Test - Stuntman : Stuntman

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Bereits an der E3 2001 sorgte das englische Entwicklerstudio Reflections für Aufsehen, als es erstmals 'Stuntman' präsentierte. Nun ist die originelle Stunt-Simulation endlich für PlayStation 2 erhältlich. Doch kann der ungewöhnliche Racing-Titel den vielen Vorschusslorbeeren gerecht werden und an die früheren Erfolge von Reflections anknüpfen?

Stuntman
Nach den Dreharbeiten gibt's einen Rendertrailer zum Film.

Ein Rennspiel der etwas anderen Art
Ihr habt es bestimmt anhand des Titels schon erraten, ihr eifert in 'Stuntman' dem Beruf eines waschechten, dem Tod ins Gesicht lachenden Stuntman nach. Wer sich nach den ersten paar Stunts nicht zuletzt aufgrund des Fahrverhaltens der Karossen an die beiden PSone-Klassiker 'Driver' und 'Driver 2' erinnert fühlen, liegt nicht falsch – für 'Stuntman' sind schließlich die selben Entwickler verantwortlich. Somit überrascht es wenig, dass ihr 'bloß' Stunts in Wagen oder zumindest wagenähnlichen Maschinen absolviert, und auch die Steuerung für Racingfans nichts Neues darstellt.

Nach dem Start des Spiels sorgt ein rasantes Intro für die richtige Stimmung: Zunächst werden Stunt-Ausschnitte aus früheren Filmzeiten gezeigt, danach folgen ungleich spektakulärere Tricks aus aktuellen Zeiten, untermalt von einem treibenden Soundtrack. Im Hauptmenü habt ihr die Auswahl zwischen drei Spielmodi: 'Karriere', 'Fahrertalent' und 'Stunt-Designer'. Im Zentrum des Interesses steht natürlich die Karriere, zumal ihr hier Elemente für die anderen beiden Modi erst freispielen müsst. Hier schlüpft ihr in die Rolle eines Stuntman, der zunächst in einem Film mit eher geringem Budget mitwirkt und sich so zu immer größeren und spektakuläreren Action-Projekten hocharbeitet – bei all diesen Movies handelt es zwar um fiktive Streifen, aber es ist meist ziemlich deutlich erkennbar, was für ein realer Hollywood-Hit als Vorbild herhalten musste. Zwischen den Filmdreharbeiten nehmt ihr außerdem an einigen Stuntshows teil, bei denen ihr in einem Stadion typische Showeinlagen - wie das Springen über hohe Rampen, synchrones Fahren neben anderen Wagen oder das Plattwalzen von Autos in einem Monster Truck - zeigen müsst.

Stuntman
Verfolgungsjagd mit der Polizei.

Und … Action!
Wie schon erwähnt, ist der erste Film noch nicht ganz so spektakulär und groß, wie die späteren Movies. Es handelt sich beim ersten Streifen um einen britischen Ganovenfilm, der nicht wenig an Guy Ritchie-Filme wie 'Bube, Dame, König, Grass' oder 'Snatch' erinnert. Gleich fünf, aber noch relativ kurze und einfache Szenen sind bei 'Toothless in Wapping' erfolgreich zu absolvieren. Dabei rast ihr durch ein Industrieviertel, durch Lagerhallen, Tunnels und an Docks vorbei – mit reichlich Chaos, Verkehr, engen Passagen und waghalsigen Sprüngen. Der zweite Film namens 'A Whoopin and a Hollerin' ist hingegen in einem ländlichen US-Szenario angesiedelt, in dem sich die Handlung um zwei unschuldige Burschen, eine Schwarzbrennerei und einen fiesen korrupten Sheriff dreht. Beim Anblick der Story, des Szenarios, der Fahrzeuge und nicht zuletzt der Stunts fühlt man sich an die typischen 'Schlitzohr'-Filme mit Burt Reynolds erinnert. Ihr liefert euch also fröhlich mit der Polizei heiße Verfolgungsjagden, springt über Flüsse und zeigt sehenswerte Stunts um und auf fahrenden Zügen. 'Blood Oath', der dritte Film, ist eine asiatische Action-Produktion, in der ihr in einer Grosstadt für mächtig Chaos und Blechschaden sorgt. Später braust ihr sogar mit einem Tuk-Tuk los und weicht Angriffen eines Kampfhubschraubers aus.

Stuntman
Die Landung auf dem Zugdach hat nicht geklappt.

Der vierte Streifen namens 'Conspiracy' spielt hingegen in den Schweizer Alpen und ist ein wachechter, actionlastiger Agententhriller im Stile von Tom Clancy oder John Grisham. Neben gefährlichen Verfolgungsjagden auf einem Jet-Ski über weite Hänge und durch ein Dorf steht auch eine Sequenz in einem Offroader auf dem Drehplan. Die Arbeiten an der Hollywood-Produktion 'Scarab of the Lost Souls' schicken euch in ein Wüstenszenario, wo ihr im besten 'Indiana Jones'-Stil in einem Jeep, einem Panzerwagen und einem Motorrad mit Seitenwagen durch verfallene Tempelanlagen braust und in einer Stadt vor dem Militär flüchtet. Beim letzten Film namens 'Live Twice for Tomorrow' deutet schon der Titel an, dass es sich um einen Actionmovie im Stil der 'James Bond'-Filme dreht. Vor dem Start der Dreharbeiten wird euch das Szenario und etwas die Story erklärt, zwischen den einzelnen Stuntszenen, von denen es je nach Film drei bis fünf gibt, verrät der Stuntman einem Making-of-Kamerateam, was an dem folgenden Stunt so besonders und speziell schwierig ist. Nach den Szenen solltet ihr euch die spektakulär inszenierten Replays nicht entgehen lassen, außerdem dürft ihr am Schluss der Dreharbeiten den Filmtrailer genießen, in dem Sequenzen aus Rendergrafik und Echtzeit-Ausschnitte von euren Taten gemischt werden.

 

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