Test - Shaun Palmer's Pro Snowboarder : Shaun Palmer's Pro Snowboarder

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Die 'Tony Hawk's Pro Skater'-Reihe wird mit Sicherheit allen Konsoleros ein Begriff sein. In den letzten Jahren war das spektakuläre Skateboard-Spiel von keinem anderen Funsport-Game zu toppen. Mit 'Airblade' versuchte Sony, das von allen Seiten hoch gelobte Spiel vom Genre-Thron zu stoßen. Vor kurzem zeigte sich aber, dass Activision den Markt voll im Griff hat. - der dritte Teil von 'Tony Hawk's' auf PlayStation 2 übertraf alle Erwartungen. Mit 'Shaun Palmer's Pro Snowboarder' liefert Dearsoft ein Produkt ab, dass nicht nur namentlich an die 'Tony Hawk'-Spiele erinnert, sondern auch inhaltlich einiges mit dem superben Rollbrett-Epos gemein hat. Als Snowboard-Legende Shaun Palmer macht ihr die Skipisten dieser Welt unsicher. Ob das trendige Snowboard-Spiel an die Qualitäten des großen Bruders heranreicht, erfahrt ihr in diesem Review.

Shaun Palmer's Pro Snowboarder
Shaun Palmer in schwerster Montur mit Sturzhelm.

Tony Hawk on Ice
Passend zur kalten Jahreszeit präsentiert uns Activision in seiner O2-Serie ein neues Snowboard-Spiel allererster Güte. Neben 'Shaun Palmers Pro Snowboarder' erscheint auch die 'Tony Hawk's'-Serie neu unter dem O2-Label von Activision, das sich auf Funsport-Spiele spezialisiert hat. Nicht nur namentlich haben die beiden Spiele einiges gemein. Man könnte getrost von einem 'Tony Hawk on Ice' sprechen, wenn man Shaun Palmers erstes eigenes PlayStation 2-Spiel einmal genauer betrachtet.

Ein schickes Intro, in welchem sich Echtzeit- und vorgerenderte Sequenzen abwechseln, befördert uns geradewegs in die Welt des Profi-Snowboarders Shaun Palmer. Einzelspieler dürfen sich entweder im 'Freeriding' oder im Karriere-Modus versuchen. Bei den freien Fahrten können die Spieler die schon freigeschalteten Strecken, die allesamt von riesigem Ausmaße sind, in Ruhe austesten. Es wollen schließlich massenweise verstecke Passagen entdeckt werden. Der Karriere-Modus gleicht dem von 'Tony Hawk's Pro Skateboarder 3' bis ins kleinste Detail. Dearsoft, die bis vor kurzem noch als UEP Systems agierten, haben sich ein Beispiel an den Mannen von NeverSoft genommen und einen Spielmodus gebastelt, bei dem es nicht nur darauf ankommt, einen möglichst hohen Highscore zu erzielen. Fans von Sonys 128 Bit-Konsole müssen bei Shaun Palmers Snowboard-Abenteuer auch zahlreiche Aufgaben erfüllen. So gilt es zum Beispiel, in einem Level eine bestimmte Anzahl von Schildern umzufahren, die das Snowboarden an diesem Teil des Parcours verbieten.

Shaun Palmer's Pro Snowboarder
Das Hauptmenü.

Des weiteren gibt es Standard-Ziele, die bei jedem Track aufs neue auftauchen. So zum Beispiel müssen Hobby-Snowboarder in den acht verschiedenen Levels einen Profi-, einen Boarder- und einen Hammer-Score erreichen, um an neue Medaillen zu kommen. Besonders knifflig gestaltet sich die Suche nach den gut versteckten Sponsoren. Auf einer Piste muss der Fahrer zum Beispiel erst über einen alten Cadillac grinden, bis sich ein Garagentor öffnet, in dem ihr den gegehrten Sponsor findet. Die eben erwähnten Medaillen dienen dazu, neue Level Freizuschalten. Falls ihr einmal Schwierigkeiten haben solltet, an eine dieser Trophäen zu kommen, ist das nicht weiter tragisch, da nicht alle Ziele eines Abschnitts benötigt werden, um ein neues Level anwählen zu können. Der Schwierigkeitsgrad ist bei 'Shaun Palmers Pro Snowboarder' weitaus höher als bei anderen Genre-Kollegen. Gelgenheitszocker beißen sich sicherlich die Zähne aus an dem einen oder anderen Levelziel aus. Besitzer des aktuellen 'Tony Hawk's'-Ablegers haben es da wesentlich einfacher. Leider haben die Macher von Dearsoft keine Funktion integriert, die es allen Wintersport-Freunden erlaubt, den Schwierigkeitsgrad selber zu wählen.

Shaun Palmer's Pro Snowboarder
Die Tutorial-Funktion hilft Einsteigern sehr.

Das Trickrepertoire des spaßigen Snowboard-Rasers ist schier unerschöpflich. Auch hier darf der Spieler in bester 'Tony Hawk's'-Manier waghalsige Stunts ausführen, die allen Naturgesetzen trotzen. Dreifache Salti sind da zum Beispiel keine Seltenheit. Der PS2-Besitzer darf wahlweise in die Haut eines männlichen oder eines weiblichen Sportlers schlüpfen. Bei Dearsofts Funsport-Game sind jedoch mehr weibliche Charaktere anwählbar als bei vergleichbaren Titeln. Die eigentlichen Charaktermodelle unterscheiden sich dabei jedoch herzlich wenig, sodass es letztendlich egal ist, ob ein Shaun Palmer oder eine Tara Dakides einen Misty-Flip ausführt, es sieht bei beiden völlig identisch aus. Neben den Grinds, bei denen es darauf ankommt, die Balance auf dem Geländer oder dem Holzstück, auf dem ihr gerade entlang rutscht, zu halten, gibt es auch noch die Airs. Diese Sprünge bringen aufgrund der Tatsache, dass man sie nur bedingt miteinander kombinieren, jedoch nicht so viele Punkte wie zum Beispiel die Grinds. Ein weiterer Grund dafür, wieso es sich nicht empfiehlt, bei einem Lauf großen Wert auf Airs oder Flips zu legen, ist die Tatsache, dass euer Alter-Ego nur wenige Sekunden in der Luft verbringen kann. Auf der Rail könnt ihr jedoch grinden bis sie zu ende ist, vorausgesetzt ihr seid ein Meister im balancieren und nehmt genug Schwung mit in den Trick. Die verschiedenen Manöver können mit so genannten 'Manuals' geschickt miteinander verbunden werden, sodass mit etwas Glück ein Trick entsteht, der gar mehrere Minuten andauert. Den Pro-, Boarder- und den Hammer-Score können geübte Zocker also mit einem einzigen Trick knacken. Auch dieses nette Feature haben die Macher bei den Kollegen von NeverSoft stibitzt.

 

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