Preview - Tom Clancy's Rainbow Six 3: Raven Shield : Tom Clancy's Rainbow Six 3: Raven Shield

  • PC
Von Kommentieren
Tom Clancy's Rainbow Six 3: Raven Shield
Auch Rost und blätternde Farbe sind zu sehen.

Türchen auf mal anders
Neben den wirklich sehenswerten Skins und den butterweichen Animationen der Charaktere fallen einige Neuerungen auf, die in der Form bei Shootern bisher nicht zu bewundern waren. So können die SWATs wie gehabt stehen, knien oder kriechen. Neu dabei ist jedoch, dass die Übergänge zwischen diesen Stufen fließend sind und in jeder Position angehalten oder mittels Mausrad geändert werden können. Ähnliches gilt für Türen, gab es da bisher nur das übliche Auf und Zu, können nun auch Türen und Fenster stufenlos geöffnet werden. Das gibt beim Betreten von Räumen völlig neue taktische Möglichkeiten. So könnt ihr eine Tür zunächst einen kleinen Spalt öffnen, um zum Beispiel eine Blendgranate durch den Türschlitz zu werfen, statt dass ihr die Tür ganz aufstoßen müsst und unter Umständen vor einem halben Dutzend Gegnern steht. Icons unterstützen generell die Wahl der Aktionsmöglichkeiten in den Locations, wobei die Interaktion mit der Umgebung etwas begrenzt ist, so könnt ihr beispielsweise keine Tische umkippen, um dahinter in Deckung zu gehen.

Dafür habt ihr unter anderem die Möglichkeit, Gegner, die sich ergeben haben, akkurat zu fesseln und zurückzulassen. Hier kommt auch ein moralischer Faktor zum Tragen, denn einfach den wehrlosen, weil sich ergebenden Gegner abschießen, kommt nicht in Frage. Ebenso fehlt auch das bewährte Nachtsichtgerät nicht, ergänzt wird das Ganze sogar durch Heat Vision, also der Anzeige der Infrarot-Signaturen eines Gegners, die vor allem Scharfschützen zu Gute kommt.

Tom Clancy's Rainbow Six 3: Raven Shield
Fast wie im letzten Ski-Urlaub.

Ebenso wie beim Gameplay wird auch bei den Waffen der Realismus groß geschrieben, allerdings werdet ihr zumindest nach derzeitigem Stand wieder einmal auf Waffenmodels verzichten müssen. Dafür gibt es alle Waffen aus den Vorgängern plus zahlreicher neuer Gerätschaften, darunter USP 40, MP5A4, MP5SD5, P90, M-TAR 21, USAS-12, VSS Sniper und 23E Machine Gun.

Tom Clancy's Rainbow Six 3: Raven Shield
Hier möchte man glatt am Kamin ein Bierchen schlürfen.

Hauptfaktor: Intelligente Gegner
Gute Ausrüstung soll nach dem Willen der Entwickler auch Not tun, denn man will den Gegnern eine herausragende KI spendieren. Basis für das Ganze ist die 'Unreal'-KI ergänzt mit Einflüssen aus der 'Rogue Spear'-KI. Beim SWAT-Team funktioniert das auch bereits recht gut, die Jungs folgen akkurat dem Teamleader und sichern wirklich nach allen Seiten die Umgebung. Auch beim Eindringen in schmale Durchgänge wird darauf geachtet, dass so viel Raum wie möglich abgedeckt wird, zum Beispiel indem die SWATs seitlich am Leader vorbeischauen. Die Gegner verfügen über unterschiedliche Verhaltensweisen, so reagiert ein einzelner Gegner unter Umständen entweder mit Flucht, er ergibt sich oder er versucht, Verstärkung zu holen, je nachdem, welche Kategorie er erfüllt. Auch reagieren die Gegner akkurat auf Geräusche und Sicht und agieren im Team. Leider ist die KI erst zu 50 Prozent fertiggestellt, so dass man das Gezeigte noch nicht recht beurteilen kann. Generell ist geplant, dass sich die KI möglichst dynamisch und variabel verhält, auf übermäßiges Scripten soll zu Gunsten abwechslungsreicher Wiederspielbarkeit verzichtet werden.

Wie auch immer, bis zum Release wird sich sicher noch einiges tun. Auch ist noch nicht ganz klar, was uns im Multiplayer erwarten wird, Coop- und Teamplay-Modi sind fest eingeplant, doch wie diese genau aussehen, ist noch offen. An der KI wird mit Hochdruck gearbeitet und auch über einige Features wird noch diskutiert. Bisher hat das Spiel noch Pre-Alpha-Stadium und bis zum Release im Herbst ist noch einiges an Zeit.

 

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Was es auf dem Event zu 'Rainbow Six: Raven Shield' zu sehen gab, sah nach einem erstklassigen Taktik-Shooter aus. An der Grafik gibt es dank der erweiterten 'Unreal'-Technologie eh schon nichts zu bemängeln und auch das Gameplay erscheint sehr viel versprechend, nicht zuletzt dank einiger sinnvoller Neuerungen. Einzig der Punkt, dass man während der Missionen nicht speichern kann, wird sicher für einige Diskussionen sorgen. Ansonsten bietet das Spiel Spannung, Taktik und Realismus pur. Inwieweit es der Titel letztendlich zum Hit schaffen wird, hängt natürlich vor allem von der KI der Gegner ab. Die ist erst zu 50 Prozent fertig gestellt und von daher zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht aussagekräftig. Ich sehe der Sache jedenfalls voller Erwartungen entgegen.  

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel