Test - StarCraft II: Wings of Liberty : Strategie vom andern Stern

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Zuletzt - in der Erweiterung zum ersten Teil Brood War - hatte die Zerg-Königin Kerrigan das terranische Dominion überfallen. Kerrigan war einst eine Ghost, eine Elitekommandoeinheit der Terraner, und noch dazu mit Raynor verbandelt. Durch den Verrat des skrupellosen Dominion-Anführers Mengsk wurde Kerrigan bei einem Einsatz zurückgelassen und mutierte schließlich zur Königin der Zerg. Doch all das ist lange vorbei, die Zerg sind vertrieben.

Jim Raynor ist daran gelegen, endlich der Welt die Freiheit zu bringen und Herrscher Mengsk zu stürzen. Doch wieder einmal kommt alles anders. Die Zerg kehren zurück und überfallen einen Planeten nach dem anderen. Zudem finden sich in der Galaxie immer wieder Alien-Artefakte der Xel'Naga. Diese alte Rasse erschuf die Zerg und die Protoss. Im Verlauf der Geschichte gibt es daher auch ein Wiedersehen mit dem Protoss-Templer Zeratul, der euch beim Entschlüsseln der Artefakte hilft.

Auf einer Reise durchs All

Ausgangsbasis eurer Abenteuer ist der Raumkreuzer Hyperion. Dort besucht ihr vier verschiedene Abschnitte des Schiffes: Auf der Brücke warten Missionen auf euch, in der Bar heuert ihr Söldner an, im Labor erforscht ihr Protoss- und Zerg-Technologie und im Arsenal verseht ihr verschiedene Einheiten mit Ausrüstungsverbesserungen. Was sich zunächst etwas simpel anhören mag, ist äußerst stimmungsvoll inszeniert und taktisch reizvoll.

An jedem der vier Orte warten verschiedene Charaktere auf euch, die euch je nach Missionsstatus andere Dinge erzählen. Beispielsweise findet ihr in der Bar Raynors alten Kumpel Tychus, der immer wieder markige Sprüche ablässt. Mit den kurzen Zwischensequenzen wird eine extrem dichte Atmosphäre aufgebaut, welche die Hintergrundgeschichte auch zwischen den Missionen extrem gut transportiert. In der Bar wartet sogar ein vollwertiger Scrolling-Shooter auf euch, der mit seinem Namen The Lost Viking auf Blizzards Jump-'n'-Run-Puzzler The Lost Vikings verweist.

Viele Elemente in den vier Stationen klickt ihr für Zusatzinformationen einfach an. So erfahrt ihr mehr über die Hintergründe. Ebenfalls genial gemacht sind die jeweils aktuellen Nachrichten, die ihr euch am Fernseher der Bar anseht. Auch hier trifft Blizzard mit tollen Dialogen ins Schwarze. So setzt sich eine streitbare Jungmoderatorin zusehends gegen den erzkonservativen Nachrichtensprecher durch.

Die deutsche Synchronisation ist allerdings nicht durchweg gelungen. Einige wenige Sprecher wirken etwas überzogen und unecht. Zum Glück beschränkt sich das aber auf Nebenfiguren. In den Missionen bekommt ihr wie üblich Bestätigungs- oder Angriffssprüche der Einheiten zu hören. Auch hier gibt es mal schlechtere, mal bessere Ansagen. Die WBFs haben zum Beispiel einen Berliner Dialekt, während der Thor-Roboter von der Synchronstimme von Arnold Schwarzenegger und Dennis Quaid vertont wurde.

Mission: Vielfalt

Die wenigsten Spiele können der Aussage standhalten, dass sich keine Mission gleicht. Doch bei StarCraft II: Wings of Liberty ist das wirklich der Fall. In jedem der 26 Levels werdet ihr auf andere Weise gefordert. Blizzard hat sich extrem viel Mühe gegeben, und das merkt ihr in jeder Mission immer wieder aufs Neue. So viele unterschiedliche Ansätze in nur einem Spiel gab es selten.

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