Test - Bravely Default : Das bessere Final Fantasy?

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Fans von japanischen Rollenspielen hatten es in den vergangenen Jahren nicht leicht. Neben einzelnen Höhepunkten wie Lost Odyssey oder Tales of Vesperia lag das Genre größtenteils brach. Der ehemalige Qualitätsgarant Final Fantasy schaffte es gar, mit Final Fantasy XIV seine über viele Jahre hinweg aufgebaute Reputation innerhalb kürzester Zeit zu zerstören. Es ist fast ein bisschen ironisch, dass Square Enix selbst nun mit Bravely Default aufzeigt, was Final Fantasy einst zu etwas so Besonderem machte.

Der Titel "Bravely Default" ist der arg misslungene Versuch, eine zentrale Spielmechanik im Namen unterzubringen. Über weite Strecken ist das 3DS-exklusive Rollenspiel ein sehr traditioneller Vertreter seines Genres. Job-System, eine per Luftschiff erkundbare Welt, rundenbasierte Kämpfe – nichts davon ist sonderlich neu. Dem Kampfsystem wird jedoch durch die sogenannten Brave- und Default-Mechaniken eine besondere taktische Note verliehen: „Default“ ist erst einmal nichts anderes als ein unnötiger Name für das „Blocken“-Kommando, mit dem eine der vier Spielfiguren in eurer Gruppe weniger Schaden nimmt.

Jedes sonstige Kommando verbraucht einen Battle-Point, den der Charakter bei der nächsten Runde automatisch wieder gutgeschrieben bekommt. Regulär greift also jede Figur einmal pro Runde an und hat dann keine BP mehr. Mit „Default“ lässt sich der BP jedoch speichern, sodass ihr in der nächsten Runde gleich zwei Angriffe ausführen dürft.

Dafür ist dann das „Brave“-Kommando nötig, mit dem ihr innerhalb einer Runde bis zu viermal angreift. Spart ihr per „Default“ vorher nicht genügend BP auf, geratet ihr ins Minus und müsst daraufhin die entsprechende Anzahl an Runden untätig bleiben. Heißt in der Praxis: Benutzt ihr mit einer der Figuren in der ersten Runde das „Brave“-Kommando und greift viermal an, steckt diese daraufhin mit drei BP im Minus, kann also drei Runden lang nicht angreifen.

Bravely Default - Gameplay & Features Video
Welche taktischen Möglichkeiten euch Bravely Default zum besiegen eurer Gegner bietet erklärt euch dieses Video zur Strategie-Hoffnung auf Nintendos Handheld.

Talentiert

Kombiniert mit insgesamt 27 verschiedenen Jobs, die in Bravely Default lediglich eine andere Bezeichnung für Charakterklassen wie „Weißer Magier“ oder „Dieb“ sind, entsteht so ein recht komplexes, gleichzeitig jedoch auch angenehm unkompliziertes Kampfsystem. Die Figuren können ihren Beruf jederzeit ändern und so Fähigkeiten aus ganz verschiedenen Klassen lernen, die ihr jederzeit als sekundäres Talent ausrüsten dürft. So habt ihr etwa die Möglichkeit, einen auf Angriffszauber spezialisierten Schwarzmagier nebenbei auch noch mit den Fähigkeiten des Diebs Gegenstände stehlen zu lassen.

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