Preview - Remember Me : Futuristische Abenteuer

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Auf seiner Pressekonferenz im Vorfeld der gamescom 2012 hat Capcom mit Remember Me eine komplett neue Marke aus dem Haus Dontnod Entertainment angekündigt. Dabei handelt es sich um das Spiel, das bislang unter dem Arbeitstitel "Adrift" bekannt war.

Nun also hat das Spiel den finalen Namen Remember Me verpasst bekommen. Das Spiel konzentriert sich auf die Protagonistin Nilin, die sich im Third-Person-Action-Adventure durch ein Neo-Paris im Jahre 2084 mit Cyberpunk-Szenario bewegt. Dabei lässt sie sich in Faustkämpfe verwickeln und hat diverse Klettereinlagen auf den verschiedenen architektonischen Meisterwerken zu meistern.

Der Bevölkerung der Spielwelt wurden sogenannte Sensation-Engines implantiert, die auch als Sen-Sen bekannt sind. Diese nehmen Erinnerungen auf, welche online gehandelt oder auch kostenfrei angeboten werden können. Hinter den Sen-Sens steckt ein Unternehmen namens Memoreyes, das letztendlich den Fluss der Erinnerungen kontrolliert.

Diesen gegenüber stehen die Errorists, eine Gruppe von Rebellen, die gegen die Memoreyes in den Kampf ziehen. Die Protagonistin ist in der Lage, sich freien Zugang zu Erinnerungen zu verschaffen, indem sie sich gewissermaßen in fremde Köpfe hackt. Sie kann die Erinnernungen auch stehlen und verändern. In der Präsentation war etwa sehen, wie Nilin einem Charakter namens Forlan eine falsche Erinnerung "einpflanzt". Derartige Schritte sollen den Lauf der Handlung verändern, was sich beispielsweise in unterschiedlichen Zwischensequenzen äußert. Diese könnt ihr offenbar auch pausieren, zurückspulen und die eingesetzte Erinnerung modifizieren, um ein anderes Ergebnis zu erzielen. Ihr steigt zu einem Punkt in die Handlung ein, an dem Nilins eigene Erinnerung gelöscht wurde. Auf der Suche nach ihrer Identität und der Ergründung der Umstände werdet ihr sie fortan begleiten.

Remember Me - gamescom 2012 Memory Remix Gameplay Walkthrough
Passend zur Neuvorstellung von Remember Me können wir euch hier eine umfassende Präsentation des neuen Titels von Capcom zeigen.

Die Spielmechanik hat in einer ersten Präsentation etwas an Uncharted erinnert und bietet zahlreiche derartige Action-Szenen, darunter die Flucht vor einem Helikopter. Allerdings sind auch Anleihen aus Titeln wie Deus Ex oder Devil May Cry offenkundig. Nilin kann zudem Türen aus sicherer Entfernung hacken und auf andere Arten Gebrauch von ihrem Sen-Sen machen. Zu guter Letzt stehen ihr im Spielverlauf diverse Kräfte zur Verfügung, sodass sie auch mit ihrer Umgebung interagieren kann.

Gezeigt wurde der Titel anhand einer PS3-Demo, daneben soll es aber auf jeden Fall auch eine X360- und eine PC-Fassung geben. Grafisch präsentierte sich der Open-World-Titel bislang tendenziell noch eher schwach. Als Veröffentlichungstermin hat Dontnod, ein neues Studio, das aus Ex-Mitarbeitern von Criterion, Ubisoft und EA gegründet wurde, Mai 2013 angegeben.

Fazit

Tobias Simon - Portraitvon Tobias Simon
Die Ankündigung von Remember Me am Ende der Capcom-Pressekonferenz kam überraschend. Technisch war der Third-Person-Action-Titel zwar noch nicht ausgereift, trotzdem hat das futuristische Szenario rund um die Speicherung von Erinnerungen Potenzial. Die erste Szene, in der Protagonistin Nilin vor einem Helikopter fliehen musste, wirkte noch etwas generisch, der anschließende Abschnitt war deutlich ansprechender. Neo-Paris schien bisweilen frei erkundbar und machte einen angenehm dystopischen Eindruck. Nilins Fähigkeit, in die Gedanken anderer einzudringen und diese umzuschreiben, wurde interessant präsentiert und könnte spielerisch für Abwechslung sorgen. Noch schweben viele Fragezeichen über Remember Me. Doch es ist schön, dass Capcom sich trotz des allgemeinen Fortsetzungswahns an ein neues Universum wagt.

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