Preview - Tropico 2: Die Pirateninsel : Tropico 2: Die Pirateninsel

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Im Überraschungshit 'Tropico' von Poptop Software durftet ihr seinerzeit als Diktator einer Bananenrepublik zu Werke gehen, ein Aufruf, dem viele Spieler gefolgt sind. Kein Wunder, dass ein Sequel nur eine Frage der Zeit ist. Zwar geht es in 'Tropico 2: Pirate Cove' erneut in karibische Gefilde, aber die Entwickler Frog City geben euch nun die Gelegenheit, euer Können als Chef einer Pirateninsel zu beweisen. Bill Spieth von Frog City stellte uns das muntere Piratenleben in München vor. Kulisse: die renommierte Bar Trader Vic's im Bayrischen Hof.

Tropico 2: Die Pirateninsel
Erst mal flugs einen Piraten ausgesucht.

Worum geht es?
Wie man der Einleitung schon entnehmen kann, hat sich in Sachen 'Tropico' einiges geändert. Ein komplett anderes Entwicklerteam, eine andere Engine, ein anderes Gameplay, lediglich bei der Steuerung und dem Interface hat Frog City darauf geachtet, dass Besitzer des ersten Teiles sich sofort heimisch fühlen sollen. Natürlich hat sich auch die Thematik geändert, denn nun müsst ihr dafür sorgen, dass die auf eurer Insel heimischen Piraten sich wohl fühlen, gut versorgt sind und munter Beute machen, damit es in der Kasse klingelt. Aber es gibt noch eine zweite Partei auf eurer Insel, nämlich Gefangene, die allerlei Arbeiten zu verrichten haben. Diese gilt es natürlich unter der Fuchtel zu halten, damit sie auch brav schuften und keine Fluchtgedanken hegen. Wirtschaft? Gibt's nicht, statt dessen produziert ihr Güter für eure Piraten, eure Haupteinkünfte kommen aber aus den Raubzügen, die euch nicht nur Beute und Gefangene bringen, sondern auch Gold für die Piraten, welches sie auf eurer Insel munter ausgeben.

Geboten wird euch zunächst einmal eine Kampagne, bestehend aus 15 Szenarien mit steigendem Schwierigkeitsgrad, in der ihr einen frisch von einer Plantage geflüchteten angehenden Piraten spielt, der nach und nach ein Imperium des Raubes auf die Beine stellt. Auch ein Tutorial ist vorhanden, sowie die Möglichkeit, Einzelszenarien zu spielen oder sich im Sandkastenmodus auszutoben. Dort stehen euch verschiedene Locations und Einstelloptionen zur Verfügung: Regionen mit unterschiedlichen Eigenschaften, einer eigenen Vegetation, sowie verschiedene Siegbedingungen wie Flottengröße, Beute, Anzahl Gefangene und Ähnliches. Im Schnitt kann man als Spieldauer mit 1-4 Stunden pro Szenario rechnen, allein die Kampagne kann daher schon mal 40 Stunden in Anspruch nehmen.

Tropico 2: Die Pirateninsel
Die Schmiede liefert die Ausrüstung für die Schar.

Der Start ins Piratenleben
Vor Beginn des Spieles wählt ihr dann noch flugs einen Charakter aus, wobei zahlreiche echte und weniger echte (Cap'n Hook) Piraten zur Verfügung stehen. Diese verfügen grundsätzlich erst mal über unterschiedliche Fähigkeiten. Einstellbar ist zum Beispiel, ob euer Recke ein ehemaliger Meuterer ist, ein Tabakpflanzer oder ein erfahrener Zocker. Weiterhin könnt ihr zwei Qualities einstellen, nämlich ob euer Charakter beispielsweise religiös ist, Voodoo-Anhänger oder Inquisitor. Auch eine negative Eigenschaft ist mit im Programm, das wiederum reicht von faul, gierig oder Analphabet bis hin zum Alkoholiker.

Beim eigentlichen Start ins Piratenleben entdeckt der geneigte Spieler dann erst mal einige Gebäude, nämlich den Palast als Regierungszentrum, das Gefangenenlager und nicht zuletzt eine Sägemühle, denn Holz ist neben Gold die Hauptressource. Nun gilt es, die Gefangenen ordentlich zur Arbeit anzutreiben, wofür der Aufseher mittels nassem Handtuch sorgt. Es gibt einiges zu bauen, damit sich die Piraten wohl und die Gefangenen möglichst unwohl fühlen. Wohnhäuser sorgen für die nötige Unterkunft, wobei es acht Stufen gibt, vom Zelt bis zur schmucken Villa. Vergnügungsetablissements wie Bordelle, Kneipen und Spielhallen sorgen dafür, dass den Piraten nicht zu langweilig wird. Schlecht gelaunte Piraten zücken schon mal das Schwert und hauen dem nächstbesten Passanten eins über den Schädel. Und natürlich braucht ihr auch Produktionsstätten, mehr dazu später.

Tropico 2: Die Pirateninsel
Auf dieser Karte schickt ihr die Schiffe auf Raubzug.

Über Ordnung und Furcht
Etwas schwieriger wird dann aber die Balance aus den beiden Hauptaspekten Piraten und Gefangene. Damit die Gefangenen nicht flüchten, muss Zucht und Ordnung herrschen, bestimmte Dekorationen und Gebäude sorgen dafür. Sollte dann doch einer mal die Beine in die Hand nehmen, gilt es, den Versuch schnellstens zu unterbinden, bevor noch mehr Gefangene auf die Idee kommen. Auf der anderen Seite fühlen sich Piraten nicht besonders heimisch, wo Ordnung herrscht, denn die Jungs stehen eher auf Chaos und Anarchie, zum Beispiel erzeugt durch besagte Vergnügungsviertel. Um das Chaos-Verlangen wieder auszugleichen, könnt ihr die Gefangenen auch durch Furcht beeindrucken, wofür ebenfalls wieder bestimmte Objekte in die Gegend gepflanzt werden können. Eine Statue aus riesigen Skelettarmen schränkt die Fluchtgedanken der Gefangenen sofort etwas ein. Insgesamt gibt es über 80 Gebäude und Ausbauten, die ihr auf eure Insel setzen könnt.

 

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