Test - Splatoon : Team-Shooter in Bunt. Und anders.

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2001 avancierte die GTA-Serie durch GTA III zu einem Massenphänomen, Halo: Combat Evolved setzte Maßstäbe für alle nachfolgenden Ego-Shooter und SEGA zog sich komplett aus dem Konsolengeschäft zurück. Warum das eine Rolle spielt? Weil in diesem Jahr Nintendo mit der Pikmin-Serie die bis dato letzte große ikonische Marke etablierte. Nach nunmehr 14 Jahren haben sich die Japaner endlich getraut, etwas Neues auf die Beine zu stellen, das, wie sollte es anders sein, gängigen Konventionen entsagt und sich nicht so recht in eine Schublade stecken lässt. Nintendos Versuch, die Regeln des gängigen Team-Shooters umzuschreiben, hört auf den Namen Splatoon. So unscheinbar der Titel auch klingt, so eindrucksvoll ist das Resultat.

Die Bezeichnung Shooter macht ja bereits klar, worum es in Spielen dieser Art geht: Es wird geschossen, und zwar scharf. Man schießt auf Menschen, Tiere, Außerirdische oder andere Fantasiegestalten. Das ist schlussendlich immer ein Akt der Gewalt. Da ist es logisch, dass Nintendo, der propagierte Hüter der Familienunterhaltung, diese Domäne anderen Entwicklern überließ. Dachte man bisher zumindest. Doch Nintendo wollte das Feld nicht länger den anderen überlassen, sondern ebenfalls von diesem verheißungsvollen Kuchen naschen.

Also schrieb man die bis dato fest verankerten Regeln des gewöhnlichen Shooters für Splatoon ein wenig um. So recht wundert das nicht. Die Entwickler unter dem Dach des großen N sträubten sich schon immer, eigentlich unumstößtliche Standards zu adaptieren. Aus der Idee, ein Rennspiel zu entwickeln, resultierte Mario Kart, das Beat-'em-up-Genre wurde um Super Smash Bros. erweitert und dank Pikmin glich Echtzeitstrategie eher einem Überlebenskampf. Auch Splatoon folgt der Philosophie des Eigentümlichen und belohnt nicht denjenigen, der am meisten Abschüsse verzeichnet. Stattdessen ist das eigentliche Ziel das Einfärben der jeweiligen Karte.

Splatoon - Revierkämpfe Gameplay Trailer
Im Zuge der Direct-Konferenz wurden auch neue Spielszenen in Form eines Trailers zum farbenfrohen Wii-U-Titel veröffentlicht.

Dabei stehen sich zwei Teams aus jeweils vier Spielern gegenüber. Wer sich blindlings in den Kampf stürzt, läuft Gefahr, abgeschossen und zum Startpunkt zurückgesetzt zu werden. Dadurch bleibt weniger Zeit, sein eigenes Team bei der Farbschlacht zu unterstützen. Es ist also immer ein Abwägen: Geht ihr das Risiko ein, eure Kontrahenten zurückzudrängen, oder sichert ihr lieber bereits eingefärbte Areale? Das GamePad zeigt euch nicht nur eine aktuelle Übersicht der Karte samt Farbverteilung an, sondern erlaubt es euch auch, durch Druck auf die Position eines Mitspielers sofort zu ihm zu gelangen.

Allzu viel Zeit bleibt allerdings nicht, um sich groß Gedanken über den eigenen Schlachtplan zu machen. Jedes Match ist auf drei Minuten begrenzt. Entscheidungen müssen dementsprechend schnell getroffen werden. Doch mit der nötigen Übung gehen all diese Überlegungen, das Abwägen und die nötige Risikobereitschaft in Fleisch und Blut über und es entfaltet sich eine unglaubliche Dynamik. Denn die Kombination aus Einfärben, Schusswechseln und nahtloser Unterstützungsfunktion lassen keinerlei Leerlauf entstehen.

Waffe statt Klasse

Splatoon verzichtet im Gegensatz zu anderen Größen wie Team Fortress auf eine Klassenauswahl. Stattdessen legt ihr euren Spielstil maßgeblich durch die Wahl eurer Waffe fest. Während der gemeine Kleckser auf kurze und mittlere Distanz trifft und über eine recht hohe Streuung verfügt, ist der Kleckskonzentrator als Scharfschützengewehr zu verstehen, das zwar weit schießt, aber keine nennenswerte Schussfrequenz besitzt. Der Klecksroller hingegen ist das Äquivalent zur Schrotflinte: auf kurze Distanz mit einem Treffer tödlich, aber mit dem nötigen Abstand keine Gefahr. Jede Waffe bringt folglich Vor- und Nachteile mit sich, auch was das eigentliche Einfärben betrifft.

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So ist der Klecksroller in der Beziehung äußerst effektiv, während der Kleckskonzentrator, bedingt durch die geringe Schussfrequenz, weitaus weniger Wirkung erzielt – zumindest unter Einsteigern. Der Schlüssel zum Sieg ist es, seine Rolle zu kennen und dementsprechend zu handeln – offensiv, defensiv oder unterstützend. Jede Waffe verfügt zudem über eine sekundäre Funktion sowie ein temporäres Power-up. Die Zweitfunktion einer Waffe erlaubt es euch beispielsweise, Haftgranaten, Tintensprenkler oder Suchtorpedos zu verwenden. Auch hier ist strategischer Einsatz gefragt, um beispielsweise Engpässe durch Sprenkler für den Gegner für kurze Zeit unzugänglich zu machen oder durch die Tintenspur des eigenen Torpedos schneller voranzukommen.

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