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Test - Tornado Outbreak : Ein laues Lüftchen

  • PS3
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Mit dem brachialen Namen Tornado Outbreak will Konami das altbekannte Prinzip vom Sammeln und Zerstören nun auch auf die PS3 bringen. Ob der Titel euch wirklich vom Hocker weht oder sich doch nur als laues Lüftchen erweist, klärt unser Review direkt aus dem Katastrophengebiet.

Gleich zu Beginn müssen wir uns einmal über die Geschichte hinter Tornado Outbreak auslassen, die so gar nicht zum witzigen Grafikstil des Spiels passen mag und sich, was noch viel schlimmer ist, viel zu ernst nimmt: Man schlüpft in die Rolle von Zephyr, einem jungen Sturmkrieger, der die Fähigkeit hat, sich - ihr ahnt es vielleicht bereits - in einen Wirbelsturm zu verwandeln. Omegatron hat seine sechs Machtkugeln an die Feuergeister verloren, die nun auf unserer Erde innerhalb von elf Missionen gefunden werden müssen. Anfänglich begleitet ihn noch sein Mentor namens Nimbus. Das hört sich für einen Wirbelsturm-Soldaten doch ziemlich einfach an, oder? Einen Haken gibt es natürlich wieder mal: Eine Aversion gegen UV-Strahlung, die auf der Erde durch die Sonnenstrahlung natürlich nicht gerade selten vorkommt.

Free like the wind?

Die Schauplätze sind allesamt recht lustig gestaltet und treffen ihr Thema ganz gut, seien es militärische Anlagen oder Bauernhöfe. Diese wirken auf den ersten Blick recht üppig, man könnte sich also richtig austoben. Doch wie vorher bereits beschrieben, spielt die UV-Strahlung eine große Rolle. Die Spielfigur kann sich also nur in schattigen Gebieten frei bewegen. Die Missionen gestalten sich recht eintönig: Als kleiner Wirbelwind gilt es zumeist, bestimmte Gebäude zu zerstören oder genügend Feuergeister einzufangen, die sich gut sichtbar in bestimmten Objekten verschanzt haben, seien es nun kleinere Autos oder riesige Gebäude. Ihr habt nun die Wahl, die kleinen Figuren direkt aufzusaugen oder sie erst einmal zu packen, um schneller zu werden und so letzten Endes mehr Punkte und, was fast noch wichtiger ist, einen kleinen Zeitbonus zu ergattern.

Als kleines Lüftchen müsst ihr euch also erst mal hocharbeiten, das heißt euch anfänglich noch mit Kleinvieh begnügen, Felder aufsaugen, Zäune, Menschen und kleine Sträucher. Ein Blick auf eine Anzeige zeigt immer den Fortschritt, bis der Wirbelsturm größer und somit auch in seiner Aufsaugkraft effektiver wird. So richtig ausufernder Spielspaß kommt dabei nur anfangs auf, wenn es noch keine nervigen Zeitlimits gibt. Die Machtsteine befinden sich übrigens in Totems, die in einer monotonen Tastenklopperei gesichert werden können. Ein bisschen mehr Spaß bringt da schon der kooperative Modus für zwei Spieler.

Technischer Luftikus

Grafisch reißt Tornado Outbreak keine Bäume aus, man merkt aber an allen Ecken und Enden, dass dieses Machwerk vor allen Dingen für die aktuelle Nintendo-Konsole entwickelt wurde. Hoch aufgelöste Texturen oder andere grafische Highlights sucht man vergebens. Dafür überzeugt der Grafikstil mit lustigen und bunten Objekten, es wirkt auch alles etwas kitschig. Die Steuerung geht leicht von der Hand und ist sehr eingängig, im Prinzip werden nur die Analog-Sticks und eine Schultertaste benötigt. Die Sprecher nehmen sich wie die Präsentation der Geschichte viel zu ernst, was sehr aufgesetzt wirkt.

Fazit

von Christian Schmitz
Sammeln und zerstören – unter diesem Motto kann man dieses kurzweilige Spielchen zusammenfassen. Für einen recht günstigen Preis bekommt man hier eine Zerstörungsorgie mit bekannter, aber längst nicht so faszinierender Spielmechanik und geringem Umfang. So kommt die schmeichelhafte Endwertung nur durch eine niedrige Erwartungshaltung und den günstigen Preis zustande. Und fast hätte ich es sogar geschafft dieses Review zu verfassen, ohne auch nur einmal Katamari zu erwähnen.

Überblick

Pro

  • einfaches Spielprinzip
  • netter Grafikstil
  • eingängige Steuerung
  • günstiger Preis

Contra

  • geringer Umfang
  • kaum Langzeitmotivation
  • Geschichte nimmt sich zu ernst
  • kleine Gebiete

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