Test - Star Wolves : Star Wolves

  • PC
Von Kommentieren

Weltraumspiele gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Doch gerade die älteren Semester denken mit eine Träne der Nostalgie an solche Klassiker wie 'Privateer' oder 'Elite'. Gibt es denn tatsächlich nur noch Action- und Strategiespiele im facettenreichen SF-Gewand? Nein, nicht ganz. Die Jungs von Xbow Software wagen mit 'Star Wolves' einen Spagat zwischen mehreren Genres und lassen dabei gleichzeitig das Flair vergangener Tage aufkommen. Reicht es aber für den ganz großen Wurf?

Die Menschheit des 23. Jahrhunderts hat es eigentlich weit gebracht. Seit mehr als hundert Jahren kolonisieren sie zahlreiche Planeten in der bekannten Galaxis, treiben den Abbau wertvoller Mineralien voran und erkunden neue Systeme. Allerdings geht die wahre Macht von drei Megakonzernen aus, die mit strenger Hand und fast schon skrupelloser Gier nach Profit agieren. Doch die Geschäfte gehen schlecht. Weltraumpiraten tauchen plötzlich in immer größeren Gruppen auf, fangen Frachter ab und machen nahezu jede erdenkliche Handelsroute unsicher. Es ist die Zeit der Söldner, die sich die aktuelle Situation zu Nutze machen und gegen Bezahlung jeden Auftrag ausführen. Mittlerweile sind sie aus der Galaxis gar nicht mehr wegzudenken und viele Konzerne bauen auf ihre Dienste. Doch Vorsicht ist angesagt: Söldner haben selten ein Gewissen und arbeiten für denjenigen, der das meiste Geld auf den Tisch legt.

Her mit dem Geld!

So viel zur Hintergrundgeschichte von 'Star Wolves' und bereits an dieser Stelle reißen sicherlich einige von euch die Augen erwartungsvoll auf. Söldner? Weltraum? Das hatten wir doch schon mal. Richtig, doch Xbow Software geht dennoch einen eigenen Weg und serviert euch einen Mix aus Echtzeitstrategie, Rollenspiel und Action – wobei letztere eher indirekt ins Spiel kommt. Doch eines nach dem anderen. Zu Beginn startet ihr eure Laufbahn als unerfahrener Söldner, der das Team der Star Wolves ins Leben ruft. Ihr habt gerade mal genügend Geld auf dem Konto, um den Treibstoff zu bezahlen und gondelt an Bord des großen Mutterschiffs durch die Galaxie. Ein weiterer Haudegen namens Ace gesellt sich zur noch jungen Truppe, sodass ihr bei den ersten Aufträgen immerhin nicht gänzlich auf euch allein gestellt seid. Apropos Aufträge: Diese erhaltet ihr an Bord des besagten Mutterschiffs, das als Ausgangspunkt für die meisten Missionen dient. Bis auf wenige Ausnahmen stehen euch stets mehrere Anfragen zur Auswahl, die jeweils mit einer kurzen Beschreibung samt Bezahlung aufgelistet sind. Das Repertoire reicht dabei von einfachen Patrouillenflügen über Kopfgeld-Missionen bis hin zu riskanten Schmuggelaufträgen. Je gefährlicher der Einsatz ist, desto höher die Belohnung. Es gilt also abzuwägen, was wichtiger ist.

Gleichzeitig präsentiert sich euch an dieser Stelle auch die viel angepriesene Nonlinearität des Spiels. Leider stimmt das nicht so ganz. Ja, ihr dürft oftmals zwischen mehreren Missionen wählen, aber eine wirkliche Verzweigung der Story ergibt sich daraus nur selten. Erledigt ihr beispielsweise Auftrag B zuerst, steht danach noch immer Auftrag A zur Verfügung – ohne jegliche Konsequenzen. Des Weiteren gibt es immer wieder Knotenpunkte, an denen die leicht voneinander abweichenden Stränge zusammenkommen. Eine strenge Linearität liegt demnach zwar keineswegs vor, aber wirklich frei ist der Aufbau letztendlich ebenfalls nicht. Immerhin ist für ausreichend Abwechslung gesorgt, was die Aufgabenstellung betrifft. Außerdem gibt es während der Missionen immer wieder Zusatzaufgaben, die ihr optional in Angriff nehmen könnt. Schade, dass die Briefings allesamt sehr öde inszeniert sind – selbiges gilt für die Nachrichten an Bord des Mutterschiffs.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel