, die wirken, als hätte jemand das komplette System auseinandergenommen, kräftig durchgeschüttelt und mit einem leicht diabolischen Grinsen wieder zusammengesetzt. Season 3 von Dune: Awakening gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.

Mit Season 3 schärft Dune: Awakening sein Endgame-Profil und verlagert den Fokus spürbar auf langfristige Progression. Neue Regionen auf der Overland-Map, instanzierte Testing Stations mit skalierenden Bosskämpfen und lohnenden Drops sorgen dafür, dass selbst Veteranen nicht einfach auf Autopilot durch die Wüste stolpern. Parallel dazu wächst die Bedeutung individueller Spielstile, weil Spezialisierungen und Augmentierungen enger miteinander verzahnt werden und persönliche Builds deutlich mehr Gewicht bekommen.

Landsraad-los glücklich

Der Landsraad war bislang eine Mischung aus Rufgrind, Ressourcen-Spendenmarathon und „wer hat die größte Gilde“-Contest, wurde nun aber radikal umgebaut. Statt tonnenweise Items in abstrakte Fraktionsbalken zu kippen, rückt ein echtes Missionssystem ins Zentrum des Fortschritts.

Das verändert nicht nur den Spielfluss, sondern auch die Machtverhältnisse auf Arrakis. Fortschritt hängt nicht länger zwangsläufig am Deep-Desert-PvP oder an gigantischen Clans. Season 3 nimmt Druck von großen Gruppen und verteilt Einfluss stärker auf einzelne Spieler. Der Landsraad ist damit nicht mehr automatisch das Spielzeug der größten Allianzen, sondern belohnt Aktivität, Spezialisierung und Spielstil.



Statt Häuser mit Ressourcen zu füttern, warten jetzt rund 25 wiederholbare Missionen, die unterschiedliche Spielweisen abdecken – von Crafting über Erkundung bis Kampf. Jede Aufgabe fühlt sich wie ein klarer Auftrag an und nicht wie eine Excel-Tabelle mit Wüsten-Anstrich. Die ersten fünf Missionen pro Tag speisen zudem ein neues Fortschrittssystem mit Erfahrungspunkten.

Je nach Mission sammelt ihr Fortschritt in Kategorien wie Crafting, Exploration, Combat, Gathering oder Sabotage. In einem neuen Skilltree steigt ihr in diesen Bereichen auf und schaltet passive Boni frei. Wer viel erkundet, wird effizienter darin, wer lieber produziert, optimiert seine Produktionsketten. Spezialisierung ist kein Buzzword mehr, sondern spürbarer Vorteil.

Augmented Quality of Death

Die neuen Testing Stations (übrigens allesamt instanziert) sind gleichzeitig das Tor zum Augments-System. Hier findet ihr Schematics, mit denen sich Waffen und Rüstungen gezielt an euren Spielstil anpassen lassen. Ein T6-Gewehr kann mehr Schaden oder Präzision bekommen, kostet dafür aber vielleicht Magazingröße oder andere Werte. Stärke entsteht nicht mehr nur durch Zahlen, sondern durch Entscheidungen.

Besonders spannend ist, wie sauber die neuen Systeme ineinandergreifen. Wer mehr Augments verbauen will, braucht etwa ein höheres Crafting-Level im neuen Progressionssystem. Funcom hat sichtbar daran gearbeitet, Fortschritt nicht nur breiter, sondern auch nachhaltiger zu gestalten und Spieler langfristig zu binden, ohne sie (zu sehr) in reine Grind-Schleifen zu schicken.



Parallel zu den kostenlosen Season-3-Inhalten erscheint der DLC „Plünderer der Einöden“, der eine der lautesten Community-Forderungen erfüllt: mehr Bauteile für Basen. Konkret liefert er vor allem Schmuggler-Bauteile sowie kosmetische Extras für Waffen, Fahrzeuge, Destillanzüge und ein paar Emotes. Alles, was spielerisch relevant ist wie die Story-Fortsetzung, neue Systeme und Quality-of-Life-Verbesserungen, bleibt dagegen kostenlos.

Willkommen zurück in der Wüste

Der heimliche Star von Season 3 ist jedoch das Wiedereinstiegs-Paket für Rückkehrer. Wer Arrakis längere Zeit den Rücken gekehrt hat, erlebt beim Wiedersehen oft einen Schock: verfallene Basen, verschwundene Ressourcen, Fahrzeuge vom Sand verschluckt. Die Wüste verzeiht eben nicht mal die kleinste Pause.

Auch ich stand vor einigen Wochen obdachlos auf Arrakis, bewaffnet mit nichts außer dem, was ich am Körper trug. Für einen Charakter mit über 300 Stunden Spielzeit ist das mehr als nur leicht demütigend. Genau hier greift das neue Rückkehrerpaket. Wer länger als 28 Tage nicht eingeloggt war, erhält eine Starthilfe, deren Umfang vom eigenen Fortschritt abhängt – von Basisteilen bis hin zu Fahrzeugen. Perfekte Voraussetzungen also für alle, die der Wüste zwar entkommen wollten, aber nie wirklich losgekommen sind. Season 3 fühlt sich nicht wie ein gewöhnliches Update an, sondern wie ein Neustart für das Endgame von Dune: Awakening. 

Funcom nimmt gleich mehrere Baustellen in Angriff. Der Landsraad wird vom Ressourcen-Schredder zum echten Missionssystem, Progression wird individueller, Spezialisierung sinnvoller und das Zusammenspiel aus Exploration, Crafting und Combat deutlich organischer. Statt blindem Grind treten Entscheidungen, Builds und langfristige Planung in den Vordergrund und genau das ist es, was einem Sandbox-MMO (im wahrsten Sinne des Wortes) auf Dauer oft fehlt.

Fazit

Sebastian Ruppert - Portraitvon Sebastian Ruppert
Die Wüste lebt!

Natürlich ist nicht alles Gold, was im Wüstensand glänzt. Die neuen Systeme sind komplexer, teilweise erklärungsbedürftig und werden Gelegenheitsspieler vermutlich erst einmal erschlagen. Und wer gehofft hat, dass Endgame plötzlich entspannt wird, hat die Rechnung weiterhin ohne Arrakis gemacht. Aber genau darin liegt die Stärke von Season 3: Dune: Awakening wird nicht einfacher, sondern interessanter.

>>Homer will ein Sand-wich: Die 10 besten Simpsons-Games<<

Unterm Strich ist Season 3 der bislang wichtigste Evolutionsschritt des Spiels. Wer schon vorher in der Wüste unterwegs war, bekommt endlich ein Endgame, das diesen Namen verdient. Und wer nach einer längeren Pause zurückkehrt, findet erstmals einen Einstieg, der nicht mit einem existenziellen Sandsturm beginnt. Arrakis bleibt gnadenlos, aber ihr seid jetzt zumindest nicht mehr planlos.

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