Preview - The Crew: Wild Run : Rennspielerweiterung Probe gefahren

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Viel Masse, wenig Klasse: Das war das Testfazit zum ambitionierten Open-World-Rennspiel The Crew im vergangenen Jahr. Das Entwickler-Team Ivory Towers wollte alles, lieferte am Ende aber „nur“ einen passablen Online-Flitzer ab. Doch Ubisoft ließ das Projekt nicht fallen und gibt The Crew eine zweite Chance. Die Erweiterung The Crew: Wild Run überrascht in der Anspielrunde mit frischer Grafik, neuen Fahrzeugen und netten Event-Ideen.

The Crew war 2014 das hässliche Entlein unter den Rennspielen. Das pure Fahren in der riesigen, offenen Spielwelt machte zweifellos eine Menge Spaß, doch es fehlte ein klares Konzept. Die Erweiterung The Crew: Wild Run könnte das ändern. Sie wirkt fokussiert und dampft das Spielprinzip sinnvoll ein.

Kernelement sind die sogenannten Summits. Diese drei Tage dauernden Events bündeln die Neuerungen des Zusatzpakets und lassen gleichzeitig ein bisschen Festival-Stimmung aufkommen. Dabei erreicht Wild Run zwar längst nicht die Stimmung eines Forza Horizon 2, wirkt aber in sich stimmiger als die chaotische Kampagne des Hauptprogramms. Unter dem Menüpunkt „Freedrive Challenge“ könnt ihr sogar mit dem Mauszeiger einfache Strecken kreieren und Mannschaftskollegen sowie Online-Freunde zum Wettstreit herausfordern.

Durch vollkommen frei platzierbare Check-Punkte entsteht eine Unberechenbarkeit, die die eigenen Fahrkünste und die Spontaneität auf die Probe stellen. Schließlich kann sich ein klassisches Straßenrennen blitzschnell in eine wilde Offroad-Jagd verwandeln. Wie im Hauptprogramm wechselt ihr in der „Mobile Garage“ mit wenigen Klicks zwischen euren Fahrzeugen.

The Crew: Wild Run - gamescom 2015 Trailer
Mit Wild Run wird eine Erweiterung zu The Crew auf der gamescom in Köln gezeigt.

Richtig spannend wird es, wenn sich plötzlich die Wetterbedingungen ändern. Die dynamischen Wechsel zwischen Sonnenschein und Regen sind ein weiterer neuer Bestandteil der Erweiterung. Nasse Straßen sorgen für ein spürbar anderes Fahrverhalten. Entsprechend feinfühlig wollen die Boliden behandelt werden. Auch hier ist The Crew: Wild Run sicherlich kein Perfektionist wie Forza Motorsport 6. Trotzdem ist diese Ergänzung der Spielwelt mehr als willkommen.

Gleiches gilt für die sogenannten Freedrive Stunts. Mit dem Digitalkreuz schaltet ihr diese Nebenmissionen ein. Die Stunts sind kleine Aufgaben, die das Cruisen noch unterhaltsamer machen sollen. Mal braust ihr in zwei Minuten möglichst dicht an zivilen Fahrzeugen vorbei, mal müsst ihr zwei Kilometer ohne Unfall überstehen. Die Stunts geben dem Erkunden der Spielwelt mehr Sinn und fügten sich zumindest in der einstündigen Anspielrunde sehr passend in The Crew: Wild Run ein.

Spaß auf mindestens zwei Rädern!

Ein gutes Rennspiel steht und fällt mit seinem Fuhrpark. The Crew: Wild Run fährt einige extravagante Boliden auf. Die ungewöhnlichsten Erfahrungen sammelt ihr zweifellos mit den riesigen Monstertrucks. Diese Kolosse fühlen sich auf allen Untergrundarten pudelwohl und toben sich in speziellen Arenen aus. Hier müsst ihr innerhalb von drei Minuten möglichst viele Punktesymbole durchfahren.

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