Test - Bully: Die Ehrenrunde : Der Klassen-Rowdy auf PC

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Rockstar lässt die Spieler abermals nachsitzen: Nachdem Bully alias Canis Canem Edit bereits für PlayStation 2, Wii und Xbox 360 veröffentlicht wurde, folgt nun noch eine PC-Portierung auf Basis der X360-Variante. Wo die Computerversion zu den Strebern gehört und an welchen Stellen die Entwickler ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben, klärt unser Test.

Jimmy Hopkins mal wieder. Wer den jungen Herrn, dessen Ähnlichkeit mit ManU-Stürmer Wayne Rooney sich auch auf dem PC nicht abstreiten lässt, noch nicht kennt, sollte jetzt die Ohren spitzen: Der Kerl ist ein 15-jähriger Rotzlöffel, dessen Mutter ihn für zwölfmonatige Flitterwochen vor den Toren der wenig ehrwürdigen Bullworth Academy absetzt. Die Probleme dort sind alltäglich: Es gibt rivalisierende Gangs, versoffene Respektspersonen, ins Essen spuckende Kantinenladys, abweisende Mädels und Intrigen ohne Ende. Nur was für ganz taffe Typen. Glück für Jimmy, dass er sich guten Gewissens als solcher bezeichnen darf.

Als Schüler der Bullworth Academy geht man einem mehr oder weniger geregelten Leben nach. Schlafen bis halb neun, es folgt die erste Unterrichtsstunde. Ab Mittag treibt man dann das erste Mal sein Unwesen, hat am Nachmittag die zweite Unterrichtsstunde, kann am Abend die Kleinstadt Bullworth erkunden und muss sich dann auch noch rechtzeitig ins Bett begeben - schließlich will man ja nicht auf offener Straße vor Müdigkeit umfallen und von wem auch immer ausgeraubt werden. Klingt alles nicht wirklich spannend, so was kennt man ja schon aus dem echten Leben. Warum sollte man also Bully: Die Ehrenrunde überhaupt spielen?

Learning by doing

Die klare Antwort: Weil virtuell alles viel mehr Spaß macht. Ohne schlechtes Gewissen Streber vermöbeln, mit mehreren Mädels (oder Kerlen, jeder nach seiner Fasson) gleichzeitig rummachen, Aufsichtspersonal mit Silvesterknallern bewerfen, Polizisten mit der Zwille attackieren - ja, so was traut man sich als ehrenhafter Bürger im echten Leben ja dann doch eher selten. Und auch das Lernen ist nur halb so schlimm, wie es die Fächerauswahl vermuten lässt. Der Unterricht gliedert sich in zehn verschiedene Fächer, deren fünf Prüfungen es zu bestehen gilt. Für jeden absolvierten Kurs gibt es einen Bonus wie eine erhöhte Präzision beim Schuss mit der Zwille oder neue Klamotten. Nicht wirklich essenziell, aber doch durchaus praktisch.

Mathe: Alle Schüler hassen es, aber auch in der virtuellen Welt kommt man nicht umhin, Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division zu pauken. Immerhin: Ganz so schlimm ist es nicht. Die Aufgaben sind simpel, teilweise müssen auch nur leichte Größenvergleiche gemacht werden. Schafft man also auch ohne Diplom in Mathematik problemlos.

Biologie: In Biologie müsst ihr Tiere sezieren. Frösche, Ratten und mehr liegen dabei vorpräpariert auf dem Seziertisch und wollen fixiert, mit Skalpell aufgeschnippelt und um ihre Eingeweide erleichtert werden. Mit ruhiger Hand und Controller eine vergleichsweise leichte Aufgabe – nur die Zeit ist euer Feind. Die Uhr tickt nämlich während der Arbeit permanent mit. Selbst für Controller-Junkies ein hartes Stück Arbeit.

Chemie: Für Koordinationslose ein Horror: Ihr müsst zur richtigen Zeit die richtige Taste an eurem Controller drücken. Das klingt recht simpel, ist aber mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad leichter gesagt als getan. Mit ein bisschen Übung ist aber auch das zu schaffen. Immerhin winkt ein lukrativer Gewinn: Besteht man die Prüfung, steht euch ein Chemiebaukasten für Dynamit, Stinkbomben und Juckpulver zur freien Verfügung.

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