Preview - Silent Hunter 3 : Silent Hunter 3

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Waschechte Simulationen, einst die Paradedisziplin im PC-Sektor, sucht man heutzutage in den Ladenregalen immer öfter vergebens. Ein Glück, dass Ubisoft mit 'Silent Hunter 3' die Fahne des Genres wieder einmal hochhält. Aber nicht nur das, die neue U-Boot Simulation soll dank umfangreicher Optionen auch Einsteigern den Zutritt zum Genre gewähren.

Das Ziel von 'Silent Hunter 3' ist simulationstypisch schnell erklärt: Ihr übernehmt die Rolle eines U-Boot Kommandanten im zweiten Weltkrieg. In dieser Rolle obliegt euch die Kontrolle aller Einzelheiten eines U-Boots, sei es die Maschine, das Sonar, die Navigation, die taktischen und strategischen Manöver oder sogar das Crew-Management.

Historische Simulation

Historisch korrekt erlebt ihr somit den deutschen U-Boot Kampf in Atlantik und Mittelmeer mit den typischen Aufträgen der damaligen Zeit, sprich hauptsächlich Jagd auf feindliche Konvois. Wie auch im echten Leben macht euch nach einiger Zeit vor allem der technische Fortschritt der alliierten Zerstörer mehr und mehr Kopfzerbrechen. Aber auch auf der deutschen Seite könnt ihr im späteren Spielverlauf immer neuere und bessere U-Boote kommandieren: Historik-Fans sollten die Begriffe Klasse II, VII, IX und XXI bekannt sein.

Silent Hunter 3Geboren am 24. Oktober 1913. Jürgen Oesten trat im April 1933 in die Deutsche Reichsmarine ein. Sein zweiter Einsatz an Bord der U-106 in afrikanischen Gewässern wurde mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Sogar die HMS Malaya, ein britisches Kriegsschiff aus dem 1.Weltkrieg, wurde schwer beschädigt.

Auf diesen Einsätzen wurden unter Jürgen Oestens Kommando 44.820 Bruttoregistertonnen versenkt. Jüergen Oesten erlebte das Ende des Krieges als Korvettenkapitän der U-861. Unter seinem Kommando wurden im 2. Weltkrieg insgesamt 19 Schiffe (Mehr als 100.000 Bruttoregistertonnen) versenkt.

Die verschiedenen U-Boot Klassen haben natürlich nicht nur optischen Einfluss auf das Geschehen am Bildschirm: So dürft ihr euch im späteren Verlauf besonders über die zielsicheren neuen Torpedos mit Magnet-Detonationssensor freuen und natürlich in immer größere Tiefen hinabtauchen, um den feindlichen Wasserbomben zu entkommen. Wie genau die einzelnen Missionen, die in unserer Preview-Version nur lose verbunden und mit einem kurzen Textbriefing versehen waren, letztendlich präsentiert werden bleibt abzuwarten. Zu hoffen ist, dass die Entwickler - anders als zum Beispiel in IL2-Sturmovik - es schaffen, dem ganzen einen durchgehenden Faden zu verpassen und eine entsprechende Geschichte zu erzählen. Der anvisierte Karriere-Modus mit Belohnungssystem und Medaillenvergabe spricht bereits dafür, sodass wir diesbezüglich zuversichtlich sind. Ansonsten sticht die Simulation speziell durch die akkurate Darstellung der Schiffe und deren Nautik, den Einfluss von Wetter und Sichtverhältnissen sowie den dazugehörigen realgetreuen Sound aus dem sonst grafisch meist tristen Genre heraus.

Garant für die detailgenaue Umsetzung der damaligen Kriegssituation dürfte auch Korvettenkapitän Jürgen Oesten sein, der bei der Entwicklung des Spiels mit Rat und Tat zur Seite stand.

Einsteigerfreundliche Bedienung

Vor allem mit dem neuen 3D-Interface wollen die Entwickler auch Einsteiger für das doch oft eher trocken präsentierte Genre begeistern. Im Spiel bedeutet das, dass ihr euch nicht durch ellenlange Menüs oder komplizierte Makros hindurchwursteln müsst, sondern alle Funktionen wie in einem echten U-Boot durch Befehle oder Klick auf die entsprechenden Instrumente erreicht. Die geniale Quick-Befehlsleiste tut ein Übriges zur Vereinfachung der Bedienung.

Alte Seebären, die schon mit 'Silent Service' auf Konvoi-Jagd gegangen sind, können aber auch weiterhin in Tastaturkommandos schwelgen. An dieser Stelle sei die hervorragende Anleitung inklusive übersichtlicher Tastatur-Schablone nicht unerwähnt geblieben.

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