Preview - Spiel der Woche 37/04: Warhammer 40.000: Dawn of War : Spiel der Woche 37/04: Warhammer 40.000: Dawn of War

  • PC
Von Kommentieren
Interessante Story

Apropos Kampagne. Hierbei übernehmt ihr anfangs die Kontrolle der menschlichen Space Marines und deckt dabei ein Mysterium nach dem anderen auf. Die Story wird in Form von Ingame-Cutscenes erzählt, die allesamt recht gut gelungen sind und für die nötige Atmosphäre sorgen. Vor allem die einzelnen Hauptcharaktere werden besonders gut in Szene gesetzt. Diese spielen auch auf dem virtuellen Schlachtfeld eine sehr wichtige Rolle. Infanteristen werden nämlich nicht einzeln gesteuert sondern in kleineren Trupps, die auch nur in ihrer Gesamtheit aus der Kaserne stiefeln. Um deren Moral oder sogar Fähigkeiten zu verbessern, stellt man ihnen so genannte Kommando-Einheiten zur Seite, die sie in den Kampf begleiten. Selbiges funktioniert aber auch mit den Helden, die nicht nur über besonders mächtige Spezialangriffe sondern auch für Gruppen taugliche Auren oder Ähnliches verfügen. Man sollte als genau planen, welchen Held man bestimmten Truppen zuweist.

Die Missionen machten schon jetzt einen recht durchdachten und abwechslungsreichen Eindruck. Irgendwie lief am Ende aber dann doch alles auf etwas stupide Massenschlachten hinaus, bei denen schnell jede vorher zurechtgelegte Taktik über den Haufen geworfen wird. Einige Einsätze besitzen fast schon epische Ausmaße und ihr solltet lieber genügend Zeit mitbringen. Wem das nicht liegt oder wer die Kampagne bereits durchgespielt hat, darf sich dank des Skirmish-Modus theoretisch unendlich viele Zusatzschlachten mit dem Computer liefern. Die KI agiert eigentlich recht clever und beherrscht auch die Eroberung der Strategic Points sehr gut. Eine Rüge gebührt jedoch der Wegfindung. Es gehört fast schon zur Tagesordnung, dass man seinen Truppen den Befehl gibt, sich an einem bestimmten Punkt zu sammeln, allerdings kümmert sich ein Großteil der Soldaten nicht wirklich um diese Order. Dadurch kommt es gerade an der Front oftmals zu einer sehr ungünstigen Armee-Splittung, die euch schon mal den Sieg kosten kann. Auch im umfangreichen Multiplayer-Modus, der mehrere Spielvarianten bietet, führt dies nicht selten zu kleinen Frustmomenten. Genauere Details und Rückschlüsse im Mehrspielerbereich wird wohl aber erst die Review-Version zulassen.

Bombastische Action

Einen weiteren Beweis für die Fokussierung auf die Action liefert uns die grafische Präsentation. Selten wurden Feuergefechte packender und bombastischer in Szene gesetzt. Überall fliegen Kugeln durch die Gegend, Mündungsfeuer blitzen auf, Energiestrahlen zucken wild züngelnd umher und prächtig inszenierte Explosionen sorgen für reihenweise heruntergeklappte Kiefer. Auch die Konstruktionsanimationen der einzelnen Rassen sind eine wahre Augenweide. Da vergisst man schnell, dass sich gerade die etwas karg und blass wirkende Umgebungsgrafik ein wenig schwächer präsentiert als die restliche Optik.

Am Sound gibt es jedoch kaum etwas auszusetzen. Eine krachende Kampfkulisse, atmosphärisch passende Musikstücke und eine ebenso professionelle wie auch variantenreiche (englische) Sprachausgabe umschmeicheln den Gehörgang eines jeden Hobbygenerals. Man kann nur hoffen, dass eine eventuelle Synchronisation ein ebenso hohes Niveau erreicht.

Fazit

André Linken - Portraitvon André Linken
'Warhammer 40.000: Dawn of War' präsentiert dem geneigten Strategiespieler schon jetzt einen viel versprechenden Mix aus bereits bekannten Elementen. Die einzelnen Aspekte hat man zwar irgendwo schon mal gesehen, doch dank der packenden Action, der interessanten Story und den bombastischen Gefechten wirkt das Spiel insgesamt alles andere als ein lauer Aufguss. Lediglich die ärgerlichen KI- und Wegfindungsfehler sowie die insgesamt irgendwie blass wirkende Szenerie bereiten noch ein paar kleinere Bauchschmerzen. Wenn aber die restlichen Missionen halten, was die Vorabversion verspricht, darf man sich auf ein echtes Strategie-Highlight im Spieleherbst freuen.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel