Test - The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel : Japanische Wundertüte

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Die Spielreihe The Legend of Heroes ist Kennern japanischer Rollenspiele schon lange ein Begriff. Erst jetzt, nach über 20 Jahren, schafft es die Serie mit der neuesten Trilogie endlich auch zu uns. Mit The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel erwartet euch ein echter Überraschungshit. Doch lohnt es sich, in die Reihe einzusteigen, wenn man keinen der bisherigen Titel gespielt hat? Und worum geht es überhaupt?

Die Spielreihe The Legend of Heroes startete bereits 1989 mit ihrem ersten Titel. Von den zwölf Spielen der Serie schaffte es nur einer, nämlich The Legend of Heroes: Trails of the Sky, zu uns nach Europa, und das auch nur in der PSP-Version. Die Fassungen für PS3, PS Vita und selbst für Windows blieben uns hierzulande verwehrt. Obwohl es sich schon bei diesem Ableger um einen Dreiteiler handelte, blieb der Auftakt der einzige Titel der Serie, den es hier zu kaufen gab. The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel wird keine Eintagsfliege bleiben, denn auch der zweite Teil befindet sich bereits in der englischen Lokalisation und wird es daher wohl auch zu uns schaffen.

Ab nach Erebonia

Wer sich jetzt fragt, ob es sich überhaupt lohnt, in eine so alte Spielserie einzusteigen, ohne die Vorgänger zu kennen: Ja, es lohnt sich. The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel spielt zwar in derselben Welt wie die Vorgänger, ist jedoch der Auftakt einer eigenständigen Trilogie mit in sich abgeschlossener Story. Daher sind keine Vorkenntnisse nötig. Alles Wichtige wird euch während des Spielens vermittelt. Ihr schlüpft in die Rolle von Rean Schwarzer. Der junge Mann befindet sich auf seiner Reise zur Militärakademie, die er in den kommenden Jahren besuchen wird.

Die Militärakademie ist keine x-beliebige, sondern die angesehenste des Landes. Ihr befindet euch übrigens in Erebonia, einem Reich, dessen Bevölkerung streng in Kasten aufgeteilt ist. Reiche Bürger und das normale Volk sind strikt voneinander getrennt und haben in der Regel nicht viel miteinander zu tun. Daher ist Rean sehr überrascht, als er seine Klassenkameraden kennenlernt. Er und acht andere bilden die Klasse VII der Militärakademie.

The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel - Launch Trailer
http://gametrailer.pressakey.com/flv/1450875157.mp4

Im Gegensatz zu den übrigen Schulklassen befinden sich in Klasse VII sowohl Schüler aus dem Adelsstand als auch aus dem normalen Volk. Dass durch diesen Umstand Reibereien programmiert sind, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. So kommt es schon beim Kennenlernen der Schüler zu ersten Streitigkeiten. Doch je mehr das Spiel voranschreitet, desto stärker wächst die Truppe zusammen. Das ist wichtig, denn ein Krieg steht bevor, der gleich zu Beginn des Spiels thematisiert wird.

Kaum hat das Spiel begonnen, übernehmt ihr eine Gruppe der Schüler, die mitten im Kampfgeschehen steckt. Das Level der Gruppe ist recht hoch und ihr beherrscht jede Menge Fähigkeiten. Doch schon nach wenigen Minuten werdet ihr einige Monate in der Zeit zurückgeworfen und erlebt die Zugfahrt Reans zur Schule. Das Experiment „Klasse VII“ kann seinen Lauf von Anfang an nehmen. Ihr werdet Zeuge einer Geschichte, deren riesige Ausmaße ihr zu diesem Zeitpunkt nicht überblicken könnt. Die werdet ihr in den kommenden knapp 80 bis 100 Spielstunden in Erfahrung bringen.

Textmassen, die Spaß bringen

The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel ist ein sehr textlastiges Spiel, das aber mit einer spannenden und sehr interessanten Geschichte gut zu unterhalten weiß. Die Erzählung kommt zwar ein wenig schwer in Gang, nimmt jedoch nach wenigen Spielstunden ordentlich Fahrt auf und bleibt immer spannend. Während der fesselnden Hauptgeschichte erfahrt ihr in vielen kleinen Nebenmissionen einiges über die Schicksale der einzelnen Personen und den Werdegang Erebonias.

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