Test - Sid Meier's Pirates! : Sid Meier's Pirates!

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Mehr als ein halbes Jahr mussten alle Xbox-Freibeuter darauf warten, dass die Neuauflage von ‘Pirates!’ in die Gewässer von Microsofts Konsole einläuft. Jetzt endlich ist es so weit. Mit ein paar neuen Features im Gepäck und mit dem unnachahmlichen Flair der Nostalgie wollen euch die Jungs von Firaxis umgarnen. Wir verraten euch, ob sich der Ausflug auf die hohe See auch wirklich lohnt.

So etwas ist eigentlich nicht für Kinderaugen bestimmt: Direkt vor der Nase eines Knaben wird die gesamte Familie in Handschellen abgeführt und der gesamte Besitz beschlagnahmt - ziemlich unsanft wohlgemerkt. Der kleine Junge konnte diesem Schicksal in letzter Sekunde entrinnen und schwor ewige Rache gegenüber dem Drahtzieher dieser Aktion. Die nächsten zehn Jahre verschwand besagter Spross in der Versenkung, nur um dann als herangewachsener Jungpirat wieder aufzutauchen, der nicht nur die Weltmeere unsicher macht, sondern auch seine lange gehegten Vergeltungspläne endlich durchführen will. Und wie könnte es anders sein: Ihr seid dieser aufstrebende Freibeuter-Kapitän.

Alles hört auf euer Kommando

Um eines gleich vorwegzunehmen: Gegenüber der PC-Version hat sich spielerisch eigentlich so gut wie nichts getan. Hier ein paar Steuerungsanpassungen, dort eine Online-Funktion und ein seichter Multiplayer-Modus ist auch dabei - dazu aber später mehr. Ansonsten entfaltet sich ‘Pirates!’ in bekannter Art und Weise vor euren Augen. An Bord einer kleinen Nussschale, die kaum als bedrohliches Piratenschiff zu bezeichnen ist, segelt ihr durch die Karibik und kämpft zunächst darum, euch einen Ruf aufzubauen. Sehr angenehm: Es gibt keinen vorgeschriebenen Missions- oder Handlungsablauf, dem ihr folgen müsst. Was als Nächstes in Angriff genommen wird, liegt allein in eurer Hand. So besucht ihr zunächst eine der zahlreichen Städte und Kolonien, die mit der jeweiligen Nationalflagge ihrer Gründer gekennzeichnet sind.

Engländer, Spanier, Franzosen und Holländer tummeln sich auf der riesigen Karte und greifen alle nach der Vorherrschaft. Die einzelnen Fraktionen befinden sich meist im Krieg gegeneinander, was ihr natürlich zu euren Gunsten ausnutzen solltet. Die Holländer beharken sich mit den Engländern? Dann schnell zu einem britischen Gouverneur gesegelt, den Kaperbrief eingesackt und dann ein paar holländische Galleonen unter den Nagel gerissen. Das bringt euch nicht nur jede Menge Gold in die Schatzkammer, sondern lässt euch auch in der Gunst der Engländer steigen.

Ruf ist alles

Das ist sehr wichtig, denn mit steigendem Ansehen ergattert ihr nicht nur eine Beförderung nach der anderen, sondern erhaltet gleichzeitig hilfreiche Boni. Ab einem bestimmten Rang verkaufen euch die entsprechenden Händler ihre Waren billiger oder der Schiffsbauer bietet seine Dienste kostenfrei an - sehr angenehm. Netter Nebeneffekt: Hält der Gouverneur große Stücke auf euch, dürft ihr seiner Tochter den Hof machen. Dieser müsst ihr mit euren Taten, schicken Geschenken und vor allem einer gelungenen Tanzeinlage imponieren. Letzteres entpuppt sich als etwas langweiliges Reaktionsspielchen, das ein wenig aufgesetzt wirkt. Allerdings lohnt sich der Aufwand, denn beeindruckte Damen versorgen euch mit wichtigen Informationen. Die erhaltet ihr auch in den hiesigen Kneipen und bringt so z.B. den Aufenthaltsort von großen Piraten oder die Reiseroute einer Schatzflotte in Erfahrung. Gleichzeitig rekrutiert ihr in den Kaschemmen auch neue Männer für euer Schiff. Nur ein voll besetzter Kahn ist wirklich einsatzbereit und entfaltet seine optimale Wirkung. So schippert ihr von den Häfen hinaus ins Meer und kapert zunächst ein größeres Schiff. Ihr dürft stets mehrere Exemplare in eure Flotte aufnehmen, doch vor allem im Kampf sollte stets der größte Kahn zum Einsatz kommen.

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