Test - ASUS ROG Strix GeForce RTX 2080 O8G : Die Mittelklasse der neuen Grafikgeneration

  • PC
Von Kommentieren

Als Zielpublikum entpuppen sich vor allem Spieler, die auf solide 60 fps bei einer Auflösung im 1440p-Bereich aus sind, wobei die Karte in 2160p (4K) stets über 30 fps liegt. Mit etwas Tuning der Grafikeinstellungen ist bei 4K auch noch etwas mehr herauszuholen. Überdies bietet die Karte dank der guten Kühlung ein solides Übertaktungspotenzial. Im Full-HD-Bereich wirkt die RTX 2080 ein wenig unterfordert, hier kann es, je nach den restlichen Komponenten des PCs, schnell dazu kommen, dass sie ausgebremst wird.

Bei der RTX 2080 bleibt also vorerst die spannende Frage, ob sie sich mit den neuen Techniken Raytracing und DLSS sichtbar von der GTX 1080 Ti der alten Generation absetzen wird. Das werden wir allerdings aufgrund derzeit noch nicht verfügbarer Spiele erst in der näheren Zukunft erfahren. Wer also bereits eine GTX 1080 oder 1080 Ti im Rechner hat, hat im Augenblick wenig Gründe für einen Wechsel, zumal die Karten der alten Generation meist noch einen Tick preiswerter sind als die RTX 2080.

Greift zu, wenn...

… ihr unbedingt eine neue Grafikkarte der RTX-Generation haben und nicht mehr als 1.000 Euro abdrücken wollt.

Spart es euch, wenn...

… euch Raytracing und DLSS völlig egal sind, denn die gute alte GTX 1080 Ti bringt abseits der neuen Technologien aktuell nahezu die gleiche Leistung für zum Teil weniger Geld.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Derzeit noch viele Fragezeichen

Während die GeForce RTX 2080 Ti allein schon aufgrund ihrer höheren Leistung trotz ihres heftigen Preises interessant ist, scheint der RTX 2080 bis auf Weiteres ein Leben in der Warteschleife bevorzustehen. Zumindest, solange es noch keine Spiele mit Raytracing und DLSS-Support gibt. Denn die reinen Benchmarks sprechen derzeit nicht unbedingt für eine Anschaffung. Für rund 800 Euro bekommt ihr nur geringfügig mehr Leistung als bei der GTX 1080 Ti der alten Generation, die momentan – je nach Modell – für 50 bis 100 Euro weniger zu haben ist. Die Unterschiede sind marginal – hier mal ein paar Frames mehr dank neuer Architektur, dort mal ein paar Frames weniger aufgrund des geringeren Grafikspeichers.

Das ASUS-Modell punktet wie gewohnt mit toller Verarbeitung, USB-C-Anschluss sowie gnadenlos guter Kühlung und ist damit eine echte Empfehlung, wenn es denn eine RTX 2080 sein soll. Das große Fragezeichen sitzt allerdings auf der Platine. Während die RTX 2080 Ti in einer eigenen Liga spielt, ist die RTX 2080 lediglich der Leistungsnachfolger der GTX 1080 Ti. Hier gilt es abzuwarten, ob und welche Vorteile letztendlich die Unterstützung der neuen Technologien bringt – so sie denn endlich mal in Spielen zum Einsatz kommen. Unter Umständen könnte es sich sogar lohnen, auf einen weiter sinkenden Preis der GTX 1080 Ti zu spekulieren.

Sobald die ersten Spiele mit Unterstützung von Raytracing und DLSS verfügbar sind, werden wir die neuen Turing-Karten auf jeden Fall nochmals zu einem Test heranziehen.

Überblick

Pro

  • gute Leistung in allen Auflösungen
  • USB-C-Anschluss
  • tolle Verarbeitung
  • sehr gute und leise Kühlung

Contra

  • derzeit kaum Unterschiede zur preislich ähnlich gelagerten oder je nach Modell sogar günstigeren GTX 1080 Ti

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel