Test - Thief : Altmetallsammler

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15 Jahre hat die legendäre Serie um Meisterdieb Garrett mittlerweile auf dem Buckel. Entwickler Looking Glass hat sich damit selbst ein Denkmal gesetzt. Nach langer Pause hat nun Eidos Montreal die Serie aufgegriffen und für viel Beachtung im Vorfeld gesorgt. Doch schon in den Preview-Sitzungen mussten wir zuweilen mit gemischten Gefühlen kämpfen und entdeckten immer wieder Stolpersteine. Hat Eidos diese im finalen Spiel aus dem Weg geräumt, damit sich Garretts Abenteuer an die Spitze der Stealth-Spiele schleichen kann, oder fällt er mit viel Radau auf die Kauleiste?

Zu Beginn des Spiels befinden sich Garrett und seine störrische Auszubildende Erin auf einem Raubzug, in dessen Rahmen wir natürlich gleich in die Bedienung des Spiels eingeführt werden. Die geht sowohl mit Controller (alle Plattformen) als auch mit Maus und Tastatur (PC) gut und relativ flüssig von der Hand. Erfreulich. Weniger erfreulich ist, dass ein saftiger Day-one-Patch wartet, der zumindest auf Xbox One mal eben schlappe sechs Gigabyte auf die Platte schaufelt. Wie auch immer, das Abenteuer der beiden geht schief, und das nicht aufgrund unserer unbeholfenen ersten Aktionsversuche.

Azubi Erin gibt offenbar den Löffel ab und Garrett nimmt sich eine Auszeit, um erst nach etlichen Monaten wieder in seine Heimatstadt zurückzukehren. Dort hat sich einiges verändert. Eine seltsame Krankheit, genannt die Schwermut, tobt durch die mittelalterlichen Gassen und der Baron der Stadt herrscht mit eiserner Hand. Logisch, dass sich da Widerstand regt. Angeführt wird er von Orion, der Garrett und dessen alten Kumpel und Auftraggeber Basso alsbald in seine Aktionen einbezieht.

Dies ist der Auftakt für eine acht bis zehn Stunden lange Haupthandlung, die allerdings ziemlich lange braucht, bis sie mal so richtig in die Gänge kommt, die vor mystischem Quark nicht haltmacht und einen insgesamt nicht aus den Latschen haut. Mit Nebenmissionen und Sammelkram landet ihr bei gut 15 Stunden mit brauchbarem Wiederspielwert dank der vielen Einstellmöglichkeiten und zuweilen unterschiedlicher Wege.

Thief - Video Review
Der Meisterdieb ist zurück. Wie gut sich Garrett in der Thief-Neuauflage schlägt, verrät euch unser Videotest.

Merkwürdig zusammengestrickt

So stolpert ihr einige Stunden durch die Stadt und wisst eigentlich nicht so recht, was Sache ist. Das ist gar nicht schlimm, denn zur Eingewöhnung gibt es neben der Geschichte noch einen Stapel Nebenmissionen und natürlich habt ihr reichlich Gelegenheit, die Straßen zu erkunden. Die Stadt ist allerdings kein offenes Gebiet, sondern besteht aus mehreren Bezirken, die jeweils aber nur einige wenige Straßenzüge umfassen und oftmals sehr merkwürdig miteinander verbunden sind.

Durch ein Tor ins nächste Stadtviertel zu kommen, leuchtet ja noch ein. Dass viele Übergänge aber aus Fenstern bestehen, die sich nicht von denen normaler Einbruchsziele unterscheiden, ist nicht nur wenig logisch, sondern auch überaus lästig, denn es geht zulasten der Orientierung und bringt immer wieder Ladezeiten mit sich. Sich durch die Stadt zu bewegen ist somit oft eher quälend als Spaß bringend, zumal die Karte ein wenig unübersichtlich ausfällt.

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