Test - The Legend of Zelda: A Link Between Worlds : Wandmalereien können so schön sein

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Verabschiedet euch von dem Gedanken, dass ihr eure Gegenstände und eure übersinnliche Fähigkeit beliebig oft einsetzen könnt. Die Nutzung wird wie in klassischen Rollenspielen von einer Ausdauerleiste bestimmt. Jede Aktion, sei es das Verschießen von Bogenpfeilen oder das Projizieren auf eine Wand, wird euch einen Teil eurer Ausdauer kosten. Somit müsst ihr der Situation entsprechend haushalten und gerade in Bosskämpfen zusehen, dass ihr euren Widersachern nicht wehrlos ausgeliefert seid. Von dieser Regel sind normale Schwerthiebe und das Verteidigen mit dem Schild nicht betroffen – schade, gerade im Hardcore-Modus, der nach dem Durchspielen freigeschaltet wird, hätte sich dieses Prinzip geradezu angeboten.

The Legend of Zelda: A Link Between Worlds Bild 1

Spiel-Design par excellence

Habt ihr euch durch genügend Tempel geknobelt und gekämpft, werdet ihr Zugang zur Dark World namens Lorule erhalten. Diese tritt wie in A Link to the Past als Paralleldimension in Erscheinung und dient als komplettes Gegenstück zum niedlich wirkenden Hyrule. Statt einer grünen Landschaft mit kleinen Schlangen als Gegnern erwarten euch hier heruntergekommene Gegenden, die obendrein mit Hünen gespickt sind, die euch an den Kragen wollen. Das Zusammenspiel zwischen normaler und dunkler Welt integriert sich makellos in das Konzept, spielt seine vollen Trümpfe jedoch erst in dimensionsübergreifenden Rätseln aus. Die Gestaltung der Level ist so gut durchdacht und wirkt mit einer Sorgfalt erschaffen, dass sie, ihr werdet es ahnen, glatt aus einem 2,5-D-Dark-Souls stammen könnte.

Zu guter Letzt wollen wir noch ein paar Worte zur Musik von A Link Between Worlds verlieren und dabei gar nicht lange um den heißen Brei herumreden: Sie ist fantastisch. In jeglicher Hinsicht. Während des Spielens könnt ihr förmlich spüren, wie viel Spaß die Komponisten beim Einspielen gehabt haben müssen. Dazu gehört natürlich das über alles erhabene Main-Theme, welches euch mit seinen epischen Klängen stets auf der Oberwelt begleitet. Aber auch kleine Spielereien, wie das Verändern der Tonlage, sobald ihr euch in eine Wandmalerei verwandelt, tragen zur großartigen Klangkulisse bei. Selbst im letzten Trailer des 3DS-Titels konnten sich die Verantwortlichen nicht zurückhalten und haben kurzerhand den Original-Soundtrack des Super-Nintendo-Klassikers „versteckt“. Großartig, wie viel Liebe zum Detail darin steckt. Überzeugt euch selbst:

Fazit

Ilyass Alaoui - Portraitvon Ilyass Alaoui

Ja, The Legend of Zelda: A Link Between Worlds macht wieder ordentlich von der alten Zelda-Formel Gebrauch, umgeht jedoch den Fehler, sich vollständig auf Altbewährtes zu verlassen. Das gängige Konzept wird mit konsequenten Ideen und frischen Ansätzen erweitert und schafft es gleichzeitig, den Charme vergangener Teile vollständig wieder aufleben zu lassen. Zudem kommen diverse Aspekte wie eine frei erkundbare Oberwelt hinzu, die mit Geheimnissen geradezu gespickt ist – und da habe ich noch nicht einmal das hervorragende Level-Design der normalen Welt und der Dark World erwähnt. Habe ich zu Beginn die frei wählbare Reihenfolge der Dungeons noch kritisch beäugt, merkte ich auch hier schnell, dass dieses Prinzip dem Spieler eher entgegenkommt und in dieser Form gerne in zukünftige Serienteile übernommen werden kann. Darüber hinaus punktet A Link Between Worlds auch aus technischer Sicht und kann über das gesamte Spiel konstante 60 Bilder pro Sekunde liefern, was sich wiederum positiv auf den 3-D-Effekt ausgewirkt hat. Hier hatte ich sogar erstmalig bei einem 3DS-Titel das Gefühl, dass der 3-D-Effekt einen echten Mehrwert bietet und das Erlebnis auf angenehme Weise erweitert. Über den Soundtrack muss ich nicht mehr allzu viel sagen, der ist einfach über jeden Zweifel erhaben und prägt den Spieldurchgang bis zur letzten Minute. Was bleibt also noch zu sagen? Ich hatte in diesem Jahr den Luxus, sehr viele und vor allem gute Titel spielen zu können. Ich muss aber nicht lange nachdenken, um festzustellen, dass A Link Between Worlds zu meinen absoluten Favoriten im aktuellen Spielejahr gehört.

Überblick

Pro

  • klassisches Spielkonzept mit neuen und frischen Ansätzen
  • trotz bekannter Oberwelt diverse neue Tempel und Gebiete zum Erforschen
  • Reihenfolge von Dungeons frei wählbar
  • Neues Gegenstandssystem bietet diverse Freiheiten in der Vorgehensweise
  • Ausdauerleiste mit neuem taktischem Ansatz
  • Dark World toller Kontrast zu Hyrule
  • dimensionsübergreifende Rätsel sehr gut konstruiert
  • fantastischer Soundtrack
  • flüssige Bildrate ohne Aussetzer
  • 3-D-Effekt besticht als Mehrwert

Contra

  • Speichern nicht überall möglich
  • moderate Geschwindigkeit der Spielfigur auf Dauer anstrengend
  • schwerfällige Einstiegsphase

Wertung

  • 3DS
    9.0
    /10

Awards

  • Design
    • 3DS
  • Sound
    • 3DS

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