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News - Destiny : Destiny 3-Petition stellt Spielerzahlen von Marathon in den Schatten

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Nach der schockierenden Ankündigung, dass Bungie die aktive Entwicklung von Destiny 2 einstellt und das Spiel in den reinen Wartungsmodus versetzt, brennt in der Community die Luft. Um das geliebte Sci-Fi-Universum vor dem endgültigen Vergessen zu bewahren, haben enttäuschte Hüter eine Online-Petition gestartet. Diese fordert die Konzernmutter Sony Interactive Entertainment lautstark dazu auf, endlich grünes Licht für die Entwicklung von Destiny 3 zu geben. Die Petition hat bereits deutlich mehr Unterstützer gesammelt, als Bungies jüngst veröffentlichter Hoffnungsträger Marathon zu seinen absoluten Spitzenzeiten an aktiven Spielern vorweisen konnte.

Innerhalb kürzester Zeit überschritt die auf der Plattform Change.org ins Leben gerufene Petition die Marke von 170.000 verifizierten Unterschriften – Tendenz weiter stark steigend. Die Initiatoren begründen den Vorstoß mit dem unbändigen Wunsch der Community nach frischen Geschichten, neuen Gameplay-Inovationen und unverbrauchten Abenteuern im vertrauten Universum.

Die pure Masse an Unterschriften ist für das Studio und die Führungsebene bei Sony ein mathematischer Schlag ins Gesicht. Bungies im März veröffentlichter Extraktions-Shooter Marathon, auf den nach dem Destiny-Aus nun alle internen Ressourcen verlagert werden, erreichte auf der PC-Plattform Steam zum Start einen Höchstwert von rund 88.000 gleichzeitig aktiven Spielern. Selbst wenn man die Konsolen-Zahlen wohlwollend hinzurechnet, wird der Rekordwert des neuen Live-Service-Spiels von den reinen Destiny-3-Forderungen förmlich überrannt.

Die Rebellion der Fangemeinde verdeutlicht die tiefe Kluft zwischen der Community und den strategischen Plänen der Studioleitung. Während Marathon mit massiven Problemen bei der Spielerbindung kämpft und die täglichen Nutzerzahlen im tiefen vierstelligen Bereich herumdümpeln, demonstriert die alte Destiny-Garde, dass das Interesse an der Marke nach wie vor riesig ist.

Hinter den Kulissen von Sony dürfte die Aktion dennoch einen schweren Stand haben. Jüngsten Branchenberichten zufolge hat die PlayStation-Führung in der Vergangenheit bereits mehrere Konzepte für ein potenzielles Destiny 3 abgelehnt. Der Grund hierfür ist rein finanzieller Natur. Die Kosten für die Neuentwicklung eines so gigantischen Live-Service-Spiels von null auf gelten im aktuellen, unbeständigen Marktumfeld als viel zu riskant. Zumal Sony den Übernahmewert von Bungie aufgrund anhaltend schlechter Bilanzen bereits um Hunderte Millionen Dollar nach unten korrigieren musste.

Die Situation für die Angestellten bei Bungie bleibt derweil extrem angespannt. Da Destiny 2 nach dem finalen Update am 9. Juni keine neuen Inhalte mehr erhält und für die Zeit danach bereits die nächste Welle von Entlassungen im Studio droht, klammern sich die Fans an jeden Strohhalm. Die Community-Leiter rufen nun dazu auf, am Tag des letzten Updates in Scharen auf die Server zurückzukehren. Damit soll Sony auf den Live-Monitoren unmissverständlich vor Augen geführt werden, wie viel ungenutztes Umsatzpotenzial in der Marke steckt, wenn man den Wünschen der Spieler Gehör schenken würde.

Dass eine Online-Unterschriftenliste eine milliardenschwere Konzernentscheidung komplett umkehrt, gilt in der Industrie zwar als unwahrscheinlich, doch ignorieren lässt sich dieses lautstarke Signal der unzufriedenen Kundschaft kaum. Ob die Vereinsführung in Tokio und Boston stur an ihrem aktuellen Kurs festhält oder durch den massiven Druck der Öffentlichkeit doch noch einmal über eine Rückkehr in den Orbit nachdenkt, bleibt dennoch eine der spannendsten Fragen der kommenden Monate.

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