Test - Total War: Shogun 2 : Kampfschauplatz Asien

  • PC
Von Kommentieren

Der neueste Ableger der Strategiespielserie Total War bietet bekannte Elemente, wie Reichsverwaltung, riesige Massenschlachten und unglaublich viel Liebe zum Detail. Doch in Total War: Shogun 2 steckt noch so viel mehr.

Es kribbelt! Es kribbelt in den Fingern des Redakteurs, der diese Zeilen zu Papier ... äh ... Tastatur bringt. Der Grund ist relativ simpel: Er ist nach seinen Testpartien mit dem Strategiespiel Total War: Shogun 2 ziemlich aufgeregt. Er hat so viel zu berichten, so viel zu erklären. Emotionen, positive wie negative, schwirren ihm durch den Kopf. Der neueste Ableger der berühmten Serie hat sehr viel zu bieten, ohne eine Revolution der Marke einzuläuten. Er macht vieles einen Tick einfacher, zugänglicher und büßt dennoch nichts von seiner Faszination ein. Okay, einmal tief durchatmen. Immerhin wollt ihr genau wissen, was uns in eine solche Aufregung versetzt hat.

Kampf der Clans

Das Kernstück von Total War: Shogun 2 bildet serientypisch die Einzelspielerkampagne. Bevor ihr diese startet, wählt ihr zunächst einen von insgesamt neun verschiedenen Clans aus. Bereits bei diesem Punkt legt das Spiel den Grundstein für die dauerhafte Motivation und den enorm hohen Wiederspielwert. So verfügen die einzelnen Clans nicht nur über individuelle Stärken (gute Reiter, tödliche Samurai, geschickte Kämpfer bei Seegefechten etc.), sondern steigen auch mit jeweils unterschiedlichen Startbedingungen in die Kampagne ein. Die Chosokabe initiieren ihren Feldzug beispielsweise von einer halbwegs sicheren Insel aus, während andere Clans umringt von anderen Fraktionen starten. Somit stellt euch das Spiel abhängig von eurer Wahl vor unterschiedliche Herausforderungen, die ihr in der Frühphase der Kampagne bewältigen müsst.

Apropos Kampagne: Ihr könnt euch entweder für die kurze (120 Runden) oder lange Variante (220 Runden) entscheiden. Bei letzterer gilt es, zusätzlich zum Primärziel - die Eroberung und Verteidigung der Hauptstadt Kyoto - noch bis zu 60 Provinzen im altertümlichen Japan einzunehmen. Ihr habt demnach alle Hände voll zu tun. Und neben der Zeit sitzen euch natürlich auch die anderen Clans im Nacken, die ähnliche Ziele verfolgen.

Total War: Shogun 2 - Launch Trailer
Das neueste Strategiespiel der Total-War-Reihe ist ab heute im Handel erhältlich; wir zeigen euch den obligatorischen Launch-Trailer.

Glücklicherweise könnt ihr euch via Diplomatiefunktionen mit anderen Fraktionen verbünden oder Handelsabkommen schließen. Das funktioniert mit wenigen Mausklicks und bringt taktische Vorteile. Nach dem Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Freund" könnt ihr mit etwas Geschick mehrere Clans gegeneinander ausspielen - und euch somit Luft für den eigenen Feldzug verschaffen.

Weniger ist manchmal mehr

Am grundlegenden Spielprinzip hat sich gegenüber den Vorgängern wie zum Beispiel Empire: Total War nicht viel getan. Nach wie vor verwaltet ihr mithilfe einer sehr hübsch gestalteten Übersichtskarte euer Reich, sammelt Rohstoffe, errichtet Gebäude und schickt Truppen durch das Land. Sobald Letztere auf einen Feind treffen, blendet das Geschehen zu einer Echtzeitschlacht um. Dazu aber gleich mehr. Obwohl diese fast schon suchterregende Mechanik („nur noch diesen einen Kampf, diese eine Provinz") in Total War: Shogun 2 nahezu unverändert übernommen wurde, gibt es einige kleine, aber - im wahrsten Sinne des Wortes - feine Änderungen.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel