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Test - Ace Combat: Assault Horizon Legacy : Mobilmachung

  • 3DS
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Dem Nintendo 3DS mangelt es derzeit noch an schlagkräftigen Kaufgründen im Action-Bereich. Kann Entwickler Project Aces da ein Zeichen setzen? Wir berichten von unserem Testflug mit Ace Combat: Assault Horizon Legacy für den Nintendo 3DS.

Heiße Luftschlachten

In Ace Combat: Assault Horizon Legacy geht es schnell zur Sache. Nach einer kurzen Einsatzbesprechung startet sogleich die erste Mission: „Warmschießen“ lautet das Motto. Hier werdet ihr mit der simplen, aber gut funktionierenden Spielmechanik vertraut gemacht. Maschinengewehr und Raketen mit automatischer Zielerfassung gehören zum Arsenal eures Jets. Eure Maschine lässt sich ganz geschmeidig mit dem Stick durch die Luft manövrieren, während ihr mit den Schultertasten den Schub eures Triebwerks reguliert.

Ihr werdet jedoch nicht sofort in die hitzigsten Gefechte geworfen, denn die ersten Missionen sind noch einfach, ihr kämpft nur gegen einzelne Flieger. Später geht es jedoch gegen ganze Geschwader von Jets, die spezielle Taktiken erfordern. Aber auch Bodenziele, wie Raffinerien, Schiffe oder Flak-Geschütze, müsst ihr später ausschalten.

Immer an eurer Seite: euer Commander und Motivationscoach, der euch nach Abschüssen lobt und euch Informationen zu den aktuellen Missionszielen gibt. Aus drei Perspektiven lassen sich die Kämpfe steuern. Die Ansicht von hinten bietet dabei den besten Überblick. Neben den direkten Angriffen gibt es auch noch sogenannte automatische Manöver. Droht euch etwa eine Rakete zu treffen, weicht ihr einfach per Tastendruck aus. Mit diesen Manövern könnt ihr auch Attacken kontern. Habt ihr einen Gegner im Nacken, könnt ihr mit so einem Manöver direkt hinter ihn gelangen und ihn dann aufs Korn nehmen.

Ace Combat: Assault Horizon Legacy - Maneuver Gameplay Trailer
Ace Combat: Assault Horizon kommt mit dem Untertitel Legacy auch auf dem 3DS; der Trailer zeigt frische Szenen.

Die Spielmechanik ist arcadelastig. Eine Spur von Realismus ist aber doch noch enthalten, und zwar in der Form des sogenannten Strömungsabrisses. Befindet ihr euch beispielsweise in einem direkten Flug nach oben oder zur Seite, kann euch die Kontrolle über euren Jet für kurze Zeit entgleiten. Das ist gefährlich, da ihr in dieser Zeit manövrierunfähig und somit schutzlos seid.

Codename Phoenix

Als Pilotenass der Alliierten Kräfte von USEA schlagt ihr euch mit Rebellentruppen in einer fiktiven Welt herum. Doch die Geschichte dient im Grunde nur als Vorwand für die Präsentation neuer Feindesverbände. Ein bisschen mehr Einfallsreichtum in Sachen Story- und Missionsdesign hätte dem Titel gutgetan, gerade nach den ersten Missionen wirkt das Konzept nämlich schon abgenutzt. Schade ist außerdem, dass es nicht für einen Mehrspielermodus gereicht hat. Die spannenden Jet-Kämpfe hätten mit zusätzlichen Spielern sicherlich für noch mehr Spaß und eine bessere Wertung gesorgt. Neben der Hauptkampagne gibt es nur noch die Überlebensmissionen. Dieser Modus ist aber lediglich ein Aufguss der bereits in der Kampagne durchlebten Einsätze.

Ins Visier genommen

Der 3DS-Startbildschirm mit einem F-22-Modell zeigt deutlich: Ihr steuert nur Originalmaschinen wie die F-16C, F-22, F-14D, F-4E oder die Mirage 2000D. Die Modelle sind detailliert und hübsch anzuschauen, die Landschaften leiden aber unter Nebeleffekten und wirken leer und leblos. Nur die Abschnitte in Gebirgen mit verschneiten Bergspitzen sehen ansprechend aus. Allerdings bietet Ace Combat: Assault Horizon Legacy richtig gute 3-D-Effekte. Das sieht man schon bei der Einsatzbesprechung. Eine interaktive 3-D-Karte gibt euch während des Briefings nähere Informationen zum Gelände und euren Gegnern.

Nach der Mission erhaltet ihr eine detaillierte Bilanz und Statistiken zu eurem Einsatz. Des Weiteren bekommt ihr Geld und schaltet neue Waffen, Flugzeugteile und Manöver frei. Diese Teile könnt ihr in eurem Hangar kaufen und an euren Jet montieren. Eure Maschine dürft ihr vor jedem Einsatz individualisieren. Ihr könnt zum Beispiel Einstellungen am Triebwerk, den Flügeln sowie der Panzerung vornehmen und sogar die Flugzeugfarbe ändern. So verpasst ihr eurem Jet einen persönlichen Anstrich und baut euch euren individuellen Himmelsstürmer.

Eine netter Zusatz ist der Wiederholungsmodus. In ihm könnt ihr eure geschlagenen Schlachten aus allen möglichen Perspektiven noch einmal anschauen und abspeichern. Untermalt wird das Ganze von einer guten musikalischen Komposition, die die Atmosphäre wunderbar unterstützt. Die melancholische Titelmusik erinnert an Luftfahrerromantik vergangener Zeiten und ist herzzerreißend und motivierend zugleich.

Fazit

Sascha Sharma - Portraitvon Sascha Sharma
Ace Combat: Assault Horizon Legacy ist ein starker erster Auftritt der Serie auf dem 3DS. Die gute und simple Spielbarkeit lässt euch sofort einsteigen. Die Luftschlachten machen Spaß und fordern im späteren Verlauf. Dank der guten 3-D-Effekte, der ansprechenden Grafik und der tollen Musik wird auch etwas für Augen und Ohren geboten. Nur aufgrund des etwas eintönigen Missionsdesigns und des geringen Umfangs verliert der Titel zum Ende hin etwas an Schub. Trotzdem, "Top-Gun"-Fans nehmen diesen Titel ins Visier.

Überblick

Pro

  • starke 3-D-Effekte
  • einfache Spielsteuerung
  • passende Musik
  • hübsche Düsenjägermodelle
  • zahlreiche Rüstungsgegenstände
  • Wiederholungsmodus

Contra

  • wenig Modi
  • kein Mehrspielermodus
  • etwas einseitiges Missionsdesign
  • belanglose Hintergrundgeschichte
  • unverständliche Funksprüche

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