Test - Syberia : Syberia

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Vor rund einem Jahr machte sich die französische Spieleschmiede Microids daran, das von vielen totgesagte Genre des Grafik-Adventures neu zu beleben. Zu diesem Zweck bedienten sie sich der Vorlage einer Geschichte des französischen Autors Benoit Sokal, einem Spezialisten für surreale Abenteuer. Nachdem 'Syberia’, so der Titel des ambitionierten Werks, auf dem PC seinen Siegeszug antrat, können sich nun auch PS2-Besitzer auf den Weg nach 'Syberia’ machen.

Syberia
Ihr startet in einem kleinen, verschlafenen Nest in Frankreich.

Eine Kate macht noch keinen Sommer
Hauptfigur der Story ist die junge und durchaus attraktive New Yorker Rechtsanwältin Kate Walker. Sie wird eines Tages in ein Dorf, das fernab jeder Metropole vor sich hinzuschlummern scheint, geschickt, um dort den Verkauf einer Spielzeugfabrik zu regeln. Doch bereits bei ihrer Ankunft bemerkt Kate, dass dieser malerische Ort mehr Geheimnisse birgt, als sie es sich in ihren kühnsten Träumen ausgerechnet hat. Zunächst checkt die smarte Lady in ihrem Hotel ein. Als sie sich umschaut, bemerkt sie einen etwas verstörten Jungen namens Momo - dieser erzählt ihr wirre Vorgänge über Anna, die verstorbene Besitzerin der Spielzeugfabrik und ihren Freund Hans, der verschwunden zu sein scheint. Als ihr näheres erfahren wollt, rennt er aufgeschreckt davon. Nach diesem kurzen Intermezzo sucht ihr den hiesigen Notar auf, der euch mitteilt, dass der rechtmäßige Erbe der Fabrik, der bereits erwähnte Hans, seit einiger Zeit verschwunden ist und, wie könnte es anders sein, ihr euch zusammen mit Kate Walker auf die Suche nach ihm machen müsst. Dass diese lange und gefährliche Reise durch viele Länder führen und Kate vor etliche schier unlösbare Aufgaben stellen soll, weiß sie zu diesem Augenblick noch nicht. Doch eines ist ihr bereits zu diesem Zeitpunkt klar: Dieser Job wird etwas Besonderes werden, das sie nachhaltig verändern wird.

Syberia
Wie dieses Tor nur zu öffnen ist?

Wer suchet, der findet
Neben der Suche nach dem mysteriösen Erben seid ihr ständig mit der Lösung diverser Rätsel beschäftigt. Diese Aufgaben bringen euch durch die Handlung und reichen vom einfachen Schalterumlegen bis hin zur Ingangsetzung komplizierter Mechanismen. Dabei wechselt der Schwierigkeitsgrad ständig, so dass bei euch keinerlei Langeweile aufkommen sollte. Einen Frustfaktor, wie ihr ihn aus vergleichbaren Titeln kennt, sucht ihr hier vergeblich. Dass die Entwickler ein Faible für Spielzeug haben, wird nicht nur durch die Story deutlich - so haben die meisten Prüfungen, die während Kates langer Reise auf sie warten, irgendetwas mit Spielzeugen zu tun. Besonders gelungen ist euer Reisebegleiter, ein vollautomatischer Roboter, der auf den Namen Oscar hört. Dieser Blechmann erinnert in seiner Gestik und seinem Verhalten an den guten alten Kannenmann aus 'Der Zauberer von Oz’. Auch sonst gibt es einige Anspielungen, die allerdings nicht sofort auffallen, sondern zwischen den Zeilen gelesen werden müssen.

Syberia
Hier muss Kate ein Mammut suchen.

Da Kate bei ihrer Suche um den halben Erdball reist, benötigt sie ordentliches Schuhwerk, sprich: eine gute Steuerung. Leider hat man sich bei Microids eher mit dem Schlussverkauf begnügt, was schon nach kurzer Zeit unangenehm auffällt. Obwohl der jungen Anwältin sowohl ein Geh- als auch ein Laufmodus spendiert wurden, sind beide Varianten nicht ausgereift. Wenn ihr mit dem linken Analogstick Kate durch die Landschaft manövriert, kommt es zuweilen vor, dass sie vor Wände läuft oder in den letzten Spielbildschirm zurück. Rennt ihr dagegen mit eurer Protagonistin, läuft sie meistens Zickzack und verpasst schon einmal das von euch anvisierte Ziel. Bis auf dieses Manko funktioniert die Steuerung allerdings tadellos. Um mit Gegenständen zu interagieren oder Türen zu öffnen, drückt ihr einfach kurz auf die Kreis-Taste. Zum Abwählen betätigt ihr die Dreiecks-Taste.

 

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