Test - Super Lucky's Tale : Wie süß, ein Fuchs!

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Eigentlich ist Lucky kein Held, sondern nur ein Fuchs. Seine Schwester dagegen erlebt große Abenteuer, gerät dabei aber auch häufiger in Schwierigkeiten. Als sie eines Tages an eine fiese Katzenbande gerät, wird ihr Bruder plötzlich in die Sache hineingezogen. Und zwar im Wortsinn!

Ein magisches Buch saugt Lucky ein, woraufhin er sich in einer kunterbunten Fabelwelt wiederfindet. Doch auch die Katzen landen in dem Schmöker und versuchen, dessen magische Kräfte unter ihre Kontrolle zu bringen. Nun liegt es an Lucky, den Mietzen einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Wer jemals zuvor ein 3-D-Hüpfspiel erlebt hat, weiß bereits nach wenigen Minuten, wie der Hase ... sorry, Fuchs läuft und springt und wirbelt und buddelt. Wie bitte?! Ja, seinen Schweif nutzt Lucky für eine rotierende Attacke – damit lassen sich Schalter aktivieren oder Gegner wegschleudern. Mittels Schultertaste macht der Fuchs auf Maulwurf und gräbt sich mit Tempo durch die Erde. Das wird ebenfalls für simple spielerische Einlagen genutzt, beispielsweise um unter Hindernissen hindurch zu sausen oder versteckte Items zum Vorschein zu bringen.

Mit diesem Repertoire geht es durch eine Handvoll Welten, die sich – ganz klassisch Jump-n-Run – thematisch voneinander unterscheiden. Da wären die schwebenden Inseln im Luftschloss, der appetitliche Gemüsegarten oder die staubtrockene Ferienschlucht. Jedes Gebiet besteht aus mehreren Levels: Meist spielt ihr aus der genreüblichen Third-Person-Perspektive, manchmal wechselt das Spiel aber auch in die Seitenansicht. Die Aufgaben bleiben dagegen gleich: Ihr sammelt Münzen sowie die Buchstaben L, U, C, K und Y,  zusätzlich ist in jedem Gebiet ein Geheimraum versteckt, in dem eine weitere Aufgabe gemeistert werden will. Da kommt es schon mal vor, dass Lucky zu einer Kugel geformt einen Parcour absolvieren muss, bei dem ihr das Spielfeld durch Neigen des Analogsticks hin- und herschaukelt. Solche Geschicklichkeitseinlagen sorgen regelmäßig für Abwechslung vom Hüpfalltag.

Durch den Abschluss der Aufgaben und des jeweiligen Levels sammelt Lucky Kleeblätter ein, mit denen wiederum neue Gebiete geöffnet werden. Den Abschluss jeder Spielwelt bildet ein Bosskampf, bei dem der Fuchs einem Mitglied der Katzenbande gegenübertreten muss.

Wie putzig!

Genau das ist die Grafik – putzig! Lucky ist einfach niedlich – wenn er auf allen Pfoten durch die Gegend wetzt, müssen sogar Koopas zerstampfende Italo-Klempner schmunzeln. Die Spielwelten sind mindestens ebenso hübsch aufgemacht, in kräftige helle Farben getaucht und mit knuffigen Gegnertypen, darunter Bienen und Raupen, versehen. Selbst die maunzenden Antagonisten sehen so lieb aus, dass man ihnen einfach nicht böse sein kann.

Überhaupt werdet ihr dem Spiel niemals böse sein. Passend zur Grafik ist auch der Schwierigkeitsgrad auf Harmonie bedacht. Fordernde Spungpassagen oder schwierig zu ergatternde Items gibt es quasi nicht, alles ist selbst für wenig erfahrene Spieler gut erreichbar.  Bildschirmtode passieren selten und wenn, startet ihr an großzügig gesetzten Checkpoints einen neuen Anlauf. Die Steuerung und die schrittweise justierbare Kamera gehen völlig in Ordnung, lediglich hin und wieder vermisst man etwas Präzision oder Übersicht bei Sprungeinlagen. Am Sound gibt es weder etwas zu loben noch zu meckern – die Effekte klingen genre-typisch ebenso verspielt wie die Musikstücke.

Auf der Xbox One X erstrahlt Super Lucky's Tale in gestochen scharfer Ultra-HD-Auflösung. Kantenflimmern gibt es praktisch nicht, so dass sämtliche Konturen blitzsauber dargestellt werden. Auch ohne 4K-Bildschirm profitiert das Spiel vom Supersampling: Alles sieht scharf sowie sauber aus und läuft mit geschmeidigen 30 Bildern pro Sekunde ab. Die Standard-Xbox-One hält hier nicht ganz mit, denn das Bild ist weicher und immer wieder tritt kurzes Ruckeln auf.

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