Test - The Elder Scrolls Online: Summerset : Lohnt sich die MMO-Erweiterung?

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Reichlich Futter also, um ausgiebig über die Inseln zu toben. Während die Spielmechaniken unverändert geblieben sind, wurden sie um einige Aspekte ergänzt. So lernen wir den geheimnisvollen Psijik-Orden und ihr verstecktes Refugium, das Artaeum, kennen. Der Orden spielt natürlich eine Rolle in der Story und beschert uns außerdem eine neue Skill-Linie. Selbige ordnet sich bei den Gilden-Skill-Linien ein, ähnlich den bekannten Magier-, Krieger- oder Unerschrockenen-Skills.

Entsprechend sind die neuen Skills vor allem als Ergänzung zu eurem Repertoire zu sehen und decken alle Bereiche ab, von der Verlangsamung von Gegnern über Waffenschaden bis hin zu Heilung und Regeneration. Um Fortschritte zu erzielen, müsst ihr Quests für den Orden erledigen, die allerdings etwas mühsam sind. Nach und nach sollt ihr nämlich Zeitrisse in verschiedenen Gebieten der ganzen Spielwelt schließen. Pro Quest erlangt ihr eine neue Stufe für die Skill-Linie. Nett, aber auch etwas mühsam und langatmig. Da hätte es vielleicht elegantere Methoden gegeben, zumal die neuen Skills uns nicht vom Hocker hauen.

Willkommener ist da schon das neue Handwerk. Längst gefordert und endlich umgesetzt, können wir nun selbst Schmuck herstellen. Was bisher zum Händler wanderte, kann nun in neue Komponenten zerlegt werden, auch ein paar neue Ressourcen in der Spielwelt sind hinzugekommen. Die Mechanik entspricht freilich den anderen Handwerksarten, sprich, ihr zerlegt, wertet auf, analysiert und bastelt neue Gegenstände, um nach und nach aufzusteigen und neue Perks freizuschalten. Eine überaus willkommene und längst überfällige Abrundung des kolossal umfangreichen Handwerks in TESO, zumal mit dem neuen Handwerk auch einige neue Eigenschaften hinzukommen. Oh, einige neue Set-Werkstätten sind ebenfalls in der Spielwelt zu finden.

Greift zu, wenn...

… ihr von Elder Scrolls Online nicht genug bekommen könnt und Lust auf ein bildschönes neues Gebiet mit viel Inhalt habt. Für TESO-Fans allein aufgrund des Szenarios schon ein Pflichtkauf.

Spart es euch, wenn...

… wenn ihr mit The Elder Scrolls Online ohnehin nichts anfangen könnt.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Pflichtkauf für TESOholiker

Allein schon optisch ist The Elder Scrolls Online: Summerset ein Hochgenuss. Die Inseln von Sommersend setzen sich problemlos an die Spitze der schönsten TESO-Gebiete mit ihrer beeindruckenden Architektur und den farbenfrohen, bildschönen Umgebungen, die das Erkunden zum Genuss werden lassen. Aber auch inhaltlich wird viel geboten. Story und Nebenquests umfassen je nach Spielweise um die 30 Stunden, hinzu kommen zahlreiche Dungeons, Gewölbe, Weltbosse und diverse Aktivitäten. Zudem wird das Handwerk durch die Schmuckherstellung sinnvoll abgerundet.

Einzig die neue Skill-Linie des Psijik-Ordens haut uns nicht aus den Latschen. Die einzelnen Skills sind zwar gute Ergänzungen, aber das Leveln der Skill-Linie ist recht mühsam und monoton – das hätte man vielleicht etwas spannender lösen können. Gegenüber Morrowind ist Summerset aber insgesamt nochmals eine Steigerung. Wer Lust auf neue TESO-Inhalte hat, macht mit dem Add-on nichts falsch. Sehr fein.

Überblick

Pro

  • umfangreiche und erfreulich fesselnde Story mit reichlich Nebenquests
  • bildschönes neues Gebiet mit toller Landschaft und beeindruckender Architektur
  • Schmuckhandwerk nun endlich im Spiel
  • Anker und Gewölbe endlich mal in anderer Form
  • viele neue Dungeons, Gewölbe, Bosse und Events
  • neue Skill-Linie
  • viel Raum für Erkundungen

Contra

  • Leveln der Psijik-Skill-Linie ziemlich monoton und mühsam
  • altbekannte Schwächen: viel Rennerei, hölzerne Charaktere, sehr kalkuliert und vorhersehbar platzierte Gegner, ein paar unnötig gestreckte Abschnitte (wie auch im gesamten Spiel)

Awards

  • Design
    • PC

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