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News - Baldur's Gate II : Berichte über geplante Neuauflage des Rollenspiel-Klassikers

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Nach dem kommerziellen Erfolg von Baldur's Gate 3 im vergangenen Jahr plant der Rechteinhaber Wizards of the Coast offenbar, die klassischen Vorgänger für ein modernes Publikum neu aufzulegen. Berichten aus Branchenkreisen zufolge befindet sich ein umfassendes Remake von Baldur's Gate 2: Shadows of Amn in aktiver Entwicklung. Für das Projekt konnte das Unternehmen zudem einen wichtigen Veteranen des Original-Entwicklerstudios BioWare gewinnen, um die kreative Leitung des Vorhabens zu sichern.

Die Informationen basieren auf Berichten über interne Projektstrukturen beim Mutterkonzern Hasbro. Demnach leitet Kevin Martens das neue Projekt, der bereits beim im Jahr 2000 veröffentlichten Originalspiel als Co-Lead-Designer und bei der darauffolgenden Erweiterung Throne of Bhaal als Hauptverantwortlicher fungierte. Martens war zuletzt für das zu Wizards of the Coast gehörende Studio Archetype Entertainment an dem Science-Fiction-Rollenspiel Exodus beteiligt und wurde den Berichten nach intern für die Neuauflage der Hexenmeister-Saga abgezogen. Dies deutet darauf hin, dass der Rechteinhaber dem Projekt eine hohe Priorität einräumt.

Obwohl sich die vorliegenden Berichte primär auf die Existenz eines Remakes zu Baldur's Gate 2 konzentrieren, gilt eine parallele Entwicklung einer Neuauflage des ersten Teils als sehr wahrscheinlich. Da die Handlung beider Spiele eine direkte, zusammenhängende Geschichte rund um die Schandtat-Nachkommen erzählt, spekulieren Analysten über eine spätere gemeinsame Veröffentlichung in einem Gesamtpaket. Im Gegensatz zu den vor über zehn Jahren erschienenen Enhanced Editions von Beamdog, die lediglich technische Anpassungen für moderne Betriebssysteme boten, soll es sich bei den aktuellen Projekten um vollständige technische Neubauten auf Basis einer modernen Grafik-Engine handeln.

Wizards of the Coast und Hasbro lehnten eine offizielle Stellungnahme zu den Berichten mit Verweis auf die Firmenpolitik bezüglich Gerüchten und Spekulationen ab. Die strategische Ausrichtung passt jedoch zu den jüngsten Äußerungen der Konzernleitung: Nach der Ankündigung des bisherigen Entwicklerstudios Larian Studios, sich nach der Fertigstellung von Baldur's Gate 3 vollständig von der Dungeons-and-Dragons-Lizenz abzuwenden, sucht der Rechteinhaber nach Wegen, die Marke bis zu einem potenziellen vierten Hauptteil präsent zu halten.

Da sich das Projekt noch in einer frühen Phase befinden dürfte, sind Details zum Kampfsystem – ob es beim klassischen Echtzeit-System mit Pausenfunktion bleibt oder an die rundenbasierten Mechaniken des dritten Teils angepasst wird – noch völlig unklar. Die Beteiligung des ursprünglichen Designers gibt der Fangemeinde jedoch einen ersten Orientierungspunkt hinsichtlich der inhaltlichen Treue zum Original.

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