Test - Backyard Wrestling 2: There Goes the Neighborhood : Backyard Wrestling 2: There Goes the Neighborhood

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Wem die Wrestling-Matches der WWE zu wenig brutal und abgefahren sind, für den ist ’Backyard Wrestling 2: There goes the Neighborhood’ genau das Richtige. Unerschrocken haben wir uns in die herben Hinterhof-Schlägereien auf der PS2 gewagt.

Schmerzhafter Spaß im Garten

Euch ist die Catcher-Liga der World Wrestling Entertainment zu lahm? Es fehlt euch an blutspritzendem Einsatz von allerlei Schlagwerkzeugen - und überhaupt, sind die Matches im Wrestling-Ring viel zu zivilisiert? Dann fühlt ihr euch in den umstrittenen Hinterhof-Prügeleien der Backyard Wrestling Videos mehr zu Hause. Hier kämpfen meist Möchtegern-Wrestler in einer alltäglichen Umgebung gegeneinander und setzten so ziemlich alle Gegenstände schmerzhaft ein, die sie in die Finger bekommen. Genau so einen Wrestling-Neuling bastelt ihr euch im ziemlich kargen Create-Modus zusammen und schickt ihn in den nicht vorhandenen Ring. Die wenig originelle Story des Hauptspielmodus besteht nämlich darin, dass die Crew von Backyard Wrestling in die Stadt kommt und ein Turnier veranstaltet, in dem auch Newbies teilnehmen dürfen. So prügelt ihr euch an die Spitze des fröhlichen Haufens und investiert gewonnene Kröten beispielsweise in Outfit-Accessoires. Der lange von den Entwicklern angekündigte Online-Modus fehlt nun übrigens in der finalen Version.

Prügelei auf Sparflamme

Neben den selbst erstellten Kämpfern stehen in den sonstigen Einzelspieler- und Zweispieler-Modi auch einige mehr oder weniger bekannte Wrestler zur Auswahl. Selbst eine handvoll Damen wagen sich in die Hinterhof-Schlägereien. Zu den bekannteren vorhandenen Hardcore-Wrestlern zählen Sandman, Vampiro, Sunjay Dutt, New Jack, Vic Grimes, Supreme, Sick Nick Mondo, Messiah und die Insane Clown Posse. Leider haben sich die Entwickler kaum die Mühe gemacht, das Move-Repertoire, die Stimme und sonstige Eigenheiten der ’Promis’ im Spiel zu realisieren. Ähnlich etwas hingeschludert wirkt das Kampfsystem, das sehr actionlastig ausgefallen ist und eher an ein Fun-Beat’em-Up als an ein Wrestling-Spiel erinnert. Die mäßige Anzahl an Angriffen und das einfache Konter-System macht dafür Neulingen wenig Probleme. Am spaßigsten ist es natürlich, die herumliegenden Waffen einzusetzen sowie die Besonderheiten der Stages zu nutzen. Oftmals könnt ihr den Gegner beispielsweise gegen eine Wand werfen, ihn durch einen Tisch prügeln oder von einer Erhöhung aus auf ihn herunterfallen. Leider krankt das Gameplay aber an einer schwachen Kollisionsabfrage – nicht selten kommt es vor, dass der Gegner mit einer Waffe nicht getroffen wird oder dass ein Schlag ins Leere geht, obwohl ihr den Kontrahenten berührt habt. So verfliegt der Spielspass schnell, wenn man mal alle Areale erkundet hat.

Hässliche Grafik und toller Sound

’Backyard Wrestling 2: There goes the Neighborhood’ ist im technischen Bereich ein Wechselbad der Gefühle. Die Grafik erinnert frappierend an den mäßigen Vorgänger und sorgt mit flimmernden Texturen, karg animierten Figuren und eckigen Charakteren nicht gerade für Begeisterung. Immerhin sind die Wrestling-Videoclips ganz unterhaltsam und qualitativ passabel ausgefallen. Schon mehr punkten kann da der Sound mit lizenzierten Rock- und Punkklängen von verschiedenen Szenebands. Die Musik sollte man also ruhig laut aufdrehen, zumal man dann auch die schwachen Soundeffekte weniger ertragen muss.

Fazit

von David Stöckli
Schade: Auch ’Backyard Wrestling 2’ enttäuscht durch sein mäßiges Kampfsystem und durch viele Unsauberkeiten. Einzig das Erkunden und Ausprobieren der interaktiven Kampfschauplätze sorgt zumindest für kurze Zeit für halbwegs spaßige Prügel-Sessions.

Überblick

Pro

  • interaktive Areale
  • zahlreiche Waffen

Contra

  • schlechtes Kampfsystem
  • schwache Grafik
  • fehlerhafte Kollisionsabfrage
  • kein Online-Modus

Wertung

  • PS2
    57
    %

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