Preview - Scorn : Horror meets Alien

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Der Entwickler Ebb Software hat vor Kurzem die Kickstarter-Aktion für das Horror-Adventure Scorn erfolgreich abgeschlossen. Der Release des ersten von zwei Kapiteln ist zwar erst für den Oktober 2018 geplant, doch wir konnten uns schon jetzt ein erstes Bild von dem ebenso gruseligen wie verstörenden Spiel machen.

150.000 Euro wollte der serbische Entwickler Ebb Software für die Entwicklung seines Horror-Adventures Scorn mithilfe einer Kickstarter-Aktion sammeln. Am Ende sind es sogar fast 200.000 Euro geworden, sodass sich das Team entschlossen hat, einige zusätzliche Inhalte und Features einzubauen. Das verschiebt den Release zwar auf den Oktober 2018, soll sich letztendlich aber auszahlen – sagen zumindest die Entwickler.

Aliendesign made in Serbia

Bei Scorn handelt es sich um ein Horror-Adventure, in dem ihr eine fremdartige Welt aus der Egoperspektive erkundet und dabei zahlreiche Geheimnisse lüften müsst. Schon nach wenigen Schritten fallen uns zwei Dinge auf: Da wäre zum einen die ziemlich düstere Atmosphäre von Scorn. Die entsteht nicht nur durch die schwache Ausleuchtung der Räume mit ihren hübschen Licht- und Schattenspielereien, sondern auch durch die arg bedrückende Musikuntermalung, die jeden Schritt mit gruseligen Tönen begleitet und dadurch ein permanentes Gefühl der Anspannung erzeugt. Sollten die Entwickler dieses Niveau im gesamten Spiel halten können, dürfte Scorn ein mental ziemlich anstrengendes Spiel werden – im positiven Sinne. Für zarte Gemüter ist das Adventure definitiv nichts.

Das hängt auch mit der zweiten Auffälligkeit zusammen: Das gesamte Design des Spiels erinnert sehr stark an die Werke von H. R. Giger – vor allem an den Look der Alien-Filme. Wir schreiten durch zahlreiche Gänge, die immer wieder von organischen Verflechtungen, Blut und anderen ekligen Dingen durchzogen werden. Alles wirkt fremdartig, fast schon surreal. Dieses Gefühl verstärkt sich spätestens bei der ersten Begegnung mit einem der Gegner – wurmartigen Geschöpfen, die sich schmatzend durch die Gänge schieben und mit nicht minder ekligen Geschossen angreifen. Sobald ihr eine dieser Kreaturen erlegt habt, liegen ihre toten Leiber zuckend am Boden – kein schöner Anblick, der aber hervorragend in diese Horrorwelt passt.

  • Scorn - Screenshots - Bild 1
  • Scorn - Screenshots - Bild 2
  • Scorn - Screenshots - Bild 3
  • Scorn - Screenshots - Bild 4
  • Scorn - Screenshots - Bild 5
  • Scorn - Screenshots - Bild 6
  • Scorn - Screenshots - Bild 7
  • Scorn - Screenshots - Bild 8

Unfaires Abenteuer?

Apropos Kampf: In der Alphademo von Scorn stand uns eine Schusswaffe zur Verfügung, die ebenfalls halb organisch wirkt und lebendig zu sein scheint. Spätestens beim Nachladen sehen wir sehr viel blutiges Fleisch und sich bewegende Teile, die entfernt an Insekten erinnern. Noch interessanter ist jedoch, dass man mit der Munition haushalten sollte, da es nur wenig Nachschub zu geben scheint. Außerdem dauert das Nachladen eine halbe Ewigkeit. Ihr könnt es euch also abschminken, wie in einem Ego-Shooter wild ballernd durch die Alienwelt zu stürmen.

Stattdessen gilt es immer wieder, kleinere Rätsel zu lösen. Stets findet ihr kryptische Hinweise, könnt durch Löcher und Luken anfangs versperrte Bereiche der Station entdecken und werdet somit ständig angetrieben, die Welt weiter zu erkunden.

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So toll die Atmosphäre von Scorn jedoch sein mag, einige Dinge bereiten uns noch leichte Kopfschmerzen. In manchen Passagen sackten wir ohne jegliche Vorwarnung plötzlich tot zu Boden. Zum Beispiel als wir auf leisen Sohlen um eine Ecke bogen, nur um dann von einem gleißenden Licht geblendet zu werden – und zu sterben. Klar, manchmal ist ein wenig Trial & Error gar nicht mal schlecht, vor allem nicht in einem Spiel, das so viel Wert auf Erkundung, Mysterien und Rätsel legt. Doch sollte das überhandnehmen, kann es schnell in Frustration enden.

Außerdem wünschen wir uns für die Vollversion etwas mehr Abwechslung beim Leveldesign. Wenn wir ständig durch die recht ähnlich aussehenden Gänge marschieren müssen, stellt sich irgendwann unweigerlich ein Gefühl der Eintönigkeit ein. Das wäre schade, denn grafisch macht Scorn dank Unreal Engine schon jetzt einiges her.

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