Test - Corsair One i140 : Jetzt mit noch mehr Power

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Mit der Corsair-One-Serie hat der Hardwarehersteller schicke und kompakte Gaming-Rechner mit kräftigem Innenleben im Portfolio. Davon konnten wir uns bereits vor rund zwei Jahren überzeugen (Test zum Corsair One Pro Ti). Da es derweil eine Menge neuer CPUs und Grafikkarten gibt, hat Corsair seinem Kraftwürfel ein Upgrade des Innenlebens spendiert und kleinere Änderungen vorgenommen. Das haben wir uns genauer angesehen.

Bei unserem Testexemplar handelt es sich namentlich um den Corsair One i140 zum Preis von 2.999,99 Euro (UVP), der aktuell eher das schwächste Mitglied der Serie ist. Wobei man in Anbetracht von Achtkern-Prozessor und RTX 2080 wohl kaum von „schwach“ reden kann. Aber die Modelle i160 und i180 verfügen tatsächlich über noch potentere Hardware, darunter RTX 2080 Ti, kräftigere CPU und größere SSDs. Sei's drum.

Rein äußerlich entdecken wir nur wenig Änderungen. Corsair ist dem Layout des kompakten 12-Liter-Gehäuses mit 200 x 172,5 x 380 mm treu geblieben. Auch an der Qualität des hübschen, glasperlengestrahlten Gehäuses gibt es nichts zu meckern. So klein der One auch ist, mit 7,8 kg ist er wahrlich kein Leichtgewicht und das zwei Millimeter starke Gehäuse hat daran nicht unbeträchtlichen Anteil. Einzig augenfällige Änderung: die Frontanschlüsse sind vom oberen zum unteren Bereich des Gehäuses gewandert. Nicht verkehrt, so baumeln etwaige Strippen nicht vor dem Rechner herum. Auch die beiden via iCUE-Software konfigurierbaren LED-Strips sind wieder an Bord.

Die Frontseite verfügt über zwei USB-3.1-Anschlüsse, einen HDMI-Port (praktisch für VR-Zocker) sowie einen Kombo-Anschluss für Headsets. Die Rückseite wartet mit Back: 1x PS/2, USB (2x 2.0, 2x 3.0, 2x 3.1, davon ein Type-C), LAN, 5x Audio + Optical und 3x DisplayPort auf. Etwas blöd: hinten ist kein HDMI-Port vorhanden, wer also den One als Wohnzimmerrechner für die Glotze einsetzen will, muss selbige entweder vorn anschließen oder einen Adapter verwenden. Abgesehen davon könnt ihr an der Rückseite auch noch zwei WLAN-Antennen montieren. Grundsätzlich gibt es also an der Anschlussfreudigkeit nur wenig zu nörgeln. Wireless-AC 8265, BlueTooth 4.2 und Gigabit Ethernet sorgen für die nötige Konnektivität.

Das Innenleben strotzt vor Spielepower und hat keine Mühe, auch anspruchsvolle Spiele oder Anwendungen zu stemmen. Als CPU dient ein Intel i7-9700K @3.6 GHz Achtkerner mit gehörig Dampf unter der Haube, montiert auf einem Z370-Mainboard. Ihm zur Seite stehen 32 GB DDR4-2666. Die Grafikkarte gehört ebenfalls nicht zu den Schwächlingen, Corsair hat eine NVIDIA GeForce RTX 2080 verbaut, sodass gepflegtes Zocken in 4K nicht außer Reichweite ist. Befeuert wird das Ganze von einem 600W-Netzteil.

Als Systemlaufwerk wurde eine 480 GB große M.2 NVMe SSD von Samsung verbaut, die dem vorinstallierten Windows nebst häufig genutzten Spielen und Anwendungen ordentlich Beine macht. Der Einsatz einer Samsung-SSD ist zwar etwas überraschend, da Corsair selbst NVMe-SSDs herstellt, aber nun gut. Als Datengrab fungiert eine 2 TB große Seagate-HDD. Nicht die allerbeste Wahl, denn mit 5.400 rpm ist die Festplatte nicht gerade die schnellste unter der Sonne.

Erwartungsgemäß kommt der Corsair One selbst mit hungrigen Spielen nicht ins Schwitzen. Auflösungen von 1080p oder 1440p stellen kein Problem dar und sind in den meisten Fällen problemlos oder mit minimalen Anpassungen mit 60 Bildern pro Sekunde darstellbar. 4K-Zocker freuen sich über deutlich über 30 fps bei allen gebenchmarkten Spielen. Mit moderaten Anpassungen sind auch hier in den meisten Fällen 60 fps problemlos erreichbar. Weniger darf man in der Preisklasse allerdings auch nicht verlangen, denn mit knapp 3.000 Euro ist der Rechner eigentlich zu teuer für das Innenleben.

Um den Preis zu rechtfertigen, punktet der Corsair One allerdings mit einem hervorragenden Kühlsystem. Sowohl CPU als auch GPU werden mit Flüssigkühlung auf Temperatur gehalten, wobei jeweils eine Kühlung links und rechts im Gehäuse sitzt und seitlich Luft einzieht. Die Warmluft wird per Lüfter nach oben aus dem Gehäuse befördert. Das Kühlsystem arbeitet sehr effizient und lässt selbst unter heftiger Volllast keine ungebührlichen Hitzewallungen aufkommen. Damit ist auch noch einiges an Raum für Übertaktungen von CPU und Grafikkarte vorhanden. Zudem ist das Maschinchen auch noch extrem leise und macht unter Last lediglich durch ein leises Rauschen auf sich aufmerksam. Im Idle-Modus bleiben die Lüfter sogar ganz still.

Corsair hat seinem One noch einiges an Software mit auf den Weg gegeben. Dazu gehört zum einen die unvermeidliche iCUE-Software. Die dient aber lediglich zur Konfiguration der Frontbeleuchtung und liefert euch Einblicke in die Lüftersteuerung. Interessanter ist Corsair Diagnostics. Dort könnt ihr nicht nur Systemtests und Backups laufen lassen, sondern habt auch zentralen Zugriff auf allerlei Tools, allem voran die Windows-Tools, die hier übersichtlich an einer Stelle unterbracht werden.

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