Preview - Spiel der Woche 36/04: Sly 2: Band of Thieves : Spiel der Woche 36/04: Sly 2: Band of Thieves

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Nach dem Erfolg des ersten Teiles kehrt der tierische Schleicher mit dem buschigen Schweif wieder auf eure PlayStation zurück. Auch in 'Sly 2: Band of Thieves' erwarten euch spannende Abenteuer, waghalsige Einbrüche und ein wahrhaft diebisches Vergnügen. Die Entwickler von Sucker Punch haben sich dabei die Kritik am Vorgänger offenbar zu Herzen genommen und einige neue Features ins Spiel integriert, ohne jedoch das grundsätzliche Gameplay des Action-Adventures zu verändern.

Auf der Jagd nach den Clockwerk-Teilen

Im Hinblick auf die Story setzt 'Sly 2' einige Monate nach den Ereignissen aus dem ersten Teil auf, in welchem der sympathische Ganove und seine Kumpane dem fiesen Roboter Clockwerk den Garaus machten. Doch offenbar war die Zerstörung nicht vollständig, denn erneut tauchen Teile des Roboters auf. Klar, dass Sly das Schlimmste verhindern will, nämlich dass jemand die Einzelteile zusammenbaut und der böse Clockwerk wieder sein Unwesen treibt.

Dummerweise hat sich die Klaww-Gang unter der Leitung von Bösewicht Dimitri genau das in den Kopf gesetzt und ist Sly schon beim ersten Versuch zuvor gekommen. Nun müssen Waschbär Sly und seine leicht debilen Freunde Murray (ein etwas dümmliches, aber starkes Nilpferd) und Bentley (die intelligente Schildkröte) alles geben, um der Klaww-Gang die Clockwerk-Teile wieder abzuknöpfen. Die wilde Jagd nach den Clockwerk-Teilen führt Sly und seine Gesellen in unterschiedliche Locations rund um die Welt, darunter Paris, Kairo und Indien.

Stealth im Comic-Stil

In den weitgehend linearen Missionen der spannenden und wendungsreichen Story habt ihr die Gelegenheit, drei verschiedene Charaktere zu steuern. Hauptfigur Sly ist der geschickte und gewandte Schleicher, mit dem ihr euch an Laternenmasten hochhangelt, über Seile und Leitungen balanciert oder euch leise schleichend durch die Levels bewegt. Nilpferd Murray ist, wie kaum anders zu erwarten, der Typ fürs Grobe und kommt immer dann zum Einsatz, wenn es gilt, etwas kaputt zu machen oder Gegner aus den Socken zu hauen. Bentley letztendlich ist das Superhirn der Bande und ist immer dann gefragt, wenn Codes zu entschlüsseln sind. Natürlich dürft ihr die Charaktere nicht einfach dann nutzen, wann ihr wollt - der Einsatz ist missionsabhängig.

Die Missionen selbst sind mittlerweile, nicht zuletzt auch durch den stärkeren Einsatz aller drei Charaktere, abwechslungsreicher und komplexer geworden und auch die Teilziele der Missionen sind vielfältiger. So gilt es, geschickt in Häuser einzubrechen, sich an Wachen vorbeizuschleichen oder ihnen Schlüssel aus den Taschen zu stibitzen, den Boss der Claww-Gang zu verfolgen und ihm den Geheim-Code für eine Tür abzuluchsen oder aber genügend Ratten-Gangster KO zu hauen und diese in ein Rohrsystem zu werfen, bis selbiges verstopft - was auch gleich klar macht, dass der Comic-Humor des Vorgängers auch diesmal nicht zu kurz kommt. Die Teil-Missionen bauen logisch aufeinander auf, können aber mitunter auch in beliebiger Reihenfolge gelöst werden, wenn simultan ablaufende Aktionen gefragt sind.

Von allem etwas mehr

Was bereits im ersten Level auffällt ist, dass die Locations komplett neu strukturiert wurden. Statt mehr oder weniger lineare Jump'n Run-Bereiche wie im Vorgänger bekommt der Spieler nun deutlich mehr Freiheit. Der Paris-Abschnitt spielt beispielsweise in einem kompletten Stadtteil, mit Slys Hauptquartier und mehreren Mission-Locations, so dass ihr euch immer wieder neue Wege zum Umgehen patrouillierender Ganoven suchen könnt, sei es durch die Straßen oder quer über die Dächer. Dafür hat Sucker Punch auch die Framerate-Probleme gelöst, indem gleich eine komplett überarbeitete Engine für das Spiel erstellt wurde.

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