Test - A Fisherman's Tale : Liebevolles VR-Märchen in der Tradition von Portal

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Greift zu, wenn...

… ihr ein charmantes VR-Märchen mit einer gewitzten Rätselidee spielen wollt und nicht schmollt, wenn es nach zwei Stunden schon vorbei ist.

Spart es euch, wenn...

… ihr nicht bereit seid, für eine Spielzeit von gerade mal zwei Stunden etwa 15 Euro auszugeben.

Fazit

Matthias Grimm - Portraitvon Matthias Grimm
Sehr kurzes, aber charmantes VR-Märchen mit einem gewitzten Rätselprinzip

Spiele wie Portal, Superhot oder Braid waren vor allem auch deswegen so herausragend, weil ihnen jeweils eine simple, klar umrissene Spielidee zugrunde lag, die ohne viel Schnickschnack allein aufgrund ihrer brillanten Prämisse ein komplettes Spiel aufzuspannen imstande war. A Fisherman's Tale in einem Satz mit den eben genannten Beispielen zu nennen, wäre deutlich zu hoch gegriffen. Doch auch dem französischen VR-Märchen, das vom TV-Sender Arte co-produziert wurde, wohnt ein gewitztes Spielprinzip inne, das auf kreative Weise in immer komplexeren und verblüffenderen Situationen und Rätseln aufgeht.

Insbesondere auch die charmante Rahmenhandlung um eine Fischermarionette in ihrem Leuchtturm, deren Logik wie in einem guten Kinderbuch weniger der Realität als vielmehr einer blühenden Fantasie entsprungen scheint, trägt dazu bei, dass A Fisherman's Tale aus den oftmals eher mittelprächtigen VR-Erzählexperimenten wie Déraciné oder Transference positiv heraussticht.

„How much is the Fish?“ Sicherlich mag sich der eine oder andere bei der Antwort „ca. 15 Euro“ auf diese Frage angesichts der sehr kurzen zwei Stunden Spieldauer vor Schreck verschlucken wie an einer Gräte im Seelachs. Andererseits … ein entsprechend liebevoll gestaltetes Märchenbuch würde vermutlich mindestens genauso viel kosten.

VR-Adventures im Test:

Überblick

Pro

  • charmante Märchenhandlung wie aus einem liebevoll gestalteten Kinderbuch
  • gewitztes Spielprinzip, das in kreativen Rätseln aufgeht

Contra

  • sehr kurze Spieldauer von nur zwei Stunden

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