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Test - Dark Sector : Konkurrenz für 'Gears of War'?

  • PS3
  • X360
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Schön, aber langweilig

Die launigen Kämpfe funktionieren also überzeugend und fesseln sowohl Neulinge als auch erfahrene Spieler an den Bildschirm - dank des gelungen ansteigenden Schwierigkeitsgrads. Stück für Stück zieht die Action an und bringt euch neue Fähigkeiten, die wiederum für einen kleinen Motivationsschub zum Weiterzocken sorgen.

Denn leider kann das das sonstige Leveldesign nicht: Die geradlinigen Levels sind, wie so vieles andere auch, sehr uninspiriert ausgefallen. Gerade im letzten Drittel des Spiels hat man des Öfteren das Gefühl, die Entwickler hätten viele Kämpfe mit ständig nachrückenden Feinden künstlich in die Länge gezogen, damit das Spiel nicht zu schnell beendet ist. Wie schon erwähnt fehlt es dabei an wirklichen Höhepunkten oder interessanten Ideen. So hinterlässt der passable Umfang von etwa zwölf Stunden Spielzeit im Singleplayer-Modus einen schalen Nachgeschmack.

Während die Solo-Action von Hayden trotzdem einigermaßen zu unterhalten weiß, ist der Mehrspielermodus eine ganze Ecke schwächer ausgefallen. Die Entwickler wollten zwar ausnahmsweise etwas Originelleres als das typische Deathmatch-Einerlei servieren, überzeugend gelungen ist das aber nicht. Auf gerade einmal fünf (schwach gestalteten) Maps beharken sich zehn Spieler in zwei Modi. Diese drehen sich darum, dass ein Spieler mit Haydens Superkräften von anderen Spielern gejagt bzw. geschützt werden soll. Das ist spaßig ... solange man als Hayden spielt. Darüber hinaus nervt die hohe Lernkurve im Mehrspieler-Part - so wird es noch schwieriger, brauchbare Mitspieler zu finden. Entsprechend macht sich bald Langeweile breit.

Langweilig ist auch die Grafik. Moment, die Optik ist technisch eine der beeindruckendsten auf PS3 und X360. Die eigens entwickelte Engine erinnert frappant an die 'Unreal'-Engine 3, und der Look sieht aus wie von 'Gears of War' oder 'Unreal Tournament 3'.  Das Problem: Was nützen die besten Effekte, die detailreichsten Abschnitte und die aufwändigsten Texturen, wenn das gesamte visuelle Design dermaßen langweilig ausfällt? Die Grafiker haben fleißig versucht, optisch 'Gears of War' zu kopieren. Das klingt langweilig und sieht auch so aus, zumal es den Designern nicht ansatzweise gelungen ist, atmosphärisch mit dem Vorbild mitzuhalten. Diese Mankos kann man auch nicht mit überzogener Brutalität wettmachen. Hinzu kommt, dass die Qualität der einzelnen Abschnitte stark schwankt. Tearing gibt's auf beiden Konsolen, auf der PS3 sehen einige wenige Grafikelemente allerdings einen Tick schwächer aus.

Ähnliches beim Sound: Die Surround-Abmischung ist toll und die Soundeffekte eines Actionspiels würdig, die Musikuntermalung ist aber dermaßen unoriginell ausgefallen, dass man sie bald gar nicht mehr wahrnimmt. Selbst die deutschen Sprecher klingen professionell, aber viel zu gelangweilt.

Fazit

von David Stöckli
Unoriginell, uninspiriert, langweilig – das sind die Worte, die einem beim Spielen von ’Dark Sector’ bezüglich des optischen und spielerischen Designs in den Sinn kommen. Schade dass die Entwickler hier dermaßen gepatzt haben, denn die von ’Gears of War’ inspirierte Action ist durchaus brauchbar, die Grafik, vom technischen Standpunkt her gesehen, sogar streckenweise höchst beeindruckend. Es bleibt ein passabler, aber tendenziell öder Actiontitel von der Stange, auf den ausgehungerte Genre-Fans aber einen Blick werfen können.

Überblick

Pro

  • teils beeindruckende Grafik
  • überwiegend unterhaltsame Action
  • gelungene Steuerung
  • recht lange Mission

Contra

  • unoriginelles visuelles Design
  • magerer Mehrspielermodus
  • vernachlässigte Story
  • langweiliges Leveldesign

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