Test - World of WarCraft: Legion : Der Glanz alter Zeiten

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Das liegt unter anderem daran, dass die Gebiete auch abseits der Hauptpfade und Primärquest einiges zu bieten haben. Immer wieder stoßen wir auf liebevolle Details, reizvolle Nebenaufgaben oder einfach nur Abschnitte, die aufgrund ihrer Schönheit zum Verweilen einladen. Überall werden tolle Geschichten erzählt. Hinzu kommen nach Erreichen des Maximallevels die Weltquests, die uns wiederholt in eigentlich bereits bekannte Regionen treiben – doch dazu später mehr.

Besonders toll finden wir, dass es keine fest vorgegebene Reihenfolge gibt, in der wir die Gebiete abklappern müssen. Es liegt bei uns, ob wir zuerst nach Hochberg, Val'sharah, Azsuna oder einen anderen Abschnitt gehen. Die Ausnahme bildet Suramar, das wir erst beim Erreichen des neuen Maximallevels 110 richtig erkunden dürfen.

Diese Entscheidungsfreiheit wird durch eine andere neue Funktion gestützt, die wir ebenfalls sehr lobenswert finden: die Levelanpassung. Egal, ob wir nun mit Stufe 100 oder 107 in ein Gebiet marschieren – die Gegner passen sich unserem Niveau an. Auf diese Weise werden Leerläufe ebenso vermieden wie stumpfes „Durchrennen“. Zu welchem Zeitpunkt auch immer wir die Verheerten Inseln erkunden, das Spiel passt sich uns an.

Das gilt tollerweise auch für die Dungeons: Jeder Gegner und jeder Boss ist auf einem für die einzelnen Spieler getrimmten Level. Somit sind auch gemischte Gruppen möglich. Ein Level-100-Tank, der mit Level-104-Schadensklassen auf Tour geht? Dank des neuen Systems kein Problem. Wie genau Blizzard das hingekriegt hat, wissen wir nicht. Löblich ist es allemal, da es gerade für Twinks den Weg zur Maximalstufe erleichtert. Gruppen findet man somit nämlich meistens schneller als früher.

Mächte Artefakte und Jäger der Dämonen

Wo wir schon bei Twinks sind: Ein nicht zu verachtender Anteil der Spieler wird mit dem Start von World of WarCraft: Legion sicherlich mal einen genaueren Blick auf die neue Heldenklasse werfen: den Dämonenjäger. Der sieht nicht nur extrem cool aus, sondern spielt sich auch besonders flüssig. Das liegt einerseits an der unglaublichen Mobilität dieser Klasse: Doppelsprünge, kurzzeitiges Gleiten mit den Dämonenflügeln und blitzschnelle Salti erinnern eher an einen Artisten als an einen Kämpfer.

Außerdem fühlen sich sämtliche Fähigkeiten erfreulich frisch und wuchtig an. Schon alleine die Einführungsquest der Dämonenjäger ist es wert, gespielt zu werden. Ob und wie sich die Klasse jedoch im Endgame sowie über einen längeren Zeitraum schlagen wird, muss sich erst noch zeigen. Bisher sieht alles verdammt vielversprechend aus. Auch die Handwerksberufe haben endlich wieder an Bedeutung gewonnen.

Als eine der größten Highlights wurden im Vorfeld der Veröffentlichung stets die Artefaktwaffen angepriesen. Im gesamten Add-on gibt es kaum Waffen als Beute oder Handwerksgüter. Stattdessen erhält jede Klassenspezialisierung eigene Artefaktwaffen – eine für jede Spezialisierung –, die im Rahmen von sehr interessant gestalteten Quests freigespielt werden müssen.

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