Preview - Tom Clancy's Ghost Recon 2: Summit Strike : Tom Clancy's Ghost Recon 2: Summit Strike

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Wird ein Kollege schwer verwundet, könnt ihr versuchen, ihn rasch wieder zu beleben - bei einer tödlichen Verwundung müsst ihr aber wohl oder übel ohne ihn auskommen. Ereilt euch der virtuelle Tod, muss die Mission neu gestartet werden oder ihr ladet einen aktuellen Spielstand - angenehmerweise dürft ihr nämlich jederzeit abspeichern. Im Vorgänger war insbesondere die KI der Feinde sehr schwach, in den aktuellen Missionen scheinen die Schergen nun über etwas mehr Grips zu verfügen und etwas rascher auf einen Angriff zu reagieren. Zumindest in unserer Vorab-Version ließ die KI aber nach wie vor zu wünschen übrig. Ihr bestreitet aber nicht nur Einsätze in der Kälte, sondern agiert beispielsweise auch in Wäldern, einer Stadt und in einer Wüste.

Multiplayer-Gefechte

Etwas cleverere und menschlicher agierende Kontrahenten bekommt ihr aber sowieso im Mehrspieler-Modus geboten. Splitscreen-Anhänger dürfen mit bis zu vier Teilnehmern in die Schlacht ziehen, am meisten Spaß kommt aber naturgemäß per System Link oder online über Xbox Live auf. Im Koop-Modus versuchen sich bis zu vier Spieler gemeinsam an den Einzelspieler-Missionen. Als Spielvarianten stehen dabei unter anderem ’Hamburger Hill’ (ein Bereich muss vor Feinden geschützt werden), ’Kundschafter’ (fünf Gebiete müssen erkundet werden, ohne dass es der Gegner bemerkt) und der neue Modus ’Helikopterjagd’, in dem ihr attackierende Hubschrauber vom Himmel holen sollt, zur Verfügung. Im ’Solo’-Modus gibt es ebenfalls mehrere Spielvarianten, wobei jeder gegen jeden antritt. Letzter Multiplayer-Modus ist ’Team’, in dem sich jeweils zwei Gruppen beharken. Unter anderem muss eine Gruppe ein Attentat der Gegner verhindern, eine Basis verteidigen, ein Paket erobert und zurück ins Lager gebracht werden oder ihr sollt drei Fahrzeuge der Gegenseite markieren. 16 Mehrspieler-Areale stehen zur Auswahl, einige kennt man schon aus dem Vorgänger, die Mehrheit ist aber neu. Ihr seht schon, der Multiplayer-Part kann euch für Monate beschäftigen, zumal ihr auf komfortable Online-Features wie Clan-Systeme und Benachrichtigungsmöglichkeiten nicht verzichten müsst.

Technisch entspricht ’Summit Strike’ weitgehend dem Vorgänger. Ihr bekommt also sehr realistisch inszenierte Szenarios geboten, die nicht sonderlich spektakulär aussehen, aber dafür sehr sauber gestaltet sind. Dazu kommen einige hübsche Effekte wie Unschärfe, Schneefall, Sandsturm oder sehenswerte Explosionen. Ebenfalls durchaus ansehnlich sind die Charaktere ausgefallen, die über ein detailliertes Äußeres und realistische Animationen verfügen. Die Umgebung hingegen wirkt durch wenig animierte Elemente ein wenig leblos, dafür ließen sich bereits in unserer Preview-Fassung kaum Ruckler erkennen.

Wie schon beim ersten ’Ghost Recon 2’ wurden sämtliche Bildschirmtexte und Dialoge in ordentlicher Qualität ins Deutsche übersetzt. In den Missionen wird auf eine andauernde Musikbeschallung verzichtet, dafür bekommt ihr eine angenehm realistische Geräuschkulisse geboten. Besitzer einer Surround-Anlage sind in den Fernduellen klar im Vorteil, da sie schnell orten können, aus welcher Richtung sie gerade beschossen werden und wo sich demnach der Feind wohl in etwa verschanzt hat.

Fazit

von David Stöckli
Neue Einzelspieler-Missionen, ein umfangreicher Mehrspieler-Modus mit neuen Arealen und ein attraktiver Verkaufspreis dürften ’Ghost Recon 2’-Fans zufrieden stellen. Leider gibt es im Add-on sowohl spielerisch als auch technisch keine handfesten Neuerungen und der Singleplayer-Einsatz ist mit elf Levels nicht gerade üppig ausgefallen. Trotzdem scheint ’Summit Strike’ eine runde Sache zu werden. Wir sind auf jeden Fall sicher, dass die fertige Fassung unserem positiven Ersteindruck standhält.

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