Test - Sacred 3 : Ungeschickte Namenswahl

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Die Sacred-Reihe war insbesondere wegen zweier Dinge beliebt: Zum einen, da sie sehr humorvoll ans Fantasy-Genre heranging, zum anderen, weil sie eine offene, atmosphärische Welt bot. Während der Humor in Sacred 3 geblieben ist, fehlt von der offenen Welt jede Spur.

Der fiese Obermotz Zane hat es auf das Herz von Ancaria abgesehen. Damit er es nicht in seine schmuddeligen Hände bekommt, haben es die Seraphim an einem sicheren Ort versteckt. Zane lässt jedoch nicht locker und ist kurz davor, dass Herz endgültig zu ergattern. Das könnt ihr, ein wagemutiger Held, allerdings nicht zulassen und stellt euch Zane in den Weg. So die Geschichte, die euch in Sacred 3 erwartet. Ihr übernehmt die Rolle eines Helden und dürft dabei zu Beginn aus vier unterschiedlichen Klassen auswählen. Dabei ist es nicht möglich, Geschlecht, Name und Aussehen zu verändern, denn die Helden in Sacred 3 sind bereits vorhanden.

Die Jagd nach dem Gold
Jeder von ihnen hat seine eigene kleine Geschichte, die ihr im Laufe des Spiels erlebt. Aber keine Angst, bei den vorhandenen Helden sollte für jeden der richtige dabei sein. Ob nun der muskelbepackte Safiri Marak oder die grazil wirkende Seraphim-Paladin Claire, die Auswahl deckt alle Arten recht gut ab. Ob ihr daher als hammerschwingender Haudrauf durch die Lande zieht, oder doch lieber magische Fähigkeiten oder gar einen Bogen benutzt, bleibt euch überlassen. Zudem gibt es ausreichend Charakterplätze, um wirklich alle Klassen zu spielen, ihr müsst daher keine Angst haben, einen hochgezüchteten Charakter löschen zu müssen, wenn ihr einmal Lust auf einen anderen habt.

Wie bereits geschrieben, gibt es im dritten Teil der Serie keine offene Welt mehr. Doch damit nicht genug: Auch auf Item-Jagd werdet ihr in Sacred 3 nicht mehr gehen können. Besiegte Gegner lassen ab jetzt nur noch Gold und diverse Tränke fallen, mit denen ihr beispielsweise Lebenskraft oder die Energie aufladet. Dass ihr keine Items findet, heißt jedoch nicht, dass ihr von Level 1 bis 50 (das ist das derzeitige Maximallevel) immer mit der selben Waffe und der gleichen Rüstung herumrennt. Steigt ihr im Level, erlangt ihr hin und wieder neue Waffen und Rüstungen. Diese aktiviert ihr dann im Charaktermenü, müsst dafür jedoch eine ordentliche Summe Gold auf den virtuellen Tisch legen.

Gleiches gilt auch für neue Fertigkeiten, von denen ihr immer zwei spezielle aktivieren dürft. Hier erlernt ihr jedoch nicht nur neue Fertigkeiten, sondern könnt nach und nach bereits erlernte hochstufen und sie dadurch verstärken. Das wiederum geht dann auch mit den Waffen. Jede Waffe hat spezielle Eigenschaften, die ihr in einem recht übersichtlichen Bildschirm erfahrt. Nach und nach dürft ihr diese aufwerten, wodurch auch die Waffe an sich stärker wird. Somit steigen beispielsweise die Angriffskraft und die Reichweite der Waffe, oder aber sie bekommt eine neue Spezialfähigkeit zugewiesen. Wem das noch nicht reicht, der darf sich über unterschiedliche Waffengeister freuen, die ihr im Laufe des Spiels kennenlernt.

Sacred 3 - Launch Trailer
Deep Silver zeigt anlässlich der Veröffentlichung von Sacred 3 einen neuen Trailer zum Spiel.

Immer dann, wenn ein Waffengeist aktiv ist, bekommt ihr dies eingeblendet und ruft ihn dann per Tastendruck zu euch. In erster Linie dienen die Waffengeister allerdings euren Mitspielern, denn diese erhalten Boni, während ihr kleinere Abzüge zum Beispiel bei der Wirkung von Heiltränken hinnehmen müsst. Und an dieser Stelle kommen wir zu dem, was Sacred 3 unterhaltsam macht. Ist das Spiel im Solospiel noch etwas träge, wird es im Koop mit bis zu vier Spielern recht unterhaltsam. Dank eines simplen Drop-in/Drop-out-Systems könnt ihr jederzeit in eine Partie einsteigen oder ein anderer Spieler schließt sich euch an. Doch auch die Privatsphäre wird gewahrt: Möchtet ihr das nämlich nicht, schließt ihr euer Spiel einfach, so dass wahlweise nur Freunde hinein können oder ihr ausdrücklich Einladungen verschicken müsst.