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THQ Entertainment

Angeschlagener Publisher verschafft sich etwas Zeit

    Der finanziell angeschlagene Publisher THQ Entertainment kämpft weiter ums Überleben. Zumindest die nächsten Wochen scheinen nun aber gesichert, denn die Firma hat sich beim Hauptgläubiger Wells Fargo frische Zeit verschafft, nachdem man zuvor mit den Ratenzahlungen für ein Darlehen über 50 Millionen US-Dollar in Verzug geraten war.

    Wells Fargo hätte die Möglichkeit gehabt, die Geschäftsbeziehungen mit THQ einzufrieren und hätte das Unternehmen damit wohl dem Bankrott ganz nahe gebracht. Allerdings habe man sich dafür entschieden, weiter auszuharren und so dem Publisher zusätzliche Zeit zu gewähren, um sich finanziell zu sanieren und zu erholen. Zwar wurden im Übrigen keine Details zum geschlossenen Deal bekannt, allerdings gibt es eine offen kommunizierte Deadline, welche am 15. Januar 2013 endet. Kurzum: THQ Entertainment hat sich für den Moment acht Wochen zusätzliche Zeit gesichert.

    Chief Executive Brian Farrell zeigte sich in einem ersten Statement glücklich, dass man eine entsprechende Vereinbarung mit Wells Fargo treffen konnte. Dadurch sei es möglich, sich darauf zu konzentrieren, in Entwicklung befindliche Spiele auch tatsächlich auf den Markt zu bringen.

    Indes ist der oberste Finanzchef von THQ, Paul Pucino, von seinen Ämtern zurückgetreten. Dieser war gleichzeitig auch Executive Vice President und gehörte der Firma vier Jahre an.

    THQ Entertainment stehe weiterhin kurz davor, mit einem anderen Unternehmen einen Deal auszuarbeiten. Namen wurden nicht genannt und auch die Vereinbarung selbst ist noch nicht final ausgearbeitet. THQ selbst äußerte lediglich, dass dieser Deal - sollte er denn zustande kommen - weitreichendere Folgen haben könnte. Möglicherweise gibt es deshalb einen Interessenten, der das Unternehmen oder Teile davon aufkaufen könnte. Zuletzt hatte Ubisoft Interesse an einigen Marken von THQ angemeldet.

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