Test - Der Herr der Ringe Online: Die Schatten von Angmar : Der Herr der Ringe Online: Die Schatten von Angmar

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MMORPGs sind derzeit ein beliebtes, aber auch risikoreiches Pflaster für Entwickler. Turbine Entertainment hat sich mit der Umsetzung von Tolkiens 'Herr der Ringe'-Welt eine schwere Last auf die Schultern geladen, bewaffnet mit der Lizenz für die drei 'Herr der Ringe'-Bände inklusive 'Der Hobbit'. Turbines MMORPG ist während der Zeit angesiedelt, in der auch die Romane spielen, spinnt aber neue Fäden der Geschichte von Mittelerde.

Um die Originalgeschichte nicht zu sehr aus den Fugen zu heben, wurde als zentraler Dreh- und Angelpunkt das Örtchen Bree gewählt und auf Seiten des Bösen die Heimat des Hexenkönigs von Angmar. Startzeitpunkt ist in etwa der Moment, zu dem Frodo das Auenland verlässt.

Wer sich nun aber darauf freut, als Ork oder Troll sein Unwesen zu treiben, wird freilich enttäuscht. Auch Turbine greift das Thema Kameradschaft und Freundschaft aus den Romanen auf und lässt euch vier Rassen der "guten" Seite spielen – Menschen, Elben, Zwerge und Hobbits mit insgesamt sieben verschiedenen Klassen. Zwar verfügen alle vier Rassen über eigene Startgebiete, Zentrum des Geschehens wird jedoch das Städtchen Bree sein. Insgesamt sieben Landstriche von Mittelerde warten zunächst darauf, von euch erkundet zu werden, was natürlich nicht ausschließt, dass mit späteren Erweiterungen auch noch neue Gebiete hinzukommen.

Bei der Umsetzung der Landstriche scheint Turbine recht gute Arbeit geleistet zu haben. Bree entpuppt sich als reges Städtchen mit weiten Marktplätzen, Fachwerkgebäuden und natürlich darf auch das berühmte "Tänzelnde Pony" nicht fehlen. Das Gebiet der Hobbits hingegen bietet Felder und Wiesen und der Stil der Gebäude passt durchaus zu den Beschreibungen aus den Romanen. Der Grafikstil insgesamt wirkt etwas Comic-ähnlich und nicht so sehr auf ultra-realen Look getrimmt.

Wer nun darauf hofft, dass er auch mal die bekannten Charaktere aus den Romanen trifft, soll übrigens nicht enttäuscht werden. Zwar werdet ihr nicht gerade mit Frodo zusammen nach Mordor stiefeln, es ist aber gut möglich, dass ihr mal im Auftrag von Streicher gegen Gegner antretet oder auf Elrond oder Tom Bombadil treffen. Die Gegner entstammen ebenfalls aus den Romanen und ihr könnt euch auf Orks, Trolle und sogar die Nazgûl freuen, wobei Turbine den Gegnerrassen verschiedene Varianten spendiert.

Vom Gameplay her verlässt Turbine glücklicherweise die Pfade des gefloppten 'Dungeons & Dragons Online' und orientiert sich eher an klassischem MMORPG-Gameplay. So werdet ihr den Großteil eurer Spielzeit in der offenen Spielwelt verbringen, lediglich spezifische Dinge wie Story-Quests werden in Instanzen verlagert. Vor allem in der Anfangszeit bis etwa Level 30 ist auch Gruppenspiel nicht zwingend notwendig, um voran zu kommen. Jedoch wird es durchaus einige Quests geben, die solo nicht schaffbar sein werden, etwa im Vergleich zu den Elite-Quests aus 'World of WarCraft'. Die Gruppengröße ist variabel und geht bis hin zu 24er Raidgruppen. Steuerung und Interface orientieren sich ebenfalls an Genre-Standards, ein Quasi-Tutorial wird mit Hinweisen und Tooltipps dafür sorgen, dass Neulinge einen leichten Einstieg finden.

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