Test - Star Wars Jedi Knight II: Jedi Outcast : Star Wars Jedi Knight II: Jedi Outcast

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Es war einmal... So beginnen nicht nur Märchen, sondern auch die Geschichten aus dem 'Star Wars'-Universum. Die neueste liest sich so: Eigentlich wollte Kyle Katarn mit der Macht nichts mehr zu tun haben und sein Laserschwert nie mehr benutzen. Als Söldner schiebt er eine ruhige Kugel. Der Auftrag, den er zusammen mit seiner Freundin Jan Ors annimmt, ist eine einfache Routineaufklärungsmission, denkt Kyle. Ein großer Fehler. Bald wird Kyle klar, dass er seine Jedi-Kräfte erneut dringend brauchen wird.

Star Wars Jedi Knight II: Jedi Outcast
Noch sind sie vereint: Kyle und seine Freundin.

Während Cineasten darüber streiten, ob Episode 1 und 2 mit dem Charme der älteren 'Star Wars'-Filme mithalten können, haben es Spielefans leichter: Dass 'Jedi Knight II' das technisch ausgereifteste Ego-Shooter- bzw. Third-Person-Game aus der 'Star Wars'-Reihe ist, steht außer Frage. Nie waren die Bewegungen der bösen Jungs mit der weißen Weste feingliedriger und realistischer, nie gab es beeindruckendere Explosionen und Lichteffekte. Den gamesweb.com-Oskar für die besten Special Effects gewinnt 'Jedi Knight II' auf jeden Fall.

Aber nicht den Oskar für das originellste Drehbuch. In diesem Punkt ist 'Jedi Knight II' Egoshooter-Durchschnitt. Guter Durchschnitt, immerhin. Die Handlung ist schnell erzählt: Rache. Kennt man. Im Kino aus Filmen wie 'The Crow', in Spielen zum Beispiel bei 'Max Payne'. Ist aber auch die beste Motivation, um den bösen Imperialen Soldaten in den gepanzerten A... zu treten. Das mit dem Durchschnitt gilt auch für die Grafik. Die ist zwar sehr schön anzusehen, aber eben auch nicht revolutionär. Entwickelt wurde das Spiel basierend auf der id-Arena-Engine. Beeindruckender als das Level-Design ist auf jeden Fall die Modellierung der Spielfiguren.

Böse Überraschung
War euch Luke Skywalker in den 'Star Wars'-Filmen ein wenig zu brav? Und ihr fandet Han Solo cooler? Die gute Nachricht: Kyle Katarn ist eine Mischung aus beiden. Einerseits der Söldner, der bei jedem Job fragt: 'Was habe ich davon?', andererseits der Typ, der das beste aus sich herausholt, wenn es darauf ankommt. Raue Schale, weicher Kern, eben. In 'Jedi Knight II' entpuppt sich für ihn eine harmlose Aufklärungsmission als Feuerprobe. Ein Planet, von dem angenommen wurde, dass er unbelebt sei, stellt sich als imperialer Stützpunkt heraus. Als Kyles Freundin entführt wird, geht er zu Luke Skywalker, um sein Lichtschwert zurückzuholen und seine Jedi-Fähigkeiten aufzufrischen. Beides braucht er dringend für seinen Rachefeldzug.

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Schon zu Beginn geht es heiß her.

Die Überraschung liegt auch auf Seiten des Spielers, denn während die ersten Kontakte mit den Sturmtruppen des bösen Imperiums noch relativ leicht zu meistern sind, wird die Zahl der Gegner bald immer größer. Und jeder Treffer richtet im Vergleich zu denen in anderen Shootern relativ viel Schaden an. Schon im ersten Level sind es 94 Gegner, in späteren seid ihr eine Ein-Mann-Armee im Kampf gegen Hundertschaften von bösen Weißmännern.

Fieserweise kommt hinzu, dass die Gegner auch immer treffsicherer, schussfreudiger und flinker werden. Die K.I. ist allerdings nicht überragend: Zwar gehen die weißen Soldaten in Deckung, wenn sie unter starken Beschuss kommen, aber andererseits glotzen sie einfach nur blöd, anstatt wegzulaufen, wenn man ihnen einen Thermaldetonator vor die Füße rollt. Trotzdem sind sie harte Gegner, weil sie durch ihre schnellen Bewegungen schwer zu treffen sind. Es kommt deshalb vor, dass man in der Statistik nach dem erfolgreich absolvierten Level lesen muss: 'Treffsicherheit 37,9 Prozent'. Diese Statistik berichtet auch von eurer Feuerrate, Lieblingswaffe, entdeckten Geheimnissen, etc.

Was man nicht unbedingt von Egoshootern gewohnt ist: In ihren flinken Bewegungen ähneln die Gegner - vor allem in den späteren Levels - denen von echten Gegenspielern im Deathmatch. Und wo wir gerade beim Thema sind: Der Mehrspielermodus ermöglicht den Krieg der Sterne gegen bis zu 16 andere reale Jedi-Ritter oder gegen mindestens genau so durchtriebene KI-Bots. Jeder der Bots hat individuelle Eigenschaften, seinen eigenen Kampfstil und eine individuelle Kampfstärke. Sieben zusätzliche Kräfte der Macht stehen den Online-Kämpfern zur Verfügung.

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Ein Sturmtruppen-Soldat macht Männchen.

'Capture the Flag' kennt ihr, aber 'Capture the Ysalimari' gibt es nur bei 'Jedi Knight'! Ein netter Gag: Mit dem Salamander auf dem Arm seid ihr gegen die Kräfte der Macht geschützt, die gegen euch verwendet werden.

Außerdem gibt es die Mehrspieler-Modi 'Jedi-Meister', 'Holocrons', 'Deathmatch' und 'Duell'. Wie der Name schon sagt, könnt ihr euch im letzteren Fall mit einem Gegner Lichtschwert-Zweikämpfe liefern, so wie Darth Vader und Luke Skywalker vor langer Zeit, in einer weit entfernten Galaxie.

 

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